Sonntag, 3. August 2014

[Kurzrezension] Wir beide, irgendwann

Kurzbeschreibung:
Man kann die Zukunft nicht vorhersagen – doch was, wenn man sie beeinflussen kann?

Im Mai 1996 bekommt die sechzehnjährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mit der Hilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später! Geschockt stellt Emma fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Der schüchterne Josh hingegen wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Aber Emma ist nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen, und sie beginnt, die Gegenwart zu verändern. Doch ihr Versuch Schicksal zu spielen hat ungeahnte Folgen ... (Quelle: Goldmann Verlag)

meine Meinung:
Wir beide, irgendwann hat mich durch das Konzept, dass zwei Teenager 1996 ihre zukünftigen Facebook-Profile und damit ihre Zukunft, sehen können, sofort neugierig gemacht. Die Idee klang super interessant und absolut einzigartig, schon wenn man die Kurzbeschreibung liest, fängt man an sich Gedanken zu machen, wie es wohl wäre sein eigenes zukünftiges Facebook-Profil zu sehen oder was man vor ein paar Jahren über das jetzige Profil gedacht hätte.

Die Idee hat somit wirklich einiges an Potenzial und ein Teil davon wird auch ausgeschöpft, die Geschichte regt eindeutig zum Nachdenken an. Dennoch hatte ich aber das Gefühl, dass die Fragen, die sich die Figuren in der Geschichte stellen grösstenteils eher oberflächlich bleiben oder teilweise nicht wirklich beantwortet werden. Trotzdem war es sehr spannend darüber nachzudenken, wie eine kleine Entscheidung unsere ganze Zukunft verändern kann.

Die Geschichte handelt jedoch natürlich nicht nur von der Zukunft der Charaktere, sondern auch von ihrer Gegenwart und somit auch von Themen wie Freundschaft und erste Liebe. Sowohl Emma, als auch Josh entwickeln sich im Verlauf der Geschichte und werden erwachsener. Trotzdem war mir besonders Emma teilweise eher unsympathisch, sie scheint Josh sein zukünftiges Glück nicht zu gönnen und wirkt auch ansonsten oftmals etwas sehr auf sich selbst fokussiert. Mit Josh konnte ich mich da schon eher anfreunden, auch wenn er teilweise vielleicht etwas unbeholfen und naiv wirkte, ist er doch toller Freund und immer für Emma da.

Da die Kapitel immer abwechselnd aus Emmas und Joshs Sicht erzählt werden, ergibt sich eine gewisse Abwechslung, weshalb einem eigentlich nie langweilig wird, besonders weil der Schreibstil auch sehr leicht und flüssig ist. Mir hat aber etwas die Überraschung gefehlt, da man sich eigentlich von Beginn an denken kann, wie die Geschichte enden wird. 

6/10*

Kommentare:

  1. Hallo

    Stimmt voll und ganz. Mir ging auch ein bisschen der Tiefgang ab. Letztendlich sind wir dem Universum egal kann ich dir empfehlen. Schau doch mal bei mir vorbei? http://lese-himmel.blogspot.de/2014/05/meine-rezension-zu-letztendlich-sind.html

    Liebe Grüße, Gisela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hei Gisela :)
      Danke für die Empfehlung, ich schaue mir das Buch auf jeden Fall mal genauer an, deine Rezi klang ja sehr begeistert und hat mich neugierig gemacht. :D

      glg Nadja <3

      Löschen

Ich freue mich über jeden Kommentar. Wenn ihr also meinen Tag ein bisschen verschönern wollt, schreibt mir doch einen Kommentar. ♥ Ich versuche auch immer möglichst schnell zu antworten. :)