Sonntag, 1. April 2012

Rosendorn

Rosendorn - Jenna Black

zum Inhalt:
Nachdem ihre alkoholsüchtige Mutter sie mal wieder vor ihrer ganzen Schule bloßgestellt hat, beschliesst die sechzehnjährige Dana, dass es nicht so weiter gehen kann. Sie nimmt Kontakt zu ihrem Vater, den sie bisher noch nie gesehen hat, auf und flüchtet zu ihm nach Avalon. Leider weiss Dana fast nichts über ihren Vater, ausser dass er eine Fee ist. So kommt es, dass sie völlig ahnungslos in Avalon ankommt und sich schon bald wünscht nie von zu Hause weggegangen zu sein. Denn weil ihr Vater in Avalon ein sehr hohes Tier ist und Dana als Halbfee über erstaunliche und besonders seltene Kräfte verfügt, wird sie sofort in einen Machtkampf hinein gezogen. Sie hat keine Ahnung, wer es wirklich gut mit ihr meint, und wer sie nur wegen ihren Kräften auf seiner Seite haben will...

meine Meinung:
Nachdem mir Plötzlich Fee so gut gefallen hat, wollte ich mich auch mal an ein anderes Feen-Buch wagen. Da habe ich Rosendorn entdeckt und nachdem mir der Klappentext wirklich gut gefallen hat, war für mich klar, ich hatte mein nächstes Feen-Buch gefunden.
Durch Plötzlich Fee waren meine Ansprüche an Rosendorn ziemlich hoch, von daher war ich zuerst auch ein bisschen enttäuscht, denn Rosendorn hat mich, anders als Plötzlich Fee, nicht in eine tolle, märchenhafte Welt entführt. Die ganze Geschichte spielt nämlich in Avalon und vom Feenreich ist zwar öfters mal die Rede, besucht wird es aber nie. Auch ansonsten hat Rosendorn nicht wirklich viele Ähnlichkeiten mit Plötzlich Fee, was aber eigentlich auch ganz gut so ist, schliesslich will man ja nicht zweimal dieselbe Geschichte lesen, und deshalb werde ich jetzt auch aufhören die beiden Geschichten zu vergleichen. Ich wollte das nur kurz erwähnen.

Avalon ist eine wirklich ganz und gar einzigartige Stadt. Denn dort treffen sich die Menschen- und die Feenwelt, es ist der einzige Ort auf der ganzen Welt, an dem sowohl Menschen, als auch Feen leben können. Auch das politische System von Avalon ist ziemlich einzigartig, was Dana, die leider viel zu wenig über Avalon, und auch über ihren Vater, weiss ziemlich schnell zum Verhängnis wird. Denn ihre Flucht war ziemlich überstürzt und anstatt in Avalon ein normales und ruhiges Leben anfangen zu können, steht sie plötzlich im Mittelpunkt eines politischen Machtkampfes. Genau wie Dana weiss man auch als Leser eigentlich während der ganzen Geschichte nicht, wem man trauen kann. Die ganze Geschichte ist voller Intrigen, unerwarteter Wendungen und zudem ziemlich temporeich. Dabei sind für mich leider die Erklärungen ein bisschen zu kurz gekommen, ich hätte sehr gern noch mehr über Avalon, Faerie (das Feenreich) und Danas Kräfte, sowie die Kräfte der Feen allgemein erfahren. Da Rosendorn allerdings der erste Band einer Trilogie ist, habe ich die Hoffnung, dass in den nächsten Bänden noch mehr Erklärungen folgen.

Dana war für mich eine wirklich sympathische Ich-Erzählerin, durch die Alkoholsucht ihrer Mutter musste sie schon früh erwachsen werden und Verantwortung übernehmen. Dennoch merkt man oft, dass sie halt doch noch sehr jung ist, gerade weil sie oft sehr überstürzt und unüberlegt handelt. Manchmal hat mich das auch ein bisschen genervt, obschon es eigentlich verständlich ist, schliesslich muss sie sich in einer völlig neuen Umgebung und völlig neuen Situation zu Recht finden und hat zudem keine Ahnung, wer Freund und wer Fein ist. Ihr Alter bemerkt man auch gut, wenn sie mit Ethan zusammen ist, denn sie hat noch nicht wirklich viel Erfahrung mit Jungs.
Ihre Gedanken waren immer sehr amüsant und haben mich manchmal wirklich zum lachen gebracht.

Andere wichtige Personen sind Ethan, Kimber, sowie Danas Eltern. Ethan und Kimber fand ich sofort sympathisch, besonders ihre Streitereien waren wirklich amüsant, allerdings wirken sie auch geheimnisvoll, weil man nicht weiss, was ihre Motive sind. Später verlieren sie ein bisschen an Sympathie, vor allem Ethan, aber unsympathisch waren sie mir nie. Anders sieht es da bei Danas Eltern aus, beide wirkten auf mich von Anfang an unsympathisch, bei Danas Mutter ändert sich das im Verlauf der Geschichte zumindest ein bisschen, weil man merkt, dass ihr Verhalten einen guten Grund hat, Danas Vater hingegen stand ich während der ganzen Geschichte misstrauisch gegenüber, irgendwie hat er mich nicht so überzeugt. Mal sehen wie sich dass alles in den nächsten Bänden weiter entwickelt.

Das Cover des Buches gefällt mir eigentlich wirklich gut, ich vermute das Mädchen sollte Dana darstellen, was eigentlich noch passen könnte, auch wenn ich sie mir etwas anders vorgestellt habe. Mit der Farbe des Kleides und den Rosenblättern habe ich allerdings ein bisschen Probleme, denn eigentlich gehört Dana zum Sommerhof und der wird durch weisse Rosenblätter symbolisiert, rote gehören zum Winterhof. Naja egal, die innere Gestaltung des Buch hat mir auch gut gefallen, am Anfang jedes Kapitels sind nochmals Rosenblätter abgebildet, was sehr schön aussieht.

Fazit:
Eine spannende Feen-Geschicht, an der ich aber leider das märchenhafte etwas vermisst habe. Dennoch freue ich mich jetzt schon auf den zweiten Band, sofern er überhaupt auf Deutsch erscheint, denn leider wurde der PAN-Verlag ja aufgelöst.

8/10*


Buchinfos:
Titel: Rosendorn
Autor: Jenna Black
Verlag: PAN Verlag
Erschienen: 3. Februar 2012
Seitenzahl: 400 Seiten
Broschiert

Autoreninfos:
Jenna Black studierte Anthropologie und Französisch an der Duke University in North Carolina. Sie arbeitete in unterschiedlichen Berufen, bevor sie als Autorin erfolgreich wurde. »Rosendorn« ist ihr erster Jugendroman. Mehr erfahren Sie im Internet unter: www.jennablack.com

(Quellen: www.amazon.de; www.pan-verlag.de) ,

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