Donnerstag, 12. Juli 2012

Gebannt

Gebannt: Unter fremdem Himmel - Veronica Rossi

zum Inhalt:
Der grösste Teil von Arias Leben spielt sich virtuell ab, sie lebt in einer perfekten Welt. In einer Welt in der sie alles tun kann, ohne die Folgen zu spüren, es gibt keine Unfälle oder Krankheiten, kein Schmerz und niemand stirbt jung. Doch dann geschieht etwas, womit Aria nie gerechnet hätte und ihr ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt. Sie wird in der richtigen Welt ausgesetzt. Eigentlich sind ihre Chancen zu überleben gleich Null, doch dann trifft sie auf Perry. 
Perry lebt in der wirklichen Welt, diese ist schrecklich und brutal. Unfälle, Krankheiten und Schmerz liegen an der Tagesordnung und auch das jemand schon sehr jung stirbt ist keine Ausnahme. Er ist alles andere als begeistert von der Aussicht Zeit mit Aria verbringen zu müssen, doch sie ist seine einzige Chance seinen Neffen, welcher entführt worden ist, wieder zu finden. Denn auch Aria ist auf der Suche nach jemandem den sie liebt, sie sucht ihre Mutter...

meine Meinung:
Auch wenn es mir weh tut, ich muss sagen am Anfang hat mir Gebannt ganz und gar nicht gefallen. Schon nach etwa 5 Seiten war ich kurz davor das Buch abzubrechen. Mein Problem war, dass man direkt in die Handlung hineingeworfen wird, ohne das man überhaupt versteht was gerade abgeht, ausserdem geht es auch noch direkt um irgendein technisches Zeug, was ich wirklich gar nicht mag, weil ich das auch nie verstehe und es mich echt nicht interessiert. Ausserdem war mir Aria auch gleich von der ersten Seite an unsympathisch. Dabei hatte ich gerade mal 5 Seiten gelesen. Tja, genau dies Stellte sich dann als mein Glück heraus, denn ich dachte mir dass ich ein Buch doch nicht schon so früh abbrechen könne. Daher lass ich weiter und eins kann ich euch versprechen, übers abbrechen habe ich keine Sekunde mehr nachgedacht...

Etwa ab Seite 20 hat mich die Geschichte gefesselt, da sie wirklich spannend wurde und spätestens nachdem Aria in die Aussenwelt verstossen wurde und auf Perry traf war ich davon überzeugt, dass sie und ich uns trotz unserem schlechten Start sicher noch anfreunden werden. 
Dass man die Geschichte nicht nur aus der Sicht von Aria sondern auch aus der Sicht von Perry erzählt bekommt fand ich gerade bei diesem Buch sehr gut und vor allem auch sinnvoll. Denn dadurch dass die beiden aus vollkommen unterschiedlichen Welten kommen sehen sie die Dinge auch sehr unterschiedlich. Zudem erfährt man so auch über die jeweiligen Welten mehr, was bei nur einer Sichtweise nicht möglich gewesen wäre. Sowieso fand ich die Welt in Gebannt wirklich faszinierend, ein bisschen schade fand ich aber das man so gut wie nichts darüber erfahren hat, weshalb sich die Welt so verändert hat oder auch was es mit dem Äther genau auf sich hat. Allerdings hoffe ich darauf dass es in den Folgebänden zu diesem Thema noch ein bisschen mehr Informationen geben wird. 

Perry und Aria sind während einem grossen Teil der Geschichte allein unterwegs und da die Geschichte aus ihrer Sicht geschrieben ist, sind sie auch eindeutig die beiden Personen über die man am meisten erfährt. Über die anderen Figuren erfährt man nicht besonders viel, dennoch gab es ein paar die ich wirklich interessant fand, besonders Roar fand ich sehr sympathisch.
Perry hat mich dadurch, wie sehr er seinen Neffen liebt, sofort für sich eingenommen. Auch wenn er sich Aria gegenüber anfangs ziemlich kalt verhält, weiss man doch dass er ein Herz hat. Obschon Perry manchmal ziemlich hart und brutal sein kann, fand ich ihn irgendwie süss. Seine besonderen Sinne und die Wahrnehmungen die er dadurch hat fand ich sehr interessant und ich habe gern darüber gelesen.
Bei Aria hat es hingegen, wie schon erwähnt, ein bisschen länger gedauert bis sie mich überzeugen konnte, dass sie keine verwöhnte Zicke ist, schliesslich hat sie mich aber davon überzeugt. Es hat sich sogar gezeigt, dass sie eine richtige Kämpferin ist, die nicht so schnell aufgibt und auch ihren Willen durchsetzen kann.

Was mir an Gebannt aus sehr gut gefallen hat ist die Beziehung von Perry und Aria. Die beiden haben sich nämlich Ausnahmsweise nicht gleich auf den ersten Blick ineinander verliebt und haben dann den Rest der Geschichte nichts anderes mehr getan als sich gegenseitig an zu himmeln. Nein, ihre Beziehung hat sich langsam aufgebaut und wurde immer stärker, dennoch blieb sie realistisch und die beiden haben dabei nicht ihren Verstand eingebüsst und sich für den anderen verändert. Zudem wird die Liebesgeschichte nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt, worüber ich froh war, da Gebannt noch viel mehr zu bieten hat. Dennoch spielt die Liebesgeschichte eine wichtige Rolle.

Beim Cover zu Gebannt ging es mir zu Beginn ähnlich wie bei der Geschichte selbst. Auf den Bildern die ich im Internet gesehen habe gefiel es mir irgendwie nicht wirklich. Als ich es dann aber in Natura sah und das Buch in der Hand hielt musste ich zugeben dass es doch irgendwie etwas hat. Mir so richtig zu gefallen fing es aber erst an, als ich das Buch mal aufschlug und das mintgrüne/mintblaue Papier sah mit welchem der Buchdeckel innen ausgekleidet ist, irgendwie gefällt mir die Farbe nämlich total. Danach habe ich den Schutzumschlag mal abgenommen und als ich sah wie schön das das Buch auch darunter aussieht war es endgültig um mich geschehen. Inzwischen finde ich Gebannt zu den besten und auch den schönsten Büchern in meinem Regal.

Fazit:
Obschon mit Gebannt auf den ersten Seiten ziemlich abgeschreckt hat, bin ich jetzt mehr als nur froh das ich durchgehalten habe. Die Geschichte ist spannend, hat sympathische Helden und sowieso alles was eine gute Dystopie und Geschichte allgemein braucht. Eine klare Leseempfehlung.

9/10*

Buchinfos:
Titel: Gebannt - Unter fremdem Himmel
Autor: Veronica Rossi
Verlag: Oetinger Verlag
Erschienen: März 2012
Seitenzahl: 432 Seiten
Gebundene Ausgabe

Autoreninfos:
Veronica Rossi, in Rio de Janeiro/Brasilien geboren, zog in ihrer Kindheit oft um und lebte in Mexiko, Venezuela, an der Ostküste der USA und schließlich in Kalifornien. Hier besuchte sie die Universität und studierte Schöne Künste am Californian College of the Arts in San Francisco. Heute lebt sie mit ihrer Familie im Norden Kaliforniens und arbeitet als freie Autorin. Sie schreibt vor allem futuristische Romane für junge Erwachsene. Erste Ehren erwarb sie mit bisher unveröffentlichten Manuskripten auf amerikanischen Autoren-Wettbewerben, wo sie in der Kategorie Fantasy und Science Fiction auf den vordersten Plätzen rangierte. GEBANNT - UNTER FREMDEM HIMMEL, eine Liebesgeschichte in postapokalyptischen Zeiten, ist ihre erste Buchveröffentlichung und der erste Teil einer Trilogie. 

Kommentare:

  1. Schöne Rezension! Auf das Buch bin ich auch noch ganz scharf.
    Zu deinem Kommentar: Du hast recht, es wird definitiv Zeit für einen neuen Trend!

    Liebe Grüße
    Elle

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    1. Oh gott, wie peinlich! Ich habe deinen Kommentar mit dem einer anderen verwechselt. Tut mir schrecklich leid!
      Um jetzt zu DEINEM Kommentar zu kommen: Klar kann man von Anfang erahnen, wen die Protagonistin bevorzugt. Aber macht es das wirklich besser? Dieses Unvorhergesehene wäre das einzige, was mir als wirklich Pluspunkt einfallen würde.
      Das mit dem unscheinbar finde ich auch gar nicht schlimm, jeder Protagonist sollte seinen eigenen Charakter haben. :) Trotzdem scheinen sie mir jetzt nicht besonders herausstechend zu sein. Und wie kommen denn dann die ganzen Typen auf sie? Bella ist natürlich eine Ausnahme, obwohl mir die Bücher nicht sonderlich gefallen haben. Waren aber ja auch die ersten seit langem, in denen eine Dreiecksgeschichte vorkam.
      Und ich sehe es genauso, diese beeinflussbaren Püppchen als Protagonistinnen sind furchtbar.

      Liebe Grüße und nochmal Entschuldigung
      Elle

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    2. Erst mal Danke!
      Ist echt nicht schlimm das du den Kommentrar verwechselt hast, kann jedem mal passieren.
      Zum ersten Punkt, also damit wollte ich einfach sagen, dass ich oft gar nicht das Gefühl habe dass es eine Dreiecksgeschichte ist.
      Mit dem zweiten Punkt hast du schon irgendwie Recht, manchmal frage ich mich da auch weshalb jetzt die Typen gerade auf sie stehen. Aber oft finde ich gibt es schon irgendwetwas besonders an den Protagonistinnen.

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  2. das hat dir echt gut gefallen :D :O
    ich fand so viele kritikpunkte daran...
    najaaaaaa :D

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    1. Hm viele Dinge sind halt auch irgendwie ansichtssache.

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