Sonntag, 31. Mai 2015

[Rezension] Schnee wie Asche

Schnee wie Asche - Sara Raasch


zum Inhalt:
Vor 16 Jahren wurde das Königreich Winter von Frühling angegriffen und besiegt. Die meisten Einwohner wurden versklavt, nur ein paar wenige konnten entkommen. Heute sind es nur noch sieben, Meira ist eine davon. Sie ist im Exil aufgewachsen, zusammen mit Mather, dem zukünftigen König von Winter. Ihr ganzes Leben hat sie trainiert, in der Hoffnung irgendwann Winters Magsignie zurück zu bekommen und somit Winters Macht und Magie wieder herstellen zu könne und ihr Volk zu befreien. Als die Flüchtlinge erfahren, dass sich Winters Medaillon ganz in der Nähe befindet, begiebt sich Meira auf eine gefährliche Mission, ohne zu ahnen, was sie damit auslösen wird...

meine Meinung:
Schon die englische Ausgabe von "Schnee wie Asche" ist mir durch das tolle Cover aufgefallen und so habe ich mich sehr gefreut, dass bei der deutschen Übersetzung das wunderschöne Cover beibehalten wurde. Nach dem Lesen gefällt mir das Cover sogar noch besser, was vor allem daran liegt wie gut es zu der Geschichte passt. Die Gestaltung ist wirklich extrem gelungen und ich finde es fast ein bisschen schade, dass das Buch nicht als Hardcover erschienen ist. 

Im Innern ist die Gestaltung eher schlicht gehalten, es gibt jedoch eine tolle Karte am Anfang des Buches. Diese hat sich dann auch als sehr nützlich erwiesen, denn die Welt ist ziemlich kompliziert aufgebaut und es gibt nicht weniger als acht Königreiche in Primoria. Anfangs musste ich wirklich öfters zu der Karte zurückblättern um mich zu orientieren. Das hat sich jedoch mit der Zeit gelegt und mir hat die komplexe Welt, die Sara Raasch erschaffen hat, richtig gut gefallen. 

Besonders die Idee mit den Magsignien und wie sie weitervererbt werden hat mir gut gefallen und ich fand es schön das man dazu im Verlauf der Geschichte auch etwas Hintergrund bekommt. Auch die Politik dieser Welt fand ich sehr interessant, hier hätte ich mir aber gewünscht noch ein bisschen mehr Informationen zu erhalten. Die Geschichte war grösstenteils spannend, hatte jedoch im Mittelteil auch ein paar Längen, weil nicht besonders viel geschieht und hier hätten ein paar zusätzliche Informationen die Geschichte zumindest etwas interessanter gemacht. 

Ein weiteres kleines Problem war in diesem Teil auch Meira, die Protagonistin. Meistens mochte ich sie eigentlich, doch zeitweise ist sie wirklich fast nur am Jammern und ich konnte ganz ehrlich gesagt auch nicht komplett verstehen, wieso sie ihre Situation so schrecklich fand. Die Liebesgeschichte, die zwar grundsätzlich eher einen kleinen Teil einnimmt, konnte mich durch ein ziemlich gezwungen wirkendes Liebesdreieck leider auch nicht komplett überzeugen, obschon ich Meiras love-interest eigentlich ziemlich toll fand.

Die Entwicklung, die Meira gegen Ende durchmacht hat mir dagegen wieder richtig gut gefallen. Man merkt eigentlich schon am Anfang dass sie eigentlich eine tolle Kämpferin ist und bekommt auch ein paar wirklich gute Actionszenen, doch gegen Ende wird Meira auch erwachsener und man merkt auch wie stark ihr Wille wirklich ist ihr Volk zu befreien. Das Ende hat mir auch sonst richtig gut gefallen, die Geschichte wird actionreicher und es kommt zu einem tollen Showdown. Auch wenn ich die meisten Wendungen schon vorausgeahnt hatte, haben sie mir doch gut gefallen und ich bin gespannt wie sich die Geschichte im zweiten Teil dann weiterentwickeln wird. 

Fazit: 
Schnee wie Asche hatte zwar ein paar kleine Schwächen, insgesamt konnte es mich aber doch gut unterhalten und ich fand es toll wie sich die Geschichte gegen Ende entwickelt hat. Die Welt, die Sara Raasch erschaffen hat ist super interessant und ich freue mich schon darauf sie im zweiten Teil weiter zu erkunden.

8/10*

Buchinfos:
Titel: Schnee wie Asche
Originaltitel: Snow Like Ashes 
Autorin: Sara Raasch
Übersetzerin: Antoinette Gittinger
Verlag: cbt
Erschienen: 14. April 2015
Seitenzahl: 464 Seiten
ISBN: 978-3-570-30969-8
Klappenbroschur: 14,99 €, 20,50 CHF
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Autoreninfos:
Sara Raasch wusste schon mit fünf Jahren, dass sie für die Bücherwelt bestimmt war. Während ihre Freunde Limonade verkauften, brachte sie ihre handgemalten Bilderbücher an den Mann. Seit damals hat sich nicht viel geändert. Ihre Freunde sehen sie immer noch besorgt an, wenn sie versucht, etwas zu malen, und ihre Begeisterung für das geschriebene Wort verleitet sie oft dazu, etwas Tollkühnes zu tun. Dies ist ihr erster Roman. Er enthält ausdrücklich keine handgemalten Bilder. 

Quellen: bloggerportal.de; randomhouse.de 

Dienstag, 19. Mai 2015

[Rezension] Devil's River


Devil's River - Thomas Thiemeyer

zum Inhalt:
Nach dem Tod ihrer Grossmutter erbt Eve nicht nur ihr Haus, sondern auch einen mysteriösen Schlüssen, der sie auf die Spur eines mysteriösen Familiengeheimnisses führt. Die Geschichte, die Eves Grossmutter ihr hinterlassen hat spielt vor vielen Jahren in Kanada und handelt von Nathan Blake, einem gewissenlosen Massenmörder, der auf der Flucht vor dem Gesetz ist und River, einer jungen Indianerin, deren Dorf von einer schrecklichen dunklen Kraft, aus einer uralten Legende, zerstört wurde. River hat es sich zum Ziel gesetzt das Ungeheuer aufzuhalten, doch dafür braucht sie Hilfe...

meine Meinung:
Ich lese ehrlich gesagt eher selten Thriller und ich hätte mir das Buch wohl auch nicht selbst gekauft. Da ich es aber überraschend vom Verlag erhalten habe, wollte ich der Geschichte trotzdem eine Chance geben. Die Idee klang eigentlich ziemlich interessant und ausserdem hat mir die "Das verbotene Eden"-Trilogie von Thomas Thiemeyer sehr gut gefallen, weshalb ich hoffte der Autor könne mich auch mit seinem neusten Werk überzeugen.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir auch ziemlich leicht gefallen. Besonders das Setting des Teils der Geschichte, welcher in der Vergangenheit spielt fand ich sehr interessant. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich bin anfangs ziemlich gut vorwärts gekommen. Die Geschichte war auch direkt sehr mysteriös und ich war gespannt darauf zusammen mit Eve das Geheimnis ihrer Vergangenheit aufzudecken. 

Leider hat mir die Geschichte aber je länger ich gelesen habe, immer weniger gefallen. Als erstes verrät der Klappentext viel zu viel, denn man befindet sich schon etwa in der Hälfte des Buches, bis das geschieht, wovon darin die Rede ist. Das Problem ist auch, dass sich die Geschichte vorher mehr auf andere Charaktere konzentriert, die schlussendlich jedoch gar keine wirklich wichtige Rolle spielen und einfach extrem blass und austauschbar wirken. Als an einem Punkt eine dieser Figuren stirbt war ich anfangs nicht einmal sicher, um wen es sich dabei gehandelt hat. 

Die Rahmenhandlung, die in der Gegenwart spielt zieht die Geschichte eigentlich nur in die Länge. Nicht nur geschieht darin kaum etwas Nennenswertes, das wenige was geschieht war einfach nur extrem vorhersehbar. Eve und besonders ihre Mutter gingen mir ausserdem mit der Zeit ziemlich auf die Nerven, weshalb ich die Teile irgendwann eher nur noch überfolgen habe. Für mich hätte die Geschichte ohne Rahmenhandlung genauso gut (wenn nicht sogar besser) funktioniert.

Auch die Handlung in der Vergangenheit verläuft nicht gerade überraschend und hat sich gegen Ende stark in die Länge gezogen. Obschon ich gerne Fantasy lese, konnten mich die mystischen Elemente nicht überzeugen und ich hätte es interessanter gefunden, wenn die Geschichte ohne übernatürliche Elemente ausgekommen wäre.

Was die Hauptcharaktere angeht mochte ich River eigentlich noch am meisten, obschon ich ihr Verhalten teilweise nicht wirklich nachvollziehen konnte und sie dadurch auch im Verlauf der Geschichte meine Sympathie immer mehr eingebüsst hat. Dies lag eigentlich hauptsächlich an Blake, da ich einfach nicht verstehen konnte, was River an ihm findet. Ganz ehrlich, sein Charakter hat mich extrem irritiert. Vermutlich sollte er vielschichtig und komplex sein, aber er ist immernoch ein eiskalter Mörder. Auch wenn man merkt, dass er auch sehr charmant sein kann, konnte ich nicht verstehen, weshalb alle immer zu vergessen schienen wie brutal und skrupellos er sein kann. Man erlebt in der Geschichte mehrere seiner Morde mit und er zeigt zu keinem Zeitpunkt Reue. Ich konnte ihn beim besten Willen nicht als tragischen Helden sehen.

Fazit:
Leider fand ich Devils River ziemlich enttäuschend. Die Geschichte konnte mich, trotz des interessanten Settings nicht wirklich überzeugen. Auch mit den meisten Charakteren konnte ich mich leider absolut nicht anfreunden. Ich hatte mir von der Geschichte wirklich mehr erhofft, besonders auch weil mir andere Bücher des Autors richtig gut gefallen haben. 

3/10*

Buchinfos:
Titel: Devil's River
Autor: Thomas Thiemeyer
Verlag: Knaur HC
Erschienen: März 2015
Seitenzahl: 512 Seiten
ISBN: 978-3-426-51715-4
Broschiert: 16,99 €, 22,90 CHF

Autoreninfos:
Thomas Thiemeyer, geboren 1963, studierte Geologie und Geographie, ehe er sich selbständig machte und eine Laufbahn als Autor und Illustrator einschlug. Mit seinen Wissenschaftsthrillern und Jugendbuchzyklen, die etliche Preise gewannen, sich über eine halbe Million Mal verkauften und in dreizehn Sprachen übersetzt wurden, ist er mittlerweile eine feste Größe in der deutschen Unterhaltungsliteratur. Der Autor lebt mit seiner Familie in Stuttgart.

Quelle: www.droemer-knaur.de 

Samstag, 16. Mai 2015

[Rückblick] 1.Quartal 2015



2. Monument 14 von Emmy Laybourne 8/10*
3. Girl Online von Zoe Sugg 7/10*
4. Monument 14 - Die Flucht von Emmy Laybourne 7/10*
5. Monument 14 - Die Rettung von Emmy Laybourne 6/10*
Durchschnitt: 6,6/10*
6. Dark Wonderland - Herzkönigin von A.G. Howard 7/10*
7. Eleanor & Park von Rainbow Rowell 8/10*
8. Paper Towns von John Green 10/10*
9. The Valley of Fear von Arthur Conan Doyle 6/10*
Durchschnitt: 7,75/10*

10. Töchter des Mondes - Sternenfluch von Jessica Spotswood 6/10*
11. Pretty Little Liars - Vollkommen von Sara Shepard 4/10*
12. Pride and Prejudice von Jane Austen 10/10*
13. Töchter des Mondes - Schicksalsschwestern von Jessica Spotswood 8/10*
14. Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel von Nina Blazon 8/10*
Durchschnitt: 7,2/10*


nervig, verwirrend, unsympathische Charaktere
unterhaltsam, humorvoll, tolle Charaktere, wunderschön

Liebe Grüsse,

Montag, 11. Mai 2015

[Rezension] Sternenmeer


Sternenmeer - Tanja Voosen

zum Inhalt:
Laurie hat langsam genug davon, dass ihre Eltern nur noch streiten und ihnen egal zu sein scheint wie es ihr dabei geht. Dass ihre Eltern sie über den Sommer auch noch zu ihrem Onkel in ein Sommercamp abschieben, muss Laurie deshalb unbedingt verhindern. Daher plant sie mal ordentlich zu rebellieren und schon schnell hat sie den perfekten Plan dafür. Leider läuft dieser aber ganz anders als sie es sich ausgemalt hat und Laurie muss sich plötzlich darüber klar werden, was sie für den Bruder ihrer besten Freundin empfindet. Diesen hat sie nämlich aus versehen geküsst. Als sie dann noch zusammen mit ihm im Sommercamp landet ist das Gefühlschaos vorprogrammiert. 

meine Meinung:
Sternenmeer ist das neue Buch von Tanja Voosen, von der ich letztes Jahr bereits "Emily Lives Loudly" gelesen habe. Da mir "Emily..." damals richtig gut gefallen hat und ich es vor allem super lustig fand, hatte ich auch ziemlich hohe Erwartungen an das neuste Werk der Autorin. Auch "Sternenmeer" ist sehr humorvoll, weshalb ich während dem Lesen ständig am Grinsen war und ein paar Mal wohl sogar laut gelacht habe. Es behandelt jedoch auch ernstere Themen, was mir gut gefallen hat, da die Geschichte dadurch auch an Spannung gewonnen hat. Insgesamt bleibt die Geschichte durchgehend sehr unterhaltsam und macht einfach gute Laune. 

Laurie, aus deren Ich-Perspektive die Geschichte erzählt wird, war mir schon nach den ersten paar Seiten super sympathisch. Sie ist definitiv nicht auf den Mund gefallen und auch wenn sie vielleicht teilweise etwas chaotisch ist und nicht sicher wie ihre Zukunft aussehen soll, lässt sie sich davon doch nicht verunsichern und macht einfach ihr Ding. Teilweise hatte sie leider auch ein paar Phasen wo sie mir etwas auf die Nerven ging und ich konnte ihr impulsives Verhalten nicht immer ganz nachvollziehen, aber insgesamt war sie trotz ihrer kleinen Fehler einfach super sympathisch. 

Besonders toll fand ich auch die Wortgefechte, die sich Laurie, vor allem am Anfang des Buches, mit Derek liefert. Man merkt einfach sofort, dass die Chemie zwischen den beiden stimmt. Derek war mir auch super sympathisch, ich fand es vor allem toll, dass er Laurie auch hilft mit den Problemen mit ihren Eltern umzugehen und sich die beiden neben den Wortgefechten auch über ernstere Themen unterhalten können. Leider hatte auch Derek eine Phase in der Geschichte wo mir sein Verhalten wirklich auf die Nerven ging, da es mir in einem Punkt einfach ein bisschen zu viel unnötiges Drama wurde. 

Wie schon angedeutet hat die Geschichte ein bisschen ihre Hochs und Tiefs und kurz nach der Hälfte, gab es leider eine Phase wo ich den Charakteren gerne gesagt hätte sie sollten sich einfach mal zusammennehmen und einander zuhören. Glücklicherweise wurde die ganze Situation aber wirklich gut gelöst und auch für die Handlungen einer Nebenfigur, die ich zuerst nicht wirklich nachvollziehen konnte, gibt es eine gute Erklärung. 

Ansonsten habe ich an der Handlung auch absolut nichts auszusetzen. Wie schon erwähnt schreibt Tanja Voosen sehr humorvoll und die Situationen, in die sie ihre Figuren geraten lässt sind teilweise wirklich extrem amüsant. Doch auch die ernsthafteren Teile, besonders Lauries Probleme mit ihren Eltern wegen der Scheidung und ihr innerer Konflikt, konnte ich sehr gut nachempfinden. Aber auch Derek hat einiges, was ihn belastet und ich fand es sehr schön zu sehen wie sich die beiden gegenseitig helfen mit dem was sie belastet fertig zu werden. 

Doch auch eine Nebenfigur darf man dabei nicht unerwähnt lassen, denn es ist wohl Lauries Onkel Tristan, der ihr wirklich am meisten hilft mit ihren Problemen fertig zu werden und der sie auch immer auf eine total sympathische und gutmütige Art unterstützt, ohne sich zu sehr in ihre Angelegenheiten einzumischen. Tristan war wirklich so ein bisschen mein Lieblingscharakter in der Geschichte. 

Mir gefällt der Titel des Buches total, nicht nur weil er einfach toll klingt, sondern weil er auch wirklich gut zur Geschichte passt, da Sterne für Laurie in ihrem Leben eine ganz besondere Rolle spielen. Auch das Cover gefällt mir wirklich gut, es sagt zwar nicht besonders viel über die Geschichte aus, aber ich finde die Farbgebung sehr schön und auch wieder das Symbol des Sterns richtig passend. 

Fazit:
Sternenmeer ist eine richtig tolle Geschichte, die durch viele humorvolle Szenen einfach gute Laune macht, jedoch auch mit eher ruhigen und feinfühligen Momenten punkten kann. Auch die Charaktere waren mir, trotz ein paar eher anstrengenden Momenten, super sympathisch und die Liebesgeschichte richtig süss. 

8/10* 

Buchinfos:
Titel: Sternenmeer
Autorin: Tanja Voosen
Erschienen: 23. April 2015
Seitenzahl: 372 Seiten
ISBN: 9781505953541
Ebook: 2,99

Autoreninfos:
 Tanja Voosen wurde 1989 in Köln geboren und lebt heute auch dort. Nach ihrem Abitur begann sie sich sozial zu engagieren und studiert nun Sozialwissenschaften. Ihre Liebe zu Büchern entdeckte sie erst sehr spät. Auch mit dem Schreiben begann sie erst vor wenigen Jahren. Geheimnisse des Himmels, ist der Auftakt zu einer Serie, deren Idee ihr während ihrer Schulzeit kam. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, den Weg nach Hogwarts zu finden, weil die Realität so schlecht ohne echte Magie auskommt, steckt sie ihre Nase in gute Bücher und treibt sich in der Welt der Blogger herum.

Quellen: www.tanjavoosen.blogspot.com; www.goodreads.com