Montag, 9. Februar 2015

[Kurzrezension] Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte

Kurzbeschreibung:
Julie kann es nicht fassen: Statt die ersten Tage am College zu genießen, beaufsichtigt sie plötzlich eine 13-Jährige, die keinen Schritt ohne die lebensgroße Pappfigur ihres Bruders Finn unternimmt. Zugegeben, ihres sehr gut aussehenden Bruders Finn. Der befindet sich zwar gerade auf Weltreise, schreibt aber E-Mails, die Julies Knie butterweich werden lassen. Doch wieso zögert er seine Rückkehr immer weiter hinaus? Weshalb stört sich niemand an seinem platt gedrückten Doppelgänger? Und verliebt Julie sich tatsächlich gerade in eine Pappfigur? (Quelle: Loewe Verlag)

meine Meinung:
Ich hatte ziemlich hohe Erwartungen an die Geschichte, besonders weil die Idee einfach total einzigartig und lustig klang. Der Einstieg in die Geschichte ist mir allerdings eher schwer gefallen. Dies lag hauptsächlich an der Hauptfigur Julie, die mir anfangs irgendwie etwas oberflächlich und überheblich schien. Ausserdem ist auch der Schreibstil anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da die Figuren teilweise eine sehr gewählte Ausdrucksweise haben. Ich habe mich aber ziemlich schnell daran gewöhnt und danach hat mir der Schreibstil wirklich gut gefallen. Die Ausdrucksweise unterstreicht auch den Charakter der Figuren sehr schön.

Auch mit Julie habe ich mich im Verlauf der Geschichte angefreundet, auch wenn es hier etwas länger gedauert hat. Doch sie ist mir immer mehr ans Herz gewachsen je mehr man über sie erfahren hat. Ich fand es toll, wie sich sich um Celeste gekümmert hat und die humorvollen E-Mails die sie und Finn sich schreiben waren einfach toll. Auch die anderen Charaktere waren sehr interessant, besonders Celeste, die echt einzigartig ist. Sie ist unglaublich intelligent und klingt oft viel älter, als sie ist, obschon ihr Verhalten sie wieder viel jünger erscheinen lässt. Ich konnte Julie gut verstehen, dass sie sofort das Bedürfnis hatte sie zu beschützen und ihr zu helfen.

In der Geschichte spielt die Familie eine sehr wichtige Rolle und die Geschichte, wird spätestens ab der Hälfte viel ernster als ich erwartet hätte. Während Julie versucht herauszufinden weshalb Celeste immer die Pappfigur ihres Bruders mit sich herum trägt, entdeckt man, dass jede der Figuren auf ihre eigene Art etwas versucht zu verarbeiten und auch Julie selbst muss anfangen sich mit ihren eigenen Problemen zu beschäftigen. Ich mochte, dass die Probleme auf eine interessante, aber realistische Art behandelt wurden. Als Leser kann man zwar schon lange voraus ahnen, was wirklich hinter Celestes merkwürdigem Verhalten steckt, die Geschichte ist dadurch aber nicht weniger berührend. 

8/10*

Kommentare:

  1. Schöne Rezi! Das hier ist auch so ein Buch, das ich schon EWIG lesen möchte, da ich schon so viele positiven Meinungen gelesen habe, aber einfach nicht dazu komme mit den ganzen Neuerscheinungen. Aber ich hoffe, dass ich es dieses Jahr einmal schaffe :)
    LG Martina

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    1. Danke :D Das Buch lohnt sich echt, ist eine tolle Geschichte und die Charaktere sind echt einzigartig. Wünsche dir dann viel Spass damit. :D

      glg Nadja <3

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