Samstag, 16. Januar 2016

[Rezension] Firefight von Brandon Sanderson



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 *Warnung: Dies ist eine Fortsetzung, die Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil!*
David und die Rächer haben es geschafft, sie haben Steelheart, einer der stärksten Epics überhaupt, besiegt. Doch obschon David seine Rache bekommen hat, ist der Kampf gegen die Epics noch lange nicht zu Ende. Davids Weltansicht wurde jedoch von Grund auf erschüttert, als er erfahren hat, dass der Prof, der brillante Anführer der Rächer, selbst ein Epic ist. Kann es vielleicht doch gute Epics geben? Und was heisst das für Firefight, die Epic in die sich David verliebt hat? Als die Rächer auf einer Mission in die mysteriöse Stadt Babilar kommen, muss er sich all diesen Fragen stellen, denn dort ist nichts wie es scheint...
Firefight ist die Fortsetzung zu Steelheart, welches mich damals trotz hoher Erwartungen positiv überraschen konnte. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen auch an diesen Teil. Der Anfang konnte mich direkt wieder mitten ins Geschehen hinein ziehen und so flogen die Seiten anfangs nur so dahin. Der Tod von Steelheart bleibt natürlich nicht ohne Folgen und ich war sehr gespannt darauf zu sehen, womit es die Rächer in diesem Teil zu tun bekommen. 

Nach den spannenden ersten Seiten gab es erst mal einen Szenenwechsel, welcher sich für mich leider als etwas schwierig herausstellte. Für David, Tia und den Prof geht es nach Babilar, eine Stadt die auf den ersten Blick kaum etwas mit Newcago gemeinsam hat. Doch obschon die Leute dort nicht in Angst leben, wird auch diese Stadt von einer Epic beherrscht, die keine guten Absichten zu haben scheint. 

Die Art wie Babilar beschrieben wurde, fand ich sehr interessant und ich konnte mir diese fremdartige Stadt auch gut vorstellen. Doch obschon es anfangs durchaus spannend war zu sehen wie David sich in dieser, für ihn fremden, Welt zurecht findet und die Lebensart der Einwohner von Babilar für ihn viele kritische Fragen aufwarf, fehlte mir zwischenzeitlich etwas die Spannung. Die Geschichte war definitiv nie langweilig, doch teilweise hatte ich das Gefühl, man dreht sich ein bisschen im Kreis.

Ich muss aber betonen, dass dieser Zustand nicht lange anhielt und ich das Buch spätestens nach der Hälfte kaum mehr weglegen konnte, da sich die Geschehnisse nun beinahe überschlagen und wieder jede Menge überraschende Wendungen auf einen warten. Zudem hat mir auch Brandon Sandersons Schreibstil wieder richtig gut gefallen. Das Buch liest sich sehr flüssig und er schreibt immer mit einer Prise Humor. Wie schon im ersten Teil haben mir besonders die actionreichen Szenen super gefallen, ich könnte mir die Reihe richtig gut als Filme vorstellen, denn das Kopfkino während dem Lesen war genial. 

Den zuvor erwähnten Humor hat man grösstenteils David zu verdanken, der sich glücklicherweise kaum verändert hat, obschon nach den Geschehnissen des ersten Teils plötzlich sein ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt wurde. Seine Metaphern sind noch immer einsame Spitze und er stürzt sich noch immer gerne unvorbereitet in gefährliche Situationen, aus denen er nur dank seinem Talent zum Improvisieren wieder hinauskommt. Er fällt möglicherweise nicht immer die besten, überlegtesten Entscheidungen und ist keinesfalls perfekt, doch gerade deshalb fiebert man so mit ihm mit. Seine Weltsicht hat sich allerdings erheblich geändert und er sieht nicht mehr alles als schwarz oder weiss. Dies führt dazu, dass er das was er und die Wächter tun auch mit neuen Augen sieht und es stellt sich die Frage, ob es nicht einen anderen Weg geben könnte.

Dieser Konflikt spielt über die ganze Handlung hinweg eine wichtige Rolle, denn vieles ist nicht so wie es auf den ersten Blick scheint und man erfährt auch einiges neues über die Epics. Nach den Dingen die man am Ende des ersten Teils erfährt fand ich die Entwicklung von Prof und Megan sehr interessant, besonders weil auch bei den beiden vieles nicht unbedingt so ist, wie man denken könnte. Beides sind unglaublich interessante und komplexe Charaktere, die mich in diesem Teil positiv überrascht haben. Besonders nach den schockierenden Wendungen am Ende dieses Teils kann ich es kaum erwarten bis der dritte Teil erscheint, da ich unbedingt wissen muss wie es weiter geht. Ich hoffe wir müssen uns auf keine allzu lange Wartezeit einstellen.  
Firefight ist eine gelungene Fortsetzung die Steelheart in (fast) nichts nachsteht. Abgesehen von ein paar kleinen Längen gegen Anfang konnte mich das Buch fast durchgehend fesseln und gegen Ende konnte ich meine Augen aufgrund der vielen tollen Wendungen kaum mehr von den Seiten abwenden. Auch die Entwicklung der Charaktere, besonders von David, Megan und dem Prof, haben mir sehr gut gefallen und ich kann es kaum erwarten zu erfahren wie es im dritten Teil weiter geht. Eine klare Empfehlung an alle, die Steelheart mochten (und wenn ihr es noch nicht gelesen habt, solltet ihr das unbedingt nachholen).
Titel: Firefight
Autor: Brandon Sanderson
Übersetzer: Jürgen Langowski
Verlag: Heyne fliegt
Erschienen: 26. Oktober 2015
Seitenzahl: 464 Seiten
ISBN: 978-3-453-26900-2
Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit phantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Sein Debütroman »Elantris« avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller. Seit seinen »Kinder des Nebels«-Romanen und seinen Sturmlicht-Chroniken gilt Brandon Sanderson auch in Deutschland als einer der neuen Stars der Fantasy. Der Autor lebt mit seiner Familie in Provo, Utah. (Quelle: Heyne fliegt)


Kommentare:

  1. Uuuh, jetzt freu ich mich noch mehr auf das Buch :D Hab es mir gerade erst gekauft und es liegt schon auf dem Lesestapel :D Ich liebe Brandon Sanderson, er ist einfach so genial :D
    Lg Kerstin

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    1. Hi Kerstin,

      ich wünsche dir ganz viel Spass beim Lesen! :D Ich muss unbedingt bald noch mehr von Brandon Sanderson lesen, ich kenne bisher erst diese Reihe und "Der Rithmatist", die haben mir aber alle richtig gut gefallen. ♥ Kannst du mir noch andere Bücher von ihm empfehlen?

      glg Nadja

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    2. "Der Rithmatist" steht auch noch auf meiner Wunschliste :)
      Ansonsten hab ich auch erst zwei andere Reihen von ihm angefangen. Einmal "Die Nebelgeborenen" und dann "The Stormlight Archive", letzteres mal auf Englisch. Beide fand ich auch richtig gut, besonders "Stormlight Archive". Die sind eben ganz anders als "Steelheart", eher historical fantasy, aber eben auch total genial. Mein Ziel ist es irgendwann einmal alle Bücher von ihm gelesen zu haben, vor allem, die die im Cosmere Cycle spielen. Sanderson hat nämlich mal glatt ein ganzes Universum mit verschiedenen Planeten erschaffen. Sind auch nur so um die 30 Bücher :D

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    3. Da haben wir ja noch recht was für uns. ;) Ich will unbedingt mehr Bücher von Brandon Sanderson lesen, er schreibst wirklich unglaublich gut, da ist es ja eigentlich toll, dass es noch so viele Bücher von ihm gibt. :D

      Ich glaube der erste Teil von "Die Nebelgeborenen" liegt noch auf englisch auf meinem SuB, sollte ich wohl echt mal lesen. Und die anderen muss ich mir auch mal anschauen. Freue mich schon darauf ♥

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  2. Halli hallo

    Ich habe jetzt nur das Fazit gelesen da ich Band ein noch gar nicht kenne ( werde mir deine Rezi noch angucken)
    Immer gut zu wissen dass der mittlere Band punkten konnte ;)

    Liebe Grüsse
    Bea

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    1. Hi Bea,

      ja oftmals lässt der zweite Band ja etwas nach, hier hat mir die Fortsetzung aber zum Glück richtig gut gefallen (auch wenn Teil 1 vielleicht noch eine Spur besser war...) Ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil :D

      glg Nadja ♥

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    2. Halli hallo

      So jetzt habe ich die ganze Rezi gelesen und wünsche mir nun den zweiten Teil zum Geburi.
      Ich bin gespannt...

      Liebe Grüsse
      Bea

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    3. Hi :)

      Ich wünsche dir dann ganz viel Spass beim Lesen ♥

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