Freitag, 19. Juni 2015

[Rezension] Road to Hallelujah - Martina Riemer

Quelle
Sarahs grösster Traum war schon immer einmal ganz allein in die USA zu reisen, um dort ein Abenteuer zu erleben. Doch kurz bevor dieser Traum in Erfüllung geht, stirbt ihre Grossmutter. Sarah ist am Boden zerstört, beschliesst aber die Reise dennoch anzutreten, da sie weiss dass ihre Grossmutter es so gewollt hätte. Um ihren besorgten Bruder zu beruhigen willigt sie jedoch schliesslich ein zusammen mit seinem besten Freund Johnny zu reisen, auch wenn sie nicht die besten Erinnerungen an ihn hat. Auch Johnny ist nicht gerade begeistert, dass er den Aufpasser spielen soll. Doch wenigstens haben die beiden auch etwas was sie verbindet, die Musik...

"Road to Hallelujah" ist abwechselnd aus der Sicht von Sarah und Johnny geschrieben. Am Anfang des Buches erfährt man, dass beide eigentlich nicht so begeistert sind mit der jeweils anderen Person reisen zu müssen und beide eigentlich nur Nat, Sarahs Bruder und Johnnys bester Freund, einen Gefallen machen wollen. Besonders Sarah hat nicht gerade die beste Meinung von Johnny da es, als sie noch jünger waren, einen Zwischenfall gab, bei dem Haare und ein Kaugummi im Spiel waren. Ausserdem ist Johnny ein ziemlicher Frauenheld, was man als Leser auch schon ziemlich früh in der Geschichte selbst miterlebt. Als sich die beiden jedoch das erste Mal seit Jahren wieder treffen, merkt man sofort, dass die Chemie zwischen den beiden stimmt, auch wenn es sich beide nicht so wirklich eingestehen wollen.

Das Buch ist richtig schön locker und angenehm geschrieben und konnte mich damit sofort mitreissen. Anfangs bin ich nicht so schnell vorwärts gekommen weil ich noch ziemlich viel los hatte, aber wenn man Zeit hat könnte man das Buch auch sicher fast in einem Rutsch durchlesen. Ich fand es auch richtig toll, dass die Musik in der Geschichte eine ziemlich grosse Rolle spielt, besonders da diese Sarah und Johnny von Anfang an verbindet. Zudem gibt es auch am Anfang von jedem Kapitel ein Lied, das immer super dazu passt, was im Kapitel geschieht.

Sarah war mir sofort sympathisch, ich fand es total süss, wie sie mit ihrer Grossmutter umgegangen ist und sie hat mir richtig leidgetan, als diese am Anfang der Geschichte stirbt. Sie ist immer total besorgt um andere und ihr fällt es nicht so leicht einfach so loszulassen und zu leben, was ich gut nachempfinden konnte. Ich konnte auch ihre Abneigung gegen Johnny ziemlich gut nachvollziehen, denn so wie sich dieser am Anfang aufführt wäre er mir auch eindeutig unsympathisch gewesen, wenn man nicht durch seine Sichtweise merken würde, dass er eigentlich gar nicht so cool ist, wie er immer tut.

Die Wortgefechte zwischen Sarah und Johnny waren richtig toll, auch wenn sie sich anfangs eher streiten weil sie sich nicht mögen, wird es schnell eher freundschaftlich. Teilweise fand ich es etwas schade, dass, sobald sie mal einen schönen Moment hatten, einer der beiden den anderen durch eine fiese Bemerkung sofort wieder weggestossen hat. Teilweise war es für meinen Geschmack etwas viel hin und her und Drama. Besonders gegen Ende gab es zwei, drei Momente, die für mich echt nicht hätten sein müssen. Besonders Johnny hatte leider auch ein paar Momente, wo ich sein Verhalten nicht so ganz nachvollziehen konnte.

Dabei fand ich es richtig schön, wie sich die Beziehung von Sarah und Johnny im Verlauf der Geschichte entwickelt, während sie am Anfang nur eher unfreiwillige Reisegefährten sind, die sich ständig streiten, öffnen sie sich im Verlauf der Geschichte immer mehr und merken, dass sie eigentlich gar nicht so unähnlich sind. Beide hatten keine einfache Kindheit und es fällt ihnen immer noch eher schwer anderen zu vertrauen, umso schöner war es zu sehen wie sich die zwei immer näher kommen. Daher fand ich es teilweise auch etwas schade, wenn sie wieder immer wieder Rückschläge hatten, besonders gegen Ende dachte ich sie sollten sich doch langsam etwas besser kennen. 

Während die Geschichte einige ernstere Themen behandelt gab es doch auch sehr viele humorvolle Momente, nicht nur in den tollen Wortgefechten. Eine grosse Rolle spielte dabei auch Kelsey, eine Freundin von Johnny bei der sie in New York unterkommen. Kels war wohl mein Lieblingscharakter in der Geschichte. Sie ist teilweise total überdreht, aber auf eine total süsse, liebenswürdige Art. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und ihre offene, humorvolle Art hat zu ein paar meiner Lieblingsmomente im ganzen Buch geführt.

Ein weiterer meiner Lieblingscharaktere war Nat, er ist einfach ein total guter Mensch und obschon er es auch alles andere als einfach hat, ist er immer da für seine Freunde. Ich habe ja echt gehofft, dass er mit Bianca, der besten Freundin von Sarah, zusammen kommt. Er bekommt aber nächstes Jahr auch noch sein eigenes Buch, worauf ich mich schon total freue besonders nach den Ereignissen am Ende dieses Buches.
"Road to Hallelujah" hat mir richtig gut gefallen, teilweise gab es für meinen Geschmack etwas viel Drama, dafür gab es aber auch jede Menge tolle humorvolle Momente und eine Liebesgeschichte, die sich richtig schön entwickelt. Sarah und Johnny sind zwei tolle Protagonisten, auch wenn mir Johnny manchmal etwas auf die Nerven gehen konnte, und ich habe richtig mit ihnen mitgefiebert, dass sie nach allem was sie durchmachen mussten ihr Happy End bekommen. Mein heimliches Highlight waren aber die Nebencharaktere und ich freue mich schon total, dass einer davon seine eigene Geschichte bekommt.
 
Titel: Road to Hallelujah
Autorin: Martina Riemer
Verlag: Impress
Erschienen: 4. Juni 2015
Seitenzahl: 354 Seiten
ISBN: 978-3-646-60071-1
 
Martina Riemer wurde 1985 in Niederösterreich geboren und wohnt nun in Wien. Zurzeit ist sie als Sachbearbeiterin mit eher zahlenlastigen Arbeiten beschäftigt. Privat geht sie ihrer Leidenschaft Bücher zu lesen und eigene Geschichten zu schreiben mit Freude nach. 2014 hat sie ihre ersten beiden Bücher veröffentlicht und es damit bei Lovelybooks sogar auf Platz 5 der besten Debütautoren des Jahres geschafft.
Quelle: Carlsen Verlag 

Kommentare:

  1. Huhu! :)

    "Road to hallelujah" lese ich auch gerade. Besoders toll finde ich die Songvorschläge über den Kapitel und generell welch große Rolle die Musik in dem Buch spielt. Eine tolle Sommerromanze für zwischendurch! :) Auf die Fortsetzung mit Nat bin ich schon super gespannt!

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi :D

      Ja ich fand das mit der Musik auch echt toll. Nat ist sowieso super :D Noch viel Spass beim Lesen <3

      glg Nadja

      Löschen
  2. Hallo liebe Nadja! ☺

    Ich hoffe, dass ich dich noch nicht gefragt habe, falls doch, bitte verzeih' mir ...
    Hast du schon vom Bloggernetzwerk gehört? Wenn nicht, dann lass' ich dir mal eben den Link zum Hintergrund des Blogprojekts da:
    https://bloggervernetzt.wordpress.com/an-blogger/
    Jedenfalls bin ich dort seit etwa seit März 2015 Mitglied und würde mich sehr freuen, wenn ich deine Rezension hier zu "Road to Hallelujah" verlinken dürfte. (Und mit deiner Erlaubnis hoffentlich auch in Zukunft ein paar deiner Rezensionen?)
    Und hier sende ich dir noch einen Beispiellink, wie das Ganze im Endeffekt aussieht:
    https://bloggervernetzt.wordpress.com/2015/06/24/road-to-hallelujah-von-martina-riemer/

    Über eine kurze Antwort (ruhig hier, ich schaue wieder vorbei) würde ich mich sehr freuen!
    Ganz lieben Gruß ♥,
    Janine

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar. Wenn ihr also meinen Tag ein bisschen verschönern wollt, schreibt mir doch einen Kommentar. ♥ Ich versuche auch immer möglichst schnell zu antworten. :)