Montag, 26. September 2011

Das Mädchen mit dem Stahkorsett


Das Mädchen mit dem Stahlkorsett - Kady Cross

zum Inhalt:
Finley Jayne möchte eigentlich einfach nur ein ganz normales Mädchen sein. Auf den ersten Blick scheint sie dies auch zu sein, sie ist hübsch und liebeswert, doch wenn sie Angst hat, zeigt sich ihre dunkle Seite. Diese ist übermenschlich stark, ziemlich brutal und unberechenbar. Ausserdem hat sie Finley schon oft in Schwierigkeiten gebracht. Als sie wegen ihrer dunklen Seite sogar die Anstellung bei einer reichen Familie verliert ist sie verzweifelt. Sie flüchtet und läuft geradewegs Griffin, dem Duke of Greythorne vor das Velo. Dieser nimmt sie bei sich Zuhause auf, denn er und seine Freunde sind wie Finley, auch sie besitzen besondere Kräfte. Zusammen mit ihnen findet Finley heraus, was es mit ihrer gespaltenen Persönlichkeit auf sich hat und sie kommen einer riesigen Verschwörung auf die Spur...

meine Meinung:
Die Geschichte spielt in London 1897. Die Welt in der Geschichte entspricht aber nicht dem wirklichen London Ende 19. Jahrhundert, es ist aber auch nicht frei erfunden. Es gibt viele Dinge, die wohl historisch wirklich so waren, aber auch vieles, dass sogar ein bisschen an eine Zukunftgeschichte erinnert. Es gibt zB. Automaten, die viel weiter entwickelt sind als unsere heutigen Maschinen. Zudem gibt es Sogenannte Organellen, die auch eine wichtige Rolle spielen, dazu möchte ich aber noch nicht zuviel verraten. Obwohl ich mich manchmal daran erinnern musste, dass dies kein Zukunftsroman ist, sondern das er 1897 spielt hatte das Buch eine tolle Atmosphäre, die mich schnell in ihren Bann zog. Die Geschichte ist aus ziemlich vielen Sichtweisen geschrieben, was ich aber gut finde, weil man so mehr über die einzelnen Charakter herausfinden kann und sie besser kennenlernt. Die Geschichte erinnert teilweise ziemlich an eine Detektivgeschichte bei der ein paar Jungendliche einen Verbrecher jagen und ist zwar nicht langweilig, aber leider auch nicht wirklich etwas besonderes.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, sie beschreibt alles sehr gut, so das man sich auch wirklich vorstellen kann, wie es in jenem London, der Geschichte aussehen könnte. Besonders die Kleidung wir meiner Meinung nach sehr schön beschrieben. Was mich allerdings etwas genervt hat sind die vielen Maschinen und Automaten, die zwar in der Geschichte vorgekommen sind, aber nie wirklich erklärt wurden.

Die Hauptfiguren sind eigentlich alle sehr interessant, jeder hat seine eigene interessante Geschichte und jeder hat so seine Probleme, mit denen er fertig werden muss. Dennoch hat mich irgendwie keine der Hauptfiguren berührt, ich konnte mit niemandem wirklich mitfühlen. Besonders Finley hat mich enttäuscht, den größten Teil der Geschichte wirkt sie ziemlich langweilig und naiv, nur wenn sich ihre dunkle Seite zeigt wird sie cool und stark. Wie schon gesagt fand ich alle anderen eigentlich spannende Charakter, aber keiner konnte mich wirklich berühren, außer vielleicht Jack Dandy, der mich mit seiner coolen Art sofort für sich eingenommen hat. Das mich keine der anderen Figuren wirklich berührt hat liegt vielleicht daran, dass sie alle noch sehr jung sind (so zwischen 16 und 20), aber oft nicht wirklich so wirken besonders Emily, die wirklich genial ist im Umgang mit den Automaten und Technik im Allgemeinen. Was mich auch ein bisschen gestört hat ist, dass die Autorin wohl große Freude an Dreiecksbeziehungen hat, in dieser Geschichte finden sich nämlich ganze zwei solche Beziehungen und beide sind ziemlich unnötig.

Das Cover gefällt mir nicht wirklich, gut das Mädchen, dass darauf abgebildet ist könnte mit etwas Fantasie schon Finley sein, aber ich persönlich habe mir Finley ziemlich anders vorgestellt. Dafür passt das Cover aber gut zum Thema der Geschichte und man sieht sofort, dass es sich um eine Steampunk Geschichte handelt. Der Titel gefällt mir eigentlich ziemlich gut, obwohl das Stahlkorsett eigentlich keine große Rolle spielt habe ich das Gefühl, dass der Titel zur Geschichte passt.

Fazit:
Eine Geschichte, die bei mir gemischte Gefühle hinterlässt. Einerseits hat mir der Ausflug in die Steampunk Welt eigentlich ziemlich gut gefallen. Andererseits fand ich die Charaktere und auch nicht Geschichte nicht vollständig gelungen. Das Positive überwiegt aber, denn ich habe die Geschichte eigentlich sehr gern gelesen.
Dennoch weiss ich noch nicht sicher, ob ich die Fortsetzung auch lesen werde.

7/10*

Buchinfos:
Titel: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
Autor: Kady Cross
Verlag: Heyne Verlag
Erschienen: 22. August 2011
Seitenzahl: 368 Seiten
Gebundene Ausgabe

Autoreninfos:
Schon von klein auf war es Kady Cross' größter Wunsch, Schriftstellerin zu werden, wobei die Fantasy u.a. schon früh eine große Rolle spielte. Wenn sie nicht gerade schreibt, verbringt Kady Cross ihre Zeit mit lesen oder der Herstellung ihres eigenen Make-ups. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und einem ganzen Rudel Katzen in Connecticut.

(Quelle: www.randomhouse.de)

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