Montag, 23. Januar 2012

Meridian - Dunkle Umarmung



Meridian: Dunkle Umarmung - Amber Kizer

zum Inhalt:
Das Leben der 16jährigen Meridian war noch nie einfach, irgendwie scheint alles in ihrer Umgebung zu sterben. Ständig findet sie tote Tiere um sich herum. Je älter sie wird, desto größer werden die Tiere. Sie hat keine Ahnung weshalb das so ist, bis ihre Eltern sie am an ihrem 16. Geburtstag ohne irgendeine Erklärung zu ihrer Tante schicken. Erst dort erfährt sie, wer sie wirklich ist. Sie ist eine Fenestra, ein Fenster, durch das die Seelen der Toten in den Himmel gelangen. Doch sie schwebt in Gefahr, denn ihre Aufgabe ist nicht einfach. Zudem haben die Fenestrae auch Feinde und mit denen ist nicht zu Spassen...

meine Meinung:
Nachdem man Meridian kurz kennen lernt, wird man sofort ins Geschehen hineingeworfen, genau wie Meridian hat man auch als Leser das Gefühl nicht Recht zu wissen, was mit einem geschieht. Meridian wird von ihren Eltern einfach so auf den Weg zu einer Tante geschickt, die sie so gut wie gar nicht kennt und die zudem auch noch am anderen Ende des Landes wohnt. Dort erfährt sie dann, dass sie eine Fenestra ist, wie ihre Tante, eigentlich Grosstante, auch.
Die Idee mit den Fenestrae fand ich sehr interessant und die Erklärungen, die man als Leser dazu bekommt sind sehr anschaulich und gut ausgearbeitet. Die Atmosphäre der Geschichte ist ziemlich düster, schließlich handelt sie auch viel vom Tod. Dennoch musste ich manchmal sogar ein bisschen lachen, weil die Dialoge zwischen Meridian und Tens, der eine Art Helfer ihrer Grosstante ist, wirklich toll sind.

Den Schreibstil der Autorin und ihre Art die Geschichte zu erzählen mochte ich wirklich sehr. Ihre Beschreibungen rund um die Fenestrae, wer sie sind, was sie tun und so weiter, fand ich wirklich sehr gelungen. Außerdem erzählt sie die Geschichte so, dass sie nie langweilig wird, auch wenn einmal nicht so viel geschieht. Und auch die Liebesgeschichte zwischen Meridian und Tens baut sie sehr schön auf, denn obwohl diese von Beginn an vorherzusehen ist, entwickelt sie sich erst im Verlauf der Geschichte richtig schön.

So ist es auch mit Meridian, am Anfang ist sie eine Außenseiterin, sie weiss nicht, was mit ihr los ist, weshalb alle um sie herum sterben. Zudem hat sie immer schreckliche Schmerzen, die keinen Grund zu haben scheinen. Doch nachdem sie erfährt, dass es nicht ihre Schuld ist das sterbende Seelen zu ihr kommen und ihre Tante ihr hilft zu lernen, wie sie die Seelen der Verstorbenen durch sich hindurch lassen kann, ohne selbst verletzt zu werden, lebt sie auf. Sie ist sehr stark, was sie als Fenestra auch sein muss. Insgesamt ist sie nicht gerade mein Lieblingscharakter, dafür konnte ich sie manchmal einfach zu wenig verstehen, obwohl die Geschichte aus ihrer Sicht geschrieben ist, aber dennoch war sie mir sympathisch.

Über die anderen Figuren erfährt man leider nicht so viel, was auch ein kleiner Kritikpunkt meinerseits wäre, denn so schön, wie das Wesen der Fenestrae ausgearbeitet ist, so wenig erfährt man über ihre Gegner. Leider blieben sie für mich die ganze Geschichte über wie ein undefinierbarer dunkler Schatten, der zwar da war und Angst verbreitete, über den man aber so gut wie nichts weiss. Dabei fand ich die Vorgehensweise der Bösen, sehr interessant, dazu möchte ich jetzt aber noch nicht zu viel verraten.

Ich finde das Buch sehr schön gestaltet, das Cover passt mit den Totenköpfen und Blumen gut zu Meridian ,der Stimmung und des Themas des Buches. Auch innen ist das Buch schön gestaltet, am Anfang von jedem Kapitel ist noch einmal das Muster mit den Totenköpfen, Spinnweben und Blumen zu sehen. Was mir aber am besten gefällt ist das Format des Buches. Es hat nämlich die Grösse eines Taschenbuches, wirkt aber wie ein gebundenes Buch, irgendwie ist es etwas dazwischen. Ich persönlich finde dieses Format sehr ansprechend.

Fazit:
Eine spannende und interessante Geschichte über die Fenestrae und ihre Aufgabe.

8/10*

Buchinfos:
Titel: Meridian - Dunkle Umarmung
Autor: Amber Kizer
Verlag: PAN
Erschienen: 5. Oktober 2009
Seitenzahl: 352 Seiten
"Gebundene" Ausgabe

Autoreninfos:
Amber Kizer liebt saure Süßigkeiten, laute Popmusik und den Geruch von Lilien. Außerdem backt sie für ihr Leben gerne und lebt auf Whidbey Island, einer Insel, die leider nicht in der Südsee liegt, sondern vor der Küste des US-Bundesstaats Washington. Mehr Informationen im Internet: http://www.amberkizer.com/

(Quellen: http://www.amazon.de/; http://www.pan-verlag.de/)

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