Donnerstag, 20. August 2015

[Kurzrezension] Die Quersumme von Liebe

Quelle
Luzies geordnete Welt gerät ins Wanken, als sie einen Brief ihrer verstorbenen Großmutter erhält. Das Geheimnis, mit dem er sie konfrontiert, nimmt ihr Leben Stück für Stück auseinander. Doch plötzlich ist da Puma, bei dem sie sich frei fühlt und geborgen. Damit sie mit ihm zusammen sein kann, muss Luzie ihre Erinnerungen zu einem neuen Bild zusammensetzen, in dem Lügen keinen Platz haben. (Quelle: Magellan Verlag)
"Die Quersumme von Liebe" ist kein super spannendes oder fesselndes Buch. Die Geschichte ist durchgehend eher ruhig, jedoch sehr schön und gefühlvoll geschrieben. Zudem ist auch die Erzählweise sehr interessant, die Geschichte ist sowohl aus Luzies, wie auch aus Pumas Sicht erzählt. Luzie hat ihren Teil jedoch aufgeschrieben und richtet ihre Erzählung eigentlich an die Mikroben, die die Seiten zerlegen. Der tolle Schreibstil und die kreative Erzählweise haben mir sehr gut gefallen und die nachdenkliche und teilweise wirklich traurige Geschichte gut untermalt. 

Sowohl Luzie, als auch Puma haben ähnliche Probleme, die sie auch irgendwie miteinander verbinden. Beide haben keine einfachen Familienverhältnisse und ich fand ihre Probleme sehr glaubwürdig dargestellt, so dass man sie auch gut nachempfinden konnte. Dennoch bin ich mit Puma viel besser klar gekommen als mit Luzie. Beide sind eher spezielle Charaktere, doch ich konnte Pumas Gefühle und Gedanken viel besser nachvollziehen als die von Luzie.

Mit ihr hatte ich leider so ihre Probleme, fand sie oftmals ziemlich anstrengend. Mein grösstes Problem mit ihr war, dass sie sich sobald sie eine Idee hatte was hinter den Geheimnissen in ihrem Leben stecken könnte, total auf diese Idee fixiert hat und einfach nichts mehr hinterfragte. In dem Buch geschieht dies mehrmals und sie ignoriert alle offensichtlichen Dinge die gegen ihre Theorie sprechen komplett und verhält sich einfach so, als wäre ihre Theorie Tatsache. Dieses Verhalten ging mir leider ziemlich auf die Nerven und ich konnte ihre Gedankengänge in diesen Situationen beim besten Willen nicht nachvollziehen. 

Was mich auch gestört hat war, dass die Geschichte, egal wie oft sich Luzie auf falsche Theorien festfährt, eigentlich ziemlich vorhersehbar ist und man das Geheimnis, welches ihre Mutter Luzie verschweigt schon lange vorher erahnen kann. Zudem war das Verhalten der Mutter meiner Meinung nach auch ziemlich unlogisch. Dass sie Luzie zuerst einiges verschweigt ist vielleicht noch verständlich, aber weshalb sie ihr nicht einfach die Wahrheit sagt nachdem sie merkt, dass Luzie dem Geheimnis auf der Spur ist, war mir wirklich unverständlich...
 http://www.magellanverlag.de/feine-b%C3%BCcher/junge-erwachsene/#cc-m-product-9992679098

Kommentare:

  1. Also, im Großen und Ganzen klingt das alles doch sehr gut :D Etwas schwermütig, aber sehr gut :) Bin mal gespannt, was ich selber davon halte, wenn ich dazu komme :) Schöner Leseeindruck in wenigen Worten!

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    1. Ich kam einfach mit Luzie nicht wirklich klar... Katrin Zipse schreibt aber, wie schon im letzten Kommentar erwähnt, richtig schön, also ist das Buch dennoch lesenswert. :) Danke! <3

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