Freitag, 28. März 2014

[Kurzrezension] Die Dämonenfängerin: Seelenraub - Jana Oliver

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Kurzbeschreibung:
Riley Blackthorne, Dämonenfängerin in Ausbildung, steht ihr Job sonst wo. Nach dem Überfall der Dämonen auf ein Zunfttreffen sind viele ihrer Kollegen tot oder verletzt – ihr Freund Simon liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Ihr Vater ist von einem mächtigen Totenbeschwörer wiederbelebt und entführt worden. Als ob das nicht reichte, machen ihr noch zwei Männer das Leben schwer: Ori, ein heißer selbständiger Dämonenfänger, und Denver Beck, ein Freund der Familie, der sie ständig bevormundet.. Riley ist fast so weit, Atlanta freiwillig zu verlassen. Aber als mehr und mehr Dämonen in der Stadt auftauchen, schickt der Vatikan schließlich eine eigene Truppe von Jägern, und plötzlich ist der Teufel los. Nur Riley weiß, dass sie der Grund dafür sein könnte. Ein besonders starker Dämon verfolgt sie, und sie wird ihm nicht ewig entkommen…
 
meine Meinung:
Obschon es schon über zwei Jahre her war seit ich den ersten Band der Dämonenfängerin-Reihe gelesen habe ist mir der Einstieg in die Geschichte alles andere als schwer gefallen. Dies lag vor allem an dem sehr nützlichen Rückblick ganz am Anfang des Buches in dem alle Geschehnisse des ersten Teils nochmals kurz zusammengefasst werden.
 
Danach konnte ich mich zusammen mit Riley sofort wieder Mitten ins Geschehen werfen. Auch zu Riley habe ich den Zugang sehr schnell wieder gefunden und mit ihrer humorvollen und unkomplizierten Art war sie mir wieder super sympathisch. Auch fand ich ihre Probleme sehr verständlich und konnte richtig mit ihr mitfühlen. Sie hat echt extrem viel um die Ohren und ist grösstenteils auf sich selbst gestellt, auch wenn sie gut Freunde hat die ihr so viel wie möglich zu helfen versuchen. Bei dem ganzen Stress den sie hat kann ich ihr auch verzeihen, dass sie, besonders was Liebesdinge angeht, teilweise etwas naiv ist.
 
Die Geschichte ist jedoch nicht nur aus Rileys Sicht geschrieben, sondern man erfährt auch immer was Beck gerade so treibt. Für mich ist Beck wirklich so ein kleiner Lieblingscharakter. Er ist zwar alles andere als perfekt, dafür aber umso interessanter. Er und Riley sind zusammen eine sehr explosive Mischung und ich bin sehr gespannt wie sich ihre Beziehung in den weiteren Teilen noch entwickeln wird.
 
Die zwei sind jedoch bei weitem nicht die einzigen spannenden Charaktere in dem Buch. Es gibt auch jede Menge interessante Nebenfiguren. Ich mochte beispielsweise die Entwicklung von Rileys bestem Freund Peter total und auch ihre Freundin Ayden, die eine Hexe ist, fand ich sehr sympathisch. Eine weitere Person, die ich nicht unerwähnt lassen möchte ist Mort, ein Nekromant, der irgendwie sehr mysteriös ist und bei dem man sich immer etwas fragt, ob er wohl nicht etwas verbirgt, den ich aber dennoch schon ins Herz geschlossen habe, weil er einfach so ein aussergewöhnlicher Charakter ist.
 
Nachdem ich mich ja nun ziemlich ausführlich über die Charaktere ausgelassen habe, möchte ich nur noch schnell sagen, dass mich auch die Handlung überzeugen konnte. Die Geschichte wird nie langweilig auch wenn sie nicht immer super actionreich ist, dafür ist sie aber durchaus abwechslungsreich und ich war manchmal echt erstaunt, was Riley so für ein Programm für einen Tag hat, da fühlt man sich dagegen irgendwie total faul.
 
Ich fand auch die Welt, die die Autorin Jana Oliver geschaffen hat super interessant. Auf den ersten Blick sieht sie unserer Welt ziemlich ähnlich, doch dann gibt es natürlich alle diese mysteriösen Wesen und die Menschen wissen auch, dass es diese gibt und so sind diese Dinge irgendwie auch in dieser Welt verankert und doch wirkt die Welt noch beinahe normal. Irgendwie ist es echt schwer zu erklären, aber die ganze Welt hat mich echt fasziniert.
 
9/10*
 
 

Mittwoch, 12. März 2014

[Rezension] Weil ich Layken liebe


Weil ich Layken Liebe - Colleen Hoover 
(Hörbuch) 
zum Inhalt:
Vor sechs Monaten ist Laykens Vater gestorben, nun muss sie zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan ziehen, da sie sich ihr Haus nicht mehr leisten können und Laykens Mutter in ihrer alten Heimat ein Job gefunden hat. Layken ist zuerst alles andere als begeistert von diesem Umzug, doch dies ändert sich schnell. Bereits bei ihrer Ankunft lernt sie ihren neuen Nachbar Will kennen und fühlt sich sofort von ihm angezogen. Die beiden kommen sich näher, doch schon bald wird ihr Glück jäh zunichte gemacht...

meine Meinung:
Weil ich Layken liebe konnte mich schon früh überzeugen. Denn schon gleich zu Beginn merkt man, dass die Geschichte zwar teilweise wirklich traurig ist, doch sie ist nicht so erzählt, dass man sich ständig total niedergeschlagen und hoffnungslos fühlt. Nein, die Geschichte kann auch teilweise richtig lustig sein. Ich habe das Hörbuch jeweils auf meinem Weg zur Schule und wieder nach Hause gehört und teilweise wurde ich von Leuten echt doof angeguckt, weil ich so vor mich hin gegrinst habe.

Zu diesen humorvollen Momenten haben auch zu einem grossen Teil gewisse Charaktere, wie die jüngeren Brüder von Layken und Will, die sofort beste Freunde werden, beigetragen. Beide sind total süss und besonders Laykens Bruder Kel hat einen ziemlich eigenen Kopf und auch ziemlich viele einzigartige Ideen.
Doch neben den zwei muss ich natürlich auch Eddie, Laykens neue beste Freundin, erwähnen. Sie ist echt die coolste beste Freundin, die man sich vorstellen kann und obschon sie eigentlich, wie so ziemlich alle Figuren in dem Buch, einen ziemlich traurige Geschichte hat, hat sie eine tolle Einstellung zum Leben. Ausserdem konnte ich bei der Geschichte wie sie ihren Freund kennen gelernt hat, kaum aufhören zu lachen.

Natürlich will ich aber auch die Hauptpersonen Layken und Will nicht vergessen. Zwischen den beiden stimmt einfach von Anfang an die Chemie, weshalb ich auch nachvollziehen konnte, wie sie sich so schnell ineinander verliebt haben. Später müssen die beiden wirklich viel durchmachen, doch ich mochte sehr, wie sie sich immer aufeinander verlassen konnten. Sie passen sehr gut zusammen und ich habe immer mit ihnen mitgefiebert und gehofft, dass sie doch noch irgendwie ein Happy End bekommen.

Dennoch muss ich zugeben, dass mich Layken teilweise etwas genervt hat, da sie etwas überdramatisch war. Sie hat es echt nicht leicht und in ein paar Situationen konnte ich sie echt verstehen, wenn sie einfach nur heulen wollte und oftmals hatte sie echt Grund für ein dramatisches Verhalten. Doch wenn es um die Beziehung zu Will geht, fand ich ihre Reaktionen teilweise übertrieben. Sie denkt oft auch einfach erstmal nur daran wie sie sich fühlt und nicht, dass es Will genauso schlecht gehen könnte.

Allerdings fand ich ihre Reaktionen, wie schon gesagt, teilweise auch wirklich gerechtfertigt, die Geschichte behandelt nämlich wirklich ernste Themen. Layken und auch Will und natürlich ihre Brüder mussten und müssen alle wirklich schlimme Dinge erleben. Die Geschichte regt auch sehr zum Nachdenken an, besonders wenn es um das Thema Tod geht.

Nun noch zu den Aspekten, die sich direkt auf das Hörbuch beziehen. Was mir sehr gut gefallen hat war, die Poetry Slam Teile. Ich habe das Gefühl beim Lesen wären diese Texte nicht so gut rübergekommen, wie wenn man sie wirklich vorgetragen hört. Ich mochte diese Teile sehr und fand auch dass die Sprecherin dies nicht schlecht gemacht hat.

In anderen Teilen ist mir die Sprecherin aber eher negativ aufgefallen. Zu Beginn mochte ich ihre Stimme irgendwie echt nicht. Mit der Zeit habe ich mich zwar etwas daran gewöhnt, dennoch fand ich, dass Layken durch die Sprecherin teilweise etwas zickig und nervig gewirkt hat. Ausserdem wurden die Emotionen manchmal nicht ganz richtig herübergebracht, ich glaube mit einer anderen Sprecherin hätte mich die Geschichte vielleicht noch ein bisschen mehr berühren können. 

Fazit:
Insgesamt fand ich Weil ich Layken liebe sehr gut. Die Geschichte ist teilweise richtig traurig, teilweise lustig, hat eine tolle Liebesgeschichte, absolut liebenswerte Nebencharaktere und regt zum Nachdenken an. Mein grösster Kritikpunkt war leider die Sprecherin, deren Stimme ich nicht wirklich mochte und die teilweise auch etwas emotionslos gelesen hat.

8/10*


Buchinfos:

Titel: Weil ich Layken liebe

Autor: Colleen Hoover

Verlag: Jumbo Verlag

Erschienen: 24. Januar 2014

Gesamtspielzeit: ca. 560 Minuten




Autoreninfos:

Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Ihren Erstling "Weil ich Layken liebe" veröffentlichte sie zunächst als E-Book und stand damit - ebenso wie mit dem aus Wills Sicht erzähltem Folgeband - sofort auf der New York Times Bestsellerliste. Mittlerweile hat sie drei Romane publiziert, die alle Bestseller wurden.



Herzlichen Dank an Blogg dein Buch und den Jumbo Verlag!



Quellen: www.jumboverlag.de; www.amazon.de


Montag, 10. März 2014

[Lesestatistik] Februar

Auch im Februar bin ich nicht super viel zum Lesen gekommen. Aber da der Februar der kürzeste Monat des Jahres ist, finde ich das nicht so schlimm. ;)
 
Ausserdem wird es wohl in den nächsten paar Monaten immer so sein, da ich im Juli meinen Abschluss mache und bis dahin schon nur für die Prüfungen noch etwa 15 Bücher lesen muss.
 
Jedenfalls habe ich mich mit dem Bücher kaufen zurück gehalten und habe deshalb nur zwei Neuzugänge. Im März wird das dann allerdings schon wieder anders sein, so viel weiss ich schon jetzt. :P
 
 
Gelesen:
 
Gesamt Seitenzahl: 2246 Seiten
 
Top/Flop:
 
Mein Top war diesen Monat klar Godspeed - Die Ankunft. Der Abschluss der Godspeed-Trilogie war, wie auch schon die anderen Teile, einfach nur toll. Alle drei Teile konnten mich voll und ganz überzeugen und ich würde am liebsten direkt damit beginnen, sie zu re-readen, was mein SuB aber leider nicht zulässt.
 
Beim Flop ist es diesen Monat etwas schwierig, da ich von den anderen Büchern zwei mit 7* und eines mit 6* bewertet habe. Die Bücher waren somit nicht schlecht, aber so ganz überzeugen konnten sich mich auf nicht. Wenn ich etwas wirklich als Flop bezeichnen würde, dann die erste Hälfte von Ashes - Ruhelose Seelen, da musste ich mich anfangs wirklich durchquälen.  
 
Neuzugänge:
Es wird keine Helden geben - Anna Seidl
Weil ich Layken liebe - Colleen Hoover (Hörbuch)
 
Leseplan:
Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob es wirklich Sinn macht einen Plan aufzustellen, da ich mich soweit ich mich erinnern kann, kaum jemals wirklich daran gehalten habe. ;)
 
Zwei Bücher die ich aber eigentlich schon letzten Monat lesen wollte und die ich diesen Monat noch unbedingt schaffen will sind:
Plötzlich Prinz: Das Erbe der Feen - Julie Kagawa
und
Die Feuerkrone - Rae Carson 
 
Mein SuB:
53 Bücher
 
Ich hoffe ihr seid gut in den März gestartet, ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf, dass es jetzt endlich wieder wärmer wird und der Frühling beginnt.
 
glg Nadja
 

Donnerstag, 6. März 2014

[Rezension] Ashes 3.1

Ashes: Ruhelose Seelen - Ilsa J. Bick

zum Inhalt:
Alex kämpft in dem einstürzenden Bergwerk ums Überleben, als sie ausgerechnet von Wolf gerettet wird. Weshalb tut er das, weshalb beschützt er Alex? Gibt es für die Veränderten vielleicht doch noch Hoffnung? Niemand weiss schliesslich wirklich, was mit ihnen geschehen ist, als sie sich verändert haben und ob diese Veränderung nicht vielleicht doch rückgängig gemacht werden kann. Im Moment ist Alex in der Nähe der Veränderten aber ständig in Gefahr und sie kann nur hoffen, dass Wolf sie weiterhin verteidigen wird. Doch dies ist nicht ihr einziges Problem, denn auch sie selbst scheint sich zu verändern und das Monster in ihrem Kopf wird immer stärker...
meine Meinung:
Ruhelose Seelen ist der dritte Teil der Ashes-Tetralogie, die im Original eigentlich nur eine Trilogie ist. Der Egmont INK Verlag hat den letzten Teil jedoch aufgrund seiner Länge in zwei Teile aufgespalten. Ich werde Ruhelose Seelen aber als eigenständiges Buch betrachten, da ich den letzten Teil auch noch gar nicht gelesen habe.
Der Anfang des Buches hat sich für mich erst einmal sehr verwirrend gestaltet. Die Geschichte setzt nämlich genau dort ein, wo der letzte Teil aufgehört hat und wenn man die Geschehnisse des letzten Teils nicht mehr ganz präsent hat ist man ziemlich verloren. Daher würde ich allen empfehlen die vorherigen Teile zuvor am besten nochmals zu re-readen oder zumindest eine Zusammenfassung zu lesen, es gibt sogar eine von Ilsa J. Bick auf der Seite des Verlags. Ich musste mich durch den ersten Teil nämlich ziemlich durchquälen, bis ich mich endlich wieder an alles einigermassen erinnern konnte.
Auch die Sache mit den Charakteren war für mich zuerst ein grosses Problem, denn ehrlich gesagt hatte ich auch von diesen keine Ahnung mehr und gerade viel Erklärung bekommt man auch hier nicht. Ausserdem sind es auch ziemlich viele verschiedene Charakteren, denen man im Buch begegnet, es gibt allein schon etwa sechs verschiedene Sichtweisen.
Für meinen Geschmack war dies etwas viel, da sehr häufig zwischen den Charakteren und Schauplätzen gewechselt wurde. So hatte ich auch am Anfang der Geschichte das Gefühl, als würde nicht wirklich viel passieren, jedenfalls nichts Wichtiges. Nur unnötig brutale Szenen gab es einige. Natürlich gab es auch in den beiden vorherigen Teilen ziemlich eklige Stellen, doch dieses Mal hat die Autorin nochmal einen drauf gelegt und teilweise konnte ich wirklich kaum weiterlesen, weil die Szenen so grausam waren. Für meinen Geschmack hat es die Autorin dieses Mal wirklich ein bisschen übertrieben, besonders mit der Ausführlichkeit ihrer Beschreibungen.
Nachdem man aber den etwas schweren Einstieg in die Geschichte geschafft hat, wird es in der zweiten Hälfte des Buches richtig spannend und ich begann auch die verschiedenen Sichtweisen zu mögen, da nun auch überall etwas Interessantes geschieht. Man kann das Buch eigentlich kaum mehr aus der Hand legen, da es durch die vielen Wechsel wirklich nie langweilig wird, auch wenn ich oftmals gerne ein bisschen länger bei einem bestimmten Charakter geblieben wäre.
Durch die vielen Wechsel kam für mich nämlich die Entwicklung der Figuren etwas zu kurz. Natürlich kennt man sie eigentlich alle schon, dennoch hätte man die Charaktere nochmals etwas vertiefen können. Die Autorin scheint allerdings mehr auf Action zu setzten, was allerdings auch nicht schlecht funktioniert. Eine grosse Stärke von Ashes ist auch, dass man sich als Leser ständig fragt, wie man sich wohl verhalten würde, wenn man selbst in so einer Situation wäre, was man alles tun würde um zu überleben.
Glücklicherweise gibt es aber nicht nur Action, sondern man findet auch endlich einiges heraus, was eigentlich wirklich hinter gewissen Dingen steckt und man erfährt etwas mehr über die Beweggründe einiger Personen. Doch obschon teilweise Geheimnisse gelüftet werden bleibt noch einiges offen und somit gibt es viel Potenzial für das grosse Finale. Ich hoffe nur dort werden wirklich alle Fragen beantwortet.
Fazit:
Der Einstieg ins Buch viel mir leider unglaublich schwer und eigentlich hat mir fast die gesamte erste Hälfte nicht wirklich gefallen. Glücklicherweise holt die Geschichte danach aber noch einiges auf und auch wenn mir dieser Teil nicht ganz so gut gefallen hat, sehe ich doch viel Potenzial für das Finale.
6/10*

Buchinfos:
Titel: Ashes - Ruhelose Seelen
Autor: Ilsa J. Bick
Verlag: Egmont INK
Erschienen: 09.08.2013
Seitenzahl: 448 Seiten
Gebunden: 17,99 €, 25,90 SFr.

Autoreninfos:
Ilsa J. Bick ist Kinder- und Jugendpsychiaterin, Möchtegernchirurgin und ehemalige Air Force Majorin, widmet sich mittlerweile aber ganz ihrem Autorinnendasein. Am liebsten schreibt sie Jugendbücher und Kurzgeschichten, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde.

Samstag, 1. März 2014

[Rezension] Seelenkuss

Seelenkuss - Lynn Raven

zum Inhalt:
Als Hauptmann Réfen erfährt, dass im Kerker des Schlosses ein Gefangener jede Nacht schrecklich gefoltert wird, kann er sich zuerst gar nicht vorstellen, dass Königin Seloran so etwas tun würde. Doch die Königin hat sich in letzter Zeit verändert, auch ihre jüngere Schwester Prinzessin Darejan erkennt ihre Schwester kaum mehr wieder. Warum ist ihre Schwester so kalt geworden? Bevor Darejan sich näher mit dieser Frage beschäftigen kann, überschlagen sich die Ereignisse plötzlich und sie findet sich zusammen mit dem geheimnisvollen Fremden auf der Flucht wieder. Auf der Flucht vor ihrer eigenen Schwester. Doch ist Seloran überhaupt noch sie selbst oder wird sie wirklich von einer dunklen Macht kontrolliert. Darejan weiss, Antworten kann sie nur von ihrem namenlosen Begleiter erhalten, doch dieser scheint durch die Folter den Verstand verloren zu haben...
meine Meinung:
Obschon ich eigentlich ein grosser Fan von Lynn Raven bin und ihre Werke "Der Kuss des Kjer" und "Blutbraut" zu meinen Lieblingsbüchern gehören, bin ich nicht mit allzu hohen Erwartung an "Seelenkuss" herangegangen, da ich vorher eher negatives darüber gehört habe. Da meine Erwartungen also nicht allzu hoch waren, wurde ich sogar beinahe positiv überrascht, leider aber wirklich nur beinahe.

Der Beginn der Geschichte hat mir eigentlich gut gefallen, auch wenn man ohne grosse Erklärungen einfach ins Geschehen hinein geworfen wird. Ich fand die Grundidee, eigentlich wirklich gut und ich war gespannt darauf mehr über diese Welt, die Nekromanten und die DúnAnór herauszufinden. Doch genau hier liegt einer meiner Kritikpunkte, man erhält kaum Erklärungen, was es mit diesen genau auf sich hat und auch von der ganzen Welt, in der die Geschichte spielt erhält man nur eine vage Ahnung. Ich hätte mir wirklich mehr Erklärungen gewünscht, da die Geschichte so leider teilweise etwas verwirrend war und ich mir gewisse Dinge auch einfach gar nicht richtig vorstellen konnte.

Dabei hat die Autorin die Landschaft und die Orte, an denen Darejan und der Unbekannte vorbei kommen wirklich toll beschrieben. Ihr Schreibstil ist sehr bildhaft, aber nicht übertrieben langatmig. Ein paar der Orte wurden wunderschön beschrieben und auch die Atmosphäre der Geschichte war wirklich faszinierend. Man besucht zusammen mit Darejan viele verschiedene Orte, die teilweise auch sehr rätselhaft oder sogar etwas unheimlich sind.

Die Handlung konnte mich leider nur bedingt überzeugen. Im Grunde wäre die Geschichte nämlich durchaus interessant und spannend gewesen, doch ich hatte das ganze Buch immer etwas das Gefühl nur langsam vorwärts zu kommen. Dies lag wohl hauptsächlich daran, dass ich lange den Eindruck hatte, dass auch Darejan und der Unbekannte ihrem Ziel nicht wirklich näher kommen und eher auf der Stelle treten. Denn eigentlich fehlte es der Geschichte nicht an Action und gefährlichen Situationen.

Ein weiteres Problem waren für mich die Charaktere. Darejan war mir zwar durchaus sympathisch und auch der rätselhafte Unbekannte fand ich interessant, doch ich hatte das Gefühl die restlichen Charaktere blieben sehr oberflächlich und wurden kaum entwickelt. Ich hatte das Gefühl die Figuren tauchen auf, erfüllen ihre Aufgabe für die Geschichte und sterben oder verschwinden danach einfach. Die einzige Ausnahme wäre hier vielleicht Réfen, der besonders anfangs eine wichtige Rolle spielt und über dessen Hintergrund man zumindest ein bisschen was erfährt.

Doch um auf Darejan und den Unbekannten oder den Verrückten, wie er in der Geschichte auch gerne genannt wird, zurück zu kommen. Zwischen den beiden entwickelt sich natürlich eine Liebesgeschichte und hier hätte ich bei einem Buch von Lynn Raven, einfach ein bisschen mehr erwartet. Es war nicht so, als wäre die Liebesgeschichte richtig schlecht, aber leider hat die Chemie für mich nicht hundertprozentig gestimmt. Dies lag wohl zu einem nicht unbedeutenden Teil auch daran, dass der Unbekannte für einen grossen Teil des Buches sein Gedächtnis verloren hat, es ihm auch sonst nicht gerade gut geht und er auch ständig ins Verrücktsein abgleitet. Dies bedeutet, dass er eigentlich oft gar nicht viel sagt oder dann Darejan als Mörderin bezeichnet, obschon er sich nicht daran erinnern kann, wen sie getötet haben soll.
Fazit:
Ich hatte bei diesem Buch einige Kritikpunkte, was wohl zu einem grossen Teil auch daran liegt, dass ich von der Autorin einfach Besseres gewohnt bin, besonders was die Charaktere und Liebesgeschichte angeht. Insgesamt würde ich das Buch nämlich keinesfalls als schlecht bezeichnen und ich habe die Lesestunden, die ich damit verbracht habe durchaus genossen. Dennoch würde ich allen, die einmal ein Buch von Lynn Raven lesen wollen, eher "Blutbraut" oder "Kuss des Kjer" empfehlen.

7/10*

Buchinfos:
Titel: Seelenkuss
Autor: Lynn Raven
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 9. Dezember 2013
Seitenzahl: 576 Seiten
Gebunden: 14,99 €, 21,90 SFr.

Autoreninfos:
Lynn Raven lebte in Neuengland, USA, ehe es sie trotz ihrer Liebe zur wildromantischen Felsenküste Maines nach Deutschland verschlug. Nachdem sie zwischenzeitlich in die USA zurückgekehrt war, springt sie derzeit nicht nur zwischen der High- und der Dark-Fantasy hin und her, sondern auch zwischen den Kontinenten.

Herzlichen Dank an Blogg dein Buch und den cbt Verlag!