Montag, 5. Oktober 2015

[Rezension] Black Blade von Jennifer Estep

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Seit dem Tod ihrer Mutter lässt die 17-jährige Lila niemanden mehr zu nahe an sich heran. Sie wohnt allein im Keller einer Bibliothek und arbeitet neben der Schule als Diebin. Dieser Job ist in Cloudburst Falls, dem magischsten Ort der Welt, mit den ständigen Touristenströmen auch nicht allzu schwierig. Zudem verfügt Lila über äusserst nützliche und ziemlich mächtige magische Talente. Sie ist jedoch immer darauf bedacht nicht in die Machtkämpfe der verschiedenen magischen Familien hineinzugeraten, die über die Stadt herrschen. Dies gelingt ihr auch nicht schlecht, bis sie einem wichtigen Mitglied einer der mächtigsten Familien das Leben rettet...
"Black Blade" beginnt direkt richtig spannend. Man begleitet Lila auf einem ihrer Aufträge und wird dabei mitten ins Geschehen hinein geworfen. Dabei merkt man schnell, dass Lila nicht nur als Diebin, sondern auch als Kämpferin ziemlich begabt zu sein scheint, denn sie kann es locker mit mehreren Wachen aufnehmen. Ihre magischen Talente helfen ihr dabei natürlich auch. 

Man merkt auch schnell, dass sich Cloudburst Falls ziemlich von einer normalen Stadt unterscheidet. Nicht nur leben dort sehr viele Menschen, die magische Talente besitzen, es gibt auch Monster vor denen man sich in acht nehmen muss. Doch trotz der Gefahr durch die Monster und die kriminellen Machenschaften der Familienclans, ist die Stadt auch ein sehr beliebtes Ziel bei den Touristen, für die Lila jedoch nicht wirklich viel übrig hat. Ich fand diesen Ort, der Jennifer Estep erschaffen hat super interessant und er hat für eine interessante Atmosphäre gesorgt. An so einem Ort, kann man sich eigentlich nie richtig sicher fühlen, jedenfalls nicht wenn man in die Machenschaften der Familien hineingezogen wird.

Daher will sich Lila eigentlich auch möglichst von diesen fernhalten, sie weiss genau, dass es keine gute Idee wäre einen Draconi oder Sinclaire zu bestehlen. Zudem hat es für sie auch persönliche Gründe, weshalb sie keiner der Familien vertraut, was mit dem Tod ihrer Mutter zu tun hat. So ist Lila eine Einzelgängerin geworden. Die einzige Person, die ihr irgendwie nahe steht ist Mo, für den sie die Diebestouren erledigt. Gerade weil für Lila andere Menschen nicht so wichtig sind und sie es auch mit dem Gesetzt nicht so streng nimmt, fand ich sie anfangs sehr interessant. 

Im Verlauf der Geschichte wird Lila jedoch weicher und auch wenn diese Entwicklung zumindest grösstenteils logisch wirkte fand ich es etwas schade, da dadurch etwas verloren ging, was ihren Charakter interessant und ungewöhnlich gemacht hat. Lila bleibt zwar entschlossen und eigenständig, doch für jemanden der sich so lange selbst durchgekämpft hat, scheint sie gewisse Figuren einfach etwas schnell an sich heran zu lassen. 

Zu diesen Figuren zählt beispielsweise Devon, der Junge dem Lila das Leben rettet. Auch wenn sie anfangs fest entschlossen ist, ihn zu hassen, schliesslich gehört er zu einer der wichtigsten Familien, fällt ihr das gar nicht so leicht. Die Liebesgeschichte steht zwar nicht direkt im Zentrum der Geschichte, doch es gibt immer wieder Momente, wo man merkt, dass sich da etwas anbahnt. Doch natürlich geht es nicht ohne das typische Drama und hin und her.

Nun muss ich leider zu den Dingen kommen, die mich an der Geschichte etwas gestört haben. Trotz dem interessanten Setting und einer spannenden Ausgangslage die mich sofort fesseln konnte, hat die Geschichte nichts wirklich Neues zu bieten. Trotz des guten Tempos der Handlung, hat mein Interesse immer mehr nachgelassen, da die Geschichte leider viel zu vorhersehbar war. Ich hätte nach weniger als einem Drittel des Buches sagen können, wer am Schluss der Bösewicht sein würde. Dagegen waren alle Charaktere teilweise extrem schwer von Begriff und haben unglaublich lange gebraucht um absolut offensichtliche Dinge zu erkennen.
Trotz einem tollen Start und einer spannenden Grundidee schafft es Black Blade nicht wirklich herauszustechen. Die Geschichte konnte mich zwar durchaus gut unterhalten, doch leider war die Handlung weitgehend ziemlich vorhersehbar. Dennoch bin ich gespannt wie die Geschichte unserer sympathischen Protagonistin weiter geht und hoffe, dass der zweite Teil es schafft mich etwas mehr zu überraschen.
 Titel: Black Blade - Das eisige Feuer der Magie
Originaltitel: Cold Burn of Magic
Autorin: Jennifer Estep
Übersetzerin: Vanessa Lamatsch
Verlag: ivi Verlag
Erschienen: 5. Oktober 2015
Seitenzahl: 368 Seiten
ISBN: 978-3-492-70328-4
Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Tennessee. Bei Piper erschien bisher ihre All-Age-Serie um die »Mythos Academy« sowie die Urban-Fantasy-Reihe »Elemental Assassin«. (Quelle: ivi Verlag)

Jennife Estep an der Frankfurter Buchmesse sein!

Kommentare:

  1. So magisch sieht das Cover nicht aus. Aber hübsch! :-) Schöne Schrift in den Zwischenüberschriften :)

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    1. Haha ja, das Cover sagt nicht unbedingt viel über die Geschichte aus, aber irgendwie gefällt es mir trotzdem :D Danke ♥

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  2. Ich beende das Buch heute Abend und ich muss sagen, dass es doch der Elemental Assassin Reihe sehr ähnelt. Nimm den Sex weg und ersetze Auftragmorde gegen Einbrüche und schon ist die Geschichte fertig. Bin schon leicht enttäuscht! LG Verena
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    1. Hi Verena,

      ich habe leider die Elemental Assassin Reihe noch nicht gelesen, habe aber sehr viel gutes darüber gehört. Daher kann ich die beiden Bücher auch nicht vergleichen... :)

      glg Nadja ♥

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