Samstag, 4. März 2017

{Rezension} Eis wie Feuer von Sara Raasch

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*Warnung: Dies ist der zweite Teil einer Trilogie, die Rezension enthält Spoiler für den ersten Teil!*
Drei Monate ist es her seit Meira und ihre Verbündeten Angra besiegt haben, doch obschon Meira eigentlich glücklich sein sollte ihr Königreich befreit zu haben kämpft sie mit ihrer neuen Rolle als Königin. Zudem hat sie immer mehr das Gefühl, dass Winter nicht wirklich frei ist und der König von Cordell ihre Abhängigkeit ausnützen wird. Als in einer der Mienen von Winter die Quelle der Magie gefunden wird, ist Prinz Theron begeistert, doch Meira fürchtet sich vor der Macht die dadurch freigesetzt werden könnte. Schliesslich erlebt sie am eigenen Körper wie schwierig ist es Magie zu kontrollieren...
Wie schon beim ersten Teil hat mich Eis wie Feuer als erstes durch sein wunderschönes Cover überzeugt. Anders als beim ersten Teil fiel mir jedoch der Einstieg in die Geschichte ziemlich schwer, was wohl zu einem grossen Teil daran lag, dass ich mich nur noch vage an die Handlung des ersten Teils und so gut wie gar nicht mehr an die Figuren erinnern konnte. Mit der Zeit konnte ich mir zwar das meiste zusammenreimen, dennoch musste ich Google nach einer Zusammenfassung von Schnee wie Asche befragen um schliesslich ohne Verwirrung wieder richtig in die Geschichte eintauchen zu können.

Nach dem ersten Teil hatte ich mir gewünscht mehr über die interessante und komplexe Welt die Sara Raasch geschaffen hat zu erfahren und durch Meiras Reise in mehrere der anderen Länder Primorias lernt man die Welt eindeutig um einiges besser kennen. Mir hat dabei gut gefallen, dass die Länder alle sehr unterschiedlich und einzigartig sind und keines davon komplett gut oder schlecht ist. Zudem erhält man auch einen etwas grösseren Einblick in die Politik dieser Länder.

Eigentlich wäre all dies durchaus interessant gewesen, doch obschon Meira eigentlich ein klares Ziel auf ihrer Reise hatte kam mir die Handlung doch irgendwie etwas ziellos vor und mir hat leider die Spannung gefehlt. Dies lag auch zu einem grossen Teil daran, dass ich einfach keine Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte und so nie richtig mit ihnen mitgefiebert habe. 

Die Nebenfiguren blieben unglaublich blass, bis auf Mather und Theron konnte mich auch kaum mehr an sie erinnern. Die Liebesgeschichte konnte mich auch gar nicht begeistern, besonders das Liebesdreieck welches immer noch bestehen bleibt und sehr gezwungen wirkt. Einzig Ceridwen, die man in diesem Teil neu kennen lernt war mir sofort sympathisch und ich habe mir ehrlich gesagt öfters gewünscht die Geschichte wäre aus ihrer Sicht, statt aus Meiras erzählt. 

Mit Meira hatte ich in diesem Teil nämlich leider auch so meine Probleme. Einerseits konnte ich durchaus verstehen, dass sie noch etwas Schwierigkeiten hat sich in ihrer neuen Rolle zurecht zu finden, jedoch ist sie die grösste Zeit der Geschichte über einfach viel zu passiv. Obschon sie befürchtet Angra könnte noch am Leben sein oder das Cordell Winter einnehmen könnte tut sie kaum etwas dagegen und ist vielmehr ständig am Jammern. Nur selten kann man in ihr die Kämpferin mit dem starken Willen, welche eigenhändig ihr Volk befreit hat, erahnen.

Eis wie Feuer ist mit fast 550 Seiten nicht gerade dünn und während die Geschichte schon im ersten Teil einige Längen hatte, wurde die Geschichte dieses Mal leider erst auf den letzten gut 100 Seiten wirklich spannend, was ich sehr schade fand. Insgesamt kam mir dieser Teil schlicht wie eine lange Überleitung zum Abschlussteil vor, in dem über lange Strecken hinweg leider kaum etwas Interessantes geschieht.
Leider hat mir die Fortsetzung nicht so gut gefallen, wie damals Schnee wie Asche. Obschon ich mir nach dem ersten Teil gewünscht hatte die Welt noch etwas mehr entdecken zu können und man dies in diesem Teil eindeutig tut, geschah mir ansonsten einfach nicht genug. Zudem hatte ich auch so meine Probleme mit Meira, die für mich in diesem Teil einfach zu passiv blieb und nur noch vage an die starke Protagonistin, zu der sie sich im Verlauf des ersten Teils entwickelt hatte, erinnerte. 
 Titel: Eis wie Feuer
Originaltitel: Ice Like Fire
Autorin: Sara Raasch
Übersetzerin: Antoinette Gittinger
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 09. Januar 2017
Seitenzahl: 544 Seiten
ISBN: 978-3-570-31120-2
Sara Raasch wusste schon mit fünf Jahren, dass sie für die Bücherwelt bestimmt ist. Während ihre Freunde Limonade verkauften, brachte sie handgezeichnete Bilderbücher an den Mann. Ihre Begeisterung für das geschriebene Wort verleitet sie immer noch zu tollkühnen Aktionen. Schnee wie Asche, ihr Debütroman, schaffte es sofort auf die New York Times-Bestsellerliste. (Quelle: cbt Verlag)

Kommentare:

  1. Hallo! :)

    Da ich den ersten Band noch nicht gelesen habe, bin ich deine Rezi nur schnell überflogen. Erst vor einer Woche bin ich dem ersten Band im Buchladen über den Weg gelaufen und hab überlegt ob ich ihn mitnehmen soll. Leider habe ich aber auch schon englischen Booktubern gehört, dass der zweite Band eher so naja ist. Vielleicht kann ja der dritte Teil wieder etwas mehr überzeugen, dann werde ich mir den ersten Band vielleicht kaufen. :) Ansonsten ist mein SUB ja auch so schon hoch genug. xD

    Tolle Rezension!! :)

    Alles Liebe,
    Jasi <3

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    1. Hi Jasi :)

      Ich hoffe auch sehr, dass der dritte Teil wieder etwas besser ist, denn eigentlich finde ich die Welt total interessant und der erste Teil hat mir ja auch echt gut gefallen... :) Ich hab auch das Gefühl, dass es echt so ein Durchhänger war, weil es etwas wie eine Überleitung vom ersten zum dritten Teil wirkte... :/
      Das Problem mit dem SuB kenne ich auch ;) Danke :)

      glg Nadja

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