Montag, 22. Februar 2016

[Rezension] Ich bin Princess X von Cherie Priest

Quelle
May und Libby waren beste Freundinnen und haben alles zusammen gemacht, unter anderem auch Geschichten über eine heldenhafte Prinzessin erfunden und Comics dazu gezeichnet. Doch dann starb Libby bei einem Unfall und die Geschichten und Zeichnungen gingen verloren. Ein paar Jahre später entdeckt May jedoch einen Sticker auf dem Princess X abgebildet ist und stösst bei ihrer Recherche auf einen Webcomic. Was sie dort entdeckt lässt sie an allem Zweifeln was sie über den Unfall wusste, denn die Geschichte über Princess X spiegelt Libbys Schicksal auf eine unheimliche Weise wieder. Mit einem entscheidenden Unterschied: Sie stirbt darin nicht...
"Ich bin Princess X" hat mich aufgrund der kreativen Erzählweise sofort angezogen. Man bekommt immer wieder Seiten aus dem Princess X Webcomic zu lesen, welche richtig schön gestaltet sind und die Geschichte nicht nur auflockern, sondern auch wichtige Hinweise zu Libbys Schicksal liefern. Ich fand dies richtig gut umgesetzt, besonders weil man dadurch am Anfang auch sehr schnell in die Geschichte hineinfindet und ich habe mich immer auf die nächste Comic-Sequenz gefreut. 

Doch auch sonst legt die Handlung von Beginn an ein gutes Tempo an. Direkt im ersten Kapitel erfährt man wie May und Libby beste Freundinnen wurde, wie sie Princess X erfanden und wie May Libby verloren hat. Durch Mays Entdeckung des Princess X Stickers und des dazugehörigen Webcomics merkt man jedoch schnell, dass mehr hinter der Geschichte steckt. Während May zusammen mit Trick, einem Computer Nerd, der im selben Haus wohnt wie sie, den Hinweisen die im Comic versteckt sind folgt, steigt die Spannung stetig je näher sie der Wahrheit kommen. 

Obschon man sich die grobe Geschichte relativ schnell zusammenreimen kann, bleiben gewisse Dinge doch relativ lange ungewiss, so dass es schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen. Die Geschichte verläuft ziemlich gradlinig, ohne viele Nebensächlichkeiten, und mit dem lockeren Schreibstil gibt es keinerlei Längen. Gegen Ende zweifelte ich zwar zwischenzeitlich etwas an der Logik, doch schlussendlich wurde doch alles zufriedenstellend aufgeklärt.

Teilweise hätte ich mir gewünscht, dass die Figuren etwas mehr Tiefe gehabt hätten. Da die Geschichte aus der Sicht von May erzählt wird, lernt man sie natürlich am besten kennen. Man merkt, dass sie Libbys Tod nie wirklich losgelassen hat und sie stürzt sich entschlossen in die Aufklärung was hinter Princess X steckt. Libby wirkt in Mays Erinnerungen verständlicherweise etwas zu perfekt, stark, unabhängig und intelligent. Trick, mit dem sie sich dabei zusammentut wirkt hingegen oftmals etwas wie ein klischeehafter Nerd, doch er ist definitiv für ein Abenteuer zu haben und kümmert sich nicht zu sehr darum ob sie sich dabei nur auf den legalen Wegen bewegen. Er und May werden im Verlauf ihrer Ermittlungen zu einem richtig guten Team und ihre kleinen Wortgefechte, haben sie total sympathisch gemacht. 

Was mir an der Geschichte gut gefallen hat war, dass sie fast ganz ohne Liebesgeschichte ausgekommen ist, obschon ich bei zwei Figuren kurz dachte da könnte sich etwas entwickeln. Stattdessen stand das Thema Freundschaft im Vordergrund. Man merkt an Mays Entschlossenheit Libbys Tod aufzuklären wie viel sie ihr bedeutet hat und auf der Suche nach der Wahrheit taucht man auch immer wieder in Mays Erinnerung an ihre beste Freundin und die Dinge die sie zusammen erlebt haben ein. Sie hat Libby und Princess X auch nach mehreren Jahren nicht aufgegeben, sind sind wirklich unzertrennlich.  
"Ich bin Princess X" bietet eine temporeiche, fesselnde Geschichte, die durch die Einbindung von Comics auf kreative Weise erzählt wird. Dabei begibt man sich mit den sympathischen Protagonisten auf eine abenteuerliche Suche nach der Wahrheit. Das Thema Freundschaft steht dabei im Mittelpunkt und mir hat gut gefallen, dass auf eine Liebesgeschichte verzichtet wurde. Auch wenn ich ein paar kleinere Kritikpunkte hatte, fühlte ich mich durchgehend gut unterhalten und kann eine klare Leseempfehlung aussprechen. 
 Titel: Ich bin Princess X
Originaltitel: I Am Princess X
Autorin: Cherie Priest
Illustratorin: Kali Ciesmier
Übersetzerin: Doris Hummel
Verlag: bloomoon
Erschienen: 12. Januar 2016
Seitenzahl: 272 Seiten
ISBN: 978-3-8458-1229-8
Cherie Priest wurde in Tampa, Florida, geboren und lebt nun mit ihrem Mann und einer bunten Haustierschar in der Nähe von Chattanooga, Tennessee. Sie ist ganz verrückt nach Zombies und Goth Music, hat aber eine panische Angst vor Faultieren. Cherie veröffentlichte bereits zahlreiche Science-Fiction-, Fantasy- und Horror-Romane für Erwachsene. Boneshaker (2009) gewann den PNBA Award und den Locus Award für den besten Science-Fiction-Roman. 2016 erscheint mit Ich bin Princess X ihr erstes Buch für Jugendliche bei bloomoon. (Quelle: bloomoon Verlag)

Freitag, 19. Februar 2016

[Rezension] Digby #01 von Stephanie Tromly

Quelle
Zoe ist nicht gerade begeistert, als sie nach der Scheidung ihrer Eltern zusammen mit ihrer Mutter weg von New York in eine kleine Stadt zieht. Doch River Heights ist nicht der langweilige Ort, den Zoe erwartet hat, jedenfalls nicht wenn man mit Digby befreundet ist. Dabei mochte Zoe Digby anfangs eigentlich nicht einmal und sie weiss eigentlich auch nicht wirklich weshalb sie sich von ihm ständig überreden lässt bei seinen verrückten Aktionen mitzumachen. Schnell ist sie jedoch viel zu tief in die Sache verwickelt um noch einen Rückzieher zu machen und sie kann es Digby ja auch nicht verübeln, dass er aufklären will was wirklich hinter der idyllischen Fassade von River Heights geschieht. Besonders wenn all dies irgendwie mit der Entführung seiner kleinen Schwester vor acht Jahren zu tun haben könnte...
Digby #01 ist eindeutig keines dieser Bücher, die mich erstmal hauptsächlich wegen des Covers angesprochen haben, eher das Gegenteil. Doch da mein ein Buch nicht nach seinem Cover bewerten sollte habe ich mir natürlich auch die Kurzbeschreibung durchgelesen und danach war mein Interesse sofort geweckt. Von dem Cover bin ich aber übrigens auch nach dem Lesen noch immer nicht begeistert, zwar passt es eigentlich relativ gut zur Geschichte, aber ich habe mir Zoe und Digby irgendwie einfach anders vorgestellt. 

Was allerdings perfekt passt ist der Spruch "Why so serious?!" denn obschon Digby und Zoe in der Geschichte von einer gefährlichen Situation in die Nächste schlittern, bleibt die Geschichte fast durchgehend humorvoll und nimmt sich nie zu ernst. Die Geschichte beginnt direkt super spannend und behält dann eigentlich auch durchgehend ein gutes Tempo bei, so dass man kaum merkt, wie die Seiten nur so dahinfliegen. 

Dazu trägt auch der lockere Schreibstil und die authentische und humorvolle Erzählweise bei, besonders die Dialoge waren echt toll. Teilweise fiel es mir allerdings aufgrund des Tempos und der Dialoglastigkeit etwas schwer dem Geschehen zu folgen, man muss beim Lesen schon ziemlich wachsam dabei sein.

Die Geschichte ist aus der Sicht von Zoe erzählt, die neu nach River Heights kommt und sich dort eher wiederstrebend mit dem etwas merkwürdigen und exzentrischen Digby anfreundet. Von da an wird sie mehr oder weniger freiwillig von Digby in seine Ermittlungen eingespannt und ehe sie überhaupt wirklich begreift was da eigentlich vor sich geht, begehen sie einen Einbruch, wird auf sie geschossen und machen sie Deals mit der Polizei. Genau wie Zoe wird man immer tiefer in den Fall hineingezogen ohne Anfangs dessen Ausmasse überhaupt erahnen zu können. Dadurch bleibt die Geschichte durchgehend spannend und fesselnd und man ist gespannt auf jede Wendung. 

Zoe und Digby sind zwei sympathische Aussenseiter, die ich sofort richtig gern mochte. Besonders Zoe verhält sich zwar anfangs oft ein bisschen wie ein typisch bockiger Teenager, doch sie macht im Verlauf der Geschichte eine schöne Entwicklung durch und ich mochte ihre lockere, ehrliche Art total. Digby ist ein eher mysteriöser Charakter und erinnert von seiner Art her ein bisschen an einen jungen Sherlock Holmes. Nicht nur weil er ein talentierter Detektiv ist, dem Dinge auffallen, die sonst niemand merkt, sondern auch wegen seinem sehr direkten, nicht unbedingt höflichen Auftreten. Doch genau wie Zoe kann man gar nicht anders als ihn ins Herz zu schliessen und je mehr man über sein Leben und seine Vergangenheit erfährt, desto interessanter wird sein Charakter. 

Gewisse andere Charaktere blieben leider im Vergleich zu den beiden Hauptfiguren eher klischeehaft. Besonders Sloane, die Oberzicke der Schule, die direkt zu Zoes Erzfeindin wird, da ihr leicht machohafter, aber gutmütiger Freund Henry auch öfters mal bei Zoe und Digbys Abenteuern dabei ist, bleibt leider sehr stereotypisch. Eine Figur die ich aber auch total mochte war Felix, das Wunderkind der Schule, da er super süss und echt lustig ist und zudem auch ein echt toller Freund.

Erst kurz vor dem Ende habe ich realisiert, dass Digby #01, wie man eigentlich schon an dem Titel hätte sehen können, der Auftakt zu einer Reihe ist. Somit ist auch klar, dass noch einige Dinge offen bleiben, doch insgesamt hat das Buch doch ein befriedigendes Ende. Ich freue mich bereits auf weitere Abenteuer mit Digby und Zoe.
Digby #01 bietet ein paar spannende und super unterhaltsame Lesestunden. Mir hat der Humor richtig gut gefallen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da Zoe und Digby nur so von einer irrwitzigen Situation zur Nächsten schlittern. Wenn man nicht aufmerksam liest fällt es einem vielleicht manchmal etwas schwer dem Geschehen zu folgen. Doch es lohnt sich auf jeden Fall den tollen Dialogen wachsam zu folgen und sich zusammen mit Digby und Zoe auf ein verrücktes Abenteuer einzulassen.
 Titel: Digby #01
Originaltitel: Trouble is a Friend of Mine
Autorin: Stephanie Tromly
Übersetzerin: Sylke Hachmeister
Verlag: Oetinger
Erschienen: 22. Februar 2016
Seitenzahl: 368 Seiten
ISBN: 978-3-7891-4809-5
Stephanie Tromly wurde in Manila geboren, wuchs in Hongkong auf und war nach ihrem Universitätsabschluss als Drehbuchautorin in Los Angeles tätig. Derzeit lebt sie mit ihrem Mann und kleinen Sohn in Winnipeg. "Digby #01" ist ihr erstes Jugendbuch.

Donnerstag, 18. Februar 2016

[Rezension] Girl Online - On Tour von Zoe Sugg

Quelle
*Warnung: Dies ist eine Fortsetzung, meine Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil!*
Eine Fernbeziehung zu führen ist nie einfach und schon gar nicht wenn der Freund ein bekannter Sänger ist. Daher freut sich Penny sehr, dass Noah sie eingeladen hat ihn in den Sommerferien zwei Wochen auch seiner Tour zu begleiten. Doch was der beste Sommer ihres Lebens werden soll beginnt direkt alles andere als perfekt, als Penny auf Noahs Konzert in Brighton eine Panikattacke bekommt. Dennoch ist sie fest entschlossen den Plan durchzuziehen und freut sich auf all die romantischen Momente, die sie mit Noah in Städten wie Berlin, Rom und Paris erleben wird. Doch Noahs Leben ist stressig und irgendwann muss sich Penny fragen, ob es für sie genug ist Noahs Träumen zu folgen...
Der erste Teil von Girl Online war eine süsse Geschichte, die mich gut unterhalten konnte, auch wenn ich das Gefühl hatte nicht unbedingt zu der Zielgruppe des Buches zu gehören. Auch von diesem Teil habe ich mir wieder eine lockere Geschichte für zwischendurch erhofft und zudem hat mich auch die Tour-Thematik sehr angesprochen.

Im Vergleich zum ersten Teil hatte ich das Gefühl, dass hier mehr ernstere Themen behandelt wurden. Insgesamt ist das Buch zwar noch immer eine eher leichte Lektüre, doch Penny macht eindeutig ein paar schwierige Dinge durch. Besonders Pennys Panikattacken spielen hier auch eine grosse Rolle. Das Leben auf Tour ist sowieso schon stressig, doch für sie ist es eine zusätzliche Herausforderung, da sie sich ständig davor fürchtet wieder eine Panikattacke zu bekommen. 

Penny wirkte in diesem Teil auch irgendwie erwachsener auf mich. Während ihre Probleme im ersten Teil teilweise eher oberflächlich oder fast kindlich wirkten, konnte ich ihre Sorgen und Konflikte in diesem Teil viel besser nachempfinden. Penny muss sich immer wieder der Frage stellen, wer sie eigentlich sein will, denn für sie ist es nicht genug Noahs Freundin zu sein und ihn bei der Erfüllung seiner Träume zu unterstützen. Mir hat die Entwicklung die Penny in diesem Teil durchgemacht hat sehr gut gefallen, sie ist dabei ihren eigenen Weg zu finden und ich finde die Geschichte sendet dabei eine schöne Botschaft, auch für jüngere Leserinnen.

Dazu gehört auch, dass in der Beziehung von Penny und Noah nicht immer alles so läuft wie die beiden sich das vorgestellt haben und sich Penny auch die Frage stellen muss, ob die Beziehung mit Noah wirklich gut für sie ist. Dennoch war der Verlauf der Geschichte leider wieder wenig überraschend und viele der Konflikte sehr klischeehaft und vorhersehbar. Besonders bei einem Charakter konnte man seine Rolle direkt von seinem ersten Auftauchen an vorhersagen.

Sowieso blieben die meisten Figuren, abgesehen von Penny, ziemlich flach und machten eigentlich kaum irgendeine nennenswerte Entwicklung durch. Auch fand ich es etwas schade das Pennys Familie, die ich im ersten Teil sehr mochte, hier nur eine kleinere Rolle spielt. Elliot hingegen kommt in diesem Teil mehr vor, doch seine Geschichte empfand ich leider als sehr klischeehaft und vor allem teilweise echt übertrieben süss und kitschig, besonders gegen Ende.
Insgesamt ist Girl Online - On Tour eine süsse Geschichte über Freundschaft und die erste Liebe, die jedoch auch immer wieder ernstere Themen anschlägt, sich mit den Ängsten und Sorgen des Erwachsenwerdens beschäftigt. Leider war die Handlung jedoch wieder sehr vorhersehbar und teilweise auch ziemlich klischeehaft und viele der Charaktere blieben eher blass. Dennoch ist es eine lesenswerte Geschichte, die besonders auch für etwas jüngere Leserinnen gut geeignet ist. 
 Titel: Girl Online: On Tour
Autorin: Zoe Sugg
Erschienen: 20. Oktober 2015
Seitenzahl: 352 Seiten
ISBN: 978-0141359953
Zoe Sugg, aka Zoella, is a vlogger from Brighton, UK. Her beauty, fashion and lifestyle vlogs have gained her millions of YouTube subscribers, with even more viewing the vlogs every month. She won the 2011 Cosmopolitan Blog Award for Best Established Beauty Blog and went on to win the Best Beauty Vlogger award the following year. Zoe has also twice received the Best British Vlogger award at the 2013 and 2014 Radio 1 Teen Awards and the 2014 and 2015 Nickelodeon Kids' Choice award for UK's Favourite Vlogger, and she was named Web Star for Fashion and Beauty at the 2014 Teen Choice Awards. (Quelle: Penguin Random House UK)

Herzlichen Dank an Blogg dein Buch und Penguin Random House UK!

Montag, 15. Februar 2016

[Rückblick] 4. Quartal 2015



54. Afterworlds von Scott Westerfeld 4/10*
55. Auf und davon von David Arnold 5/10*
56. What if? von Randall Munroe 9/10*
57. Magnus Chase: The Sword of Summer von Rick Riordan 8/10*
58. The Lunar Chronicles: Cress von Marissa Meyer 10/10*
Gesamt Seitenzahl: 2439 Seiten
Durchschnittliche Bewertung: 7,2/10*
59. My Dear Sherlock: Wie alles Begann von Heather Petty 6/10*
60. A Man Called Ove von Fredrik Backman 9/10*
61. Der Winter der schwarzen Rosen von Nina Blazon 7/10*
62. The Lunar Chronicles: Fairest von Marissa Meyer 7/10*
63. Silber: Das dritte Buch der Träume von Kerstin Gier 7/10*
64. E.J. und das Drachenmal von Anika Oeschger 5/10*
Gesamt Seitenzahl: 2172 Seiten
Durchschnittliche Bewertung: 6,8333/10*

65. The Lunar Chronicles: Winter von Marissa Meyer 9/10*
66. Darkmouth: Die andere Seite von Shane Hegarty 7/10*
67. Die dunkle Prophezeiung des Pan von Sandra Regnier 6/10*
68. Zodiac von Romina Russell 4/10*
69. Firefight von Brandon Sanderson 9/10*
70. Harry Potter und der Stein der Weisen von J.K. Rowling 10/10*
Gesamt Seitenzahl: 2791 Seiten
Durchschnittliche Bewertung: 7,5/10*


spannend, faszinierend, tolle Charaktere,
Gedanken:
Mittlerweile haben wir das Jahr 2015 ja eigentlich schon weit hinter uns gelassen. Irgendwie ist es aber ja schon fast ein bisschen Tradition, dass meine Rückblicke immer viel zu spät kommen. ;)
Das letzte Quartal ist lesetechnisch eigentlich ziemlich gut verlaufen, nur im dritten Quartal habe ich mehr gelesen und da hatte ich ja auch Semesterferien... Zudem liegen die durchschnittlichen Bewertungen von zwei Monaten über meinem Jahresdurchschnitt von 7,1/10*. Und insgesamt 70 Bücher finde ich auch keine schlecht Zahl. :)

Eigentlich wollte ich ja auch noch einen ausführlichen Jahresrückblick 2015 machen, aber da jetzt ja schon Februar ist, lasse ich das bleiben... ;) 

naive, planlose Protagonistin, Liebesdreieck
Daher hier jetzt noch ganz kurz:
Meine Top 3 (in keiner bestimmten Reihenfolge) waren Der Marsianer, Days of Blood and Starlight und Cress
Und meine die drei grössten Flops waren Blutherz, Devil's River und Die Welt ist kein Ozean

Ich werde meine Rückblicke dieses Jahr wohl wieder ähnlich gestalten, da ich es einfach viel praktischer finde mehrere Monate zusammen zu fassen, als jeden Monat einen Rückblick zu schreiben. 

Eine kleine Änderung wird es allerdings geben und zwar werde ich dieses Jahr auch jeweils die gelesenen Comics und Graphic Novels in den Rückblick hineinnehmen (letztes Jahr habe ich das noch nicht gemacht weil ich erst im März wirklich angefangen habe Comics zu lesen...xD)

Auf ein tolles, bücherreiches 2016! ;)
Ganz liebe Grüsse,


Samstag, 13. Februar 2016

[Aktion] Holmes und ich von Brittany Callavaro

Erst vor kurzem gab es vom dtv Verlag eine tolle Aktion zu Witch Hunter (bei der ich allerdings leider kein Glück hatte), doch wie ihr schon am Titel sehen könnt, geht es heute um ein anderes Buch. 

In Holmes und ich von Brittany Callavaro geht es um die Nachfahren von Sherlock Holmes und John Watson und falls ihr meinen Blog schon länger lest ist euch vielleicht schon aufgefallen, dass ich alles was irgendwie mit Sherlock Holmes zu tun hat, total spannend finde. Hinweise dazu gibt es unter anderem hier und hier und hier. ;) Daher würde ich natürlich auch dieses Buch total gerne lesen und rezensieren.

Falls es für euch jedoch ein bisschen mehr braucht als nur den Namen Sherlock Holms, um euch zu überzeugen:
Drei Dinge will Jamie Watson partout vermeiden, als er gegen seinen Willen auf ein Internat an der Ostküste der USA geschickt wird:

1. Dort auf die charismatische Charlotte Holmes zu treffen, Nachfahrin des legendären Sherlock, die allerorten für ihren komplizierten Charakter und ihr detektivisches Genie bekannt ist. 
2. Sich in besagte Charlotte zu verlieben - natürlich unglücklich.
3. Gemeinsam mit Charlotte in einen Mordfall verwickelt zu werden.

Doch dann wird Jamie von seinem Zimmergenossen zu einer Party mitgeschleift, auf der er Charlotte begegnet und sofort von ihr fasziniert ist. Kurz darauf geschieht ein Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen. (Quelle: dtv)

Seid ihr auch schon so neugierig auf das Buch wie ich? Dann könnt ihr, um die Wartezeit bis zum 19. Feburar zu überbrücken, ja schon mal in die Leseprobe hineinlesen und euch einen ersten Eindruck verschaffen. :)

Und falls ihr auch bei der Aktion des Verlags teilnehmen wollte findet ihr alle Infos dazu HIER

Ganz liebe Grüsse,

Montag, 8. Februar 2016

[Kurzrezension] Veronica Mars - Mr. Kiss and Tell

Quelle
The Neptune Grand has always been the seaside town’s ritziest hotel, despite the shady dealings and high-profile scandals that seem to follow its elite guests. When a woman claims that she was brutally assaulted in one of its rooms and left for dead by a staff member, the owners know that they have a potential powder keg on their hands. They turn to Veronica to disprove—or prove—the woman's story.

The case is a complicated mix of hard facts, mysterious occurrences, and uncooperative witnesses. The hotel refuses to turn over its reservation list and the victim won’t divulge who she was meeting that night. Add in the facts that the attack happened months ago, the victim’s memory is fuzzy, and there are holes in the hotel’s surveillance system, and Veronica has a convoluted mess on her hands. As she works to fill in the missing pieces, it becomes clear that someone is lying—but who? And why? (Quelle: Vintage Books)
Nachdem mir das erste "Veronica Mars" Buch so gut gefallen hat, konnte ich natürlich nicht allzu lange warten, bis ich zum zweiten Teil gegriffen habe. Auch hier präsentiert sich schnell wieder ein interessanter Fall und so konnte mich die Geschichte von Beginn an fesseln. Auch dieses Mal zeigt sich, dass der Fall für Veronica auch eine persönliche Bedeutung hat, da sie das Opfer kennt. Zudem hat sie auch mit moralischen Fragen zu kämpfen und ist sich nicht immer sicher ob sie das Richtige tut.

Doch nicht nur Veronicas Selbstzweifel machen den Fall spannend, sondern auch ein paar unvorhersehbare Wendungen, die dem Fall eine sehr interessante Richtung geben. Natürlich spielt dabei die Korruption in Neptune wieder eine wichtige Rolle und irgendwie scheint niemand wirklich gewillt Veronica bei ihren Ermittlungen zu helfen. Ihre Methoden zu verfolgen, wie sie doch versucht an Antworten zu kommen war wieder richtig spannend.

Ich hatte das Gefühl, dass man in diesem Teil, noch mehr als im ersten, wirklich merkt, dass Veronica einiges erwachsener geworden ist. Sie lebt nun in einer eigenen Wohnung mit Logan zusammen und man merkt auch, dass ihre Beziehung ernster geworden ist. Ich fand es toll, dass Logan in diesem Teil eine grössere Rolle gespielt hat. Ihre Beziehung wurde sehr authentisch und realistisch dargestellt, die beiden haben viel durchgemacht und auch jetzt ist ihr Beziehung nicht ohne Probleme, besonders da sie beide ziemlich komplizierte Jobs haben. 

Dazu taucht auch noch eine weitere Figur aus Veronicas Vergangenheit auf, die ich zwar grundsätzlich mochte, doch ich bin mir nicht ganz so sicher was ich davon halten soll, wie sich die Dinge zwischen ihnen entwickelt haben. Was mir auch etwas weniger gut gefallen hat ist, dass ich kurzzeitig ein bisschen das Gefühl hatte die Geschichte dreht sich im Kreis und kommt nicht richtig vorwärts. Dennoch konnte mich auch dieser Teil wieder bestens unterhalten und ich hoffe sehr, dass weitere Bände folgen werden.
http://knopfdoubleday.com/book/236044/veronica-mars-2-an-original-mystery-by-rob-thomas/

Freitag, 5. Februar 2016

[Rezension] Die Farbe der Zukunft von Meredith McCardle

Quelle
*Warnung: Dies ist eine Fortsetzung, die Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil!*
Seit Amanda (Codname Iris) aufgedeckt hat, dass Mitglieder von Annum Guard, der geheimen Zeitreiseorganisation für die sie arbeitet, krumme Geschäfte gedreht haben, steht die Organisation unter strengster Beobachtung der Regierung. Sogar eine neue Chefin wurde eingestellt und mit der ist nicht zu Spassen. So verbringt Amanda die meiste Zeit entweder damit ihren Vater, der auch in die korrupten Machenschaften verwickelt war, in der Vergangenheit zu beschatten und ausführliche Berichte darüber zu schreiben. Doch dann beginnen plötzlich Agenten von Annum Guard spurlos zu verschwinden und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...
Nachdem mir der erste Teil der Zeitspringer-Saga so gut gefallen hat, konnte ich es kaum erwarten mich wieder mit Amanda und den anderen Agenten von Annum Guard in neue Zeitreiseabenteuer zu stürzen. Nach den Geschehnissen am Ende des ersten Bandes war ich natürlich auch sehr gespannt darauf mehr über die Verschwörung innerhalb der Reihen der Zeitreiseorganisation zu erfahren.

Man wird wieder direkt ins Geschehen hinein geworfen und begleitet Amanda schon auf den ersten Seiten auf einer Mission, in der sie ihren Vater beschatten muss. Auch dieser Teil ist wieder sehr actionreich und es wird viel in der Zeit herumgesprungen, doch mir hat es gut gefallen, dass auch mehr auf Amandas persönliche Konflikte eingegangen wird und man sieht wie schwierig es für sie ist, ihre Arbeit als Agentin für Annum Guard und ihr Privatleben unter einen Hut zu bekommen. 

Leider hatte ich jedoch auch in diesem Teil wieder das Gefühl, dass die anderen Charaktere etwas kurz gekommen sind. Amanda ist oftmals auf sich allein gestellt und ich fand es besonders schade, dass Yellow, die ich im ersten Teil richtig angefangen habe zu mögen, in diesem Teil leider nur eine kleinere Rolle hat. Zudem konnte mich auch die Liebesgeschichte, die in diesem Teil eine grössere Rolle spielt als noch im Ersten, nicht so richtig überzeugen. Dies lag besonders daran, dass eine, meiner Meinung nach komplett überflüssige, Dreiecksgeschichte eingeführt wurde. Dabei wären Amanda und Abe so ein süsses Paar...

Dennoch hat mir natürlich vor allem das Element der Zeitreisen wieder sehr gut gefallen, besonders da es darum geht eine Verschwörung aufzudecken, deren Fäden sich quer durch verschiedene Zeiten ziehen und mit wichtigen historischen Ereignissen verknüpft sind. Der Autorin ist es zudem hervorragend gelungen die verschiedenen Zeiten und Ereignisse in die Geschichte einzubinden und kann sogar noch ein bisschen was über Geschichte lernen.

Wie schon erwähnt war das Tempo der Geschichte ziemlich hoch, besonders gegen Ende wird Amandas Mission immer mehr zu einem Wettlauf gegen die Zeit und die Ereignisse überschlagen sich förmlich. Wie für Bücher über Zeitreisen üblich wird es teilweise auch wieder ziemlich schwierig den Überblick zu behalten, doch ich fand der Autorin ist es eigentlich grundsätzlich wirklich gut gelungen die Dinge so zu erklären, dass mir zumindest Kopfschmerzen erspart blieben. 

Doch egal wie verwirrend Zeitreisen ganz grundsätzlich sind, die Wendungen in der Geschichte haben dafür gesorgt, dass ich gar keine Zeit hatte zu viel darüber nachzudenken, denn ich konnte das Buch gegen Ende echt nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende selbst hat mich dann echt total überwältigt und ich kann nur hoffen, dass der dritte Teil schon bald erscheint, denn ich muss unbedingt wissen wie es mit Amanda und dem Rest der Annum Guard weiter geht.
Eine absolut gelungene Fortsetzung, die ich allen Fans des ersten Teils wärmstens empfehlen kann. Die spannenden Zeitreisen, zahlreichen Wendungen und sympathische Protagonistin haben für ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen gesorgt. Da konnte ich auch über ein paar kleinere Mängel wie die Dreiecksgeschichte und dass gewisse Charaktere etwas zu kurz kamen hinwegsehen. Dank dem schockierenden Ende warte ich jetzt jedenfalls schon sehnsüchtig auf den dritten Teil und freue mich darauf Amanda auf weiteren Zeitreiseabenteuern begleiten zu dürfen. 
Titel: Die Zeitenspringer-Saga - Die Farbe der Zukunft
Originaltitel: Blackout
Autorin: Meredith McCardle
Übersetzerin: Diana Bürgel
Verlag: IVI
Erschienen: 09. November 2015
Seitenzahl: 384 Seiten
ISBN: 978-3-492-70355-0
Meredith McCardle studierte Journalismus und Theater, bevor sie – in einem Anflug praktischen Denkens – erkannte, dass Journalismus eigentlich nicht ihr Ding und Theater nicht mehr als ein Hobby für sie war. Danach machte sie ihren rechtswissenschaftlichen Abschluss in Boston und arbeitete sieben Jahre lang tagsüber als Anwältin, während sie nachts ihrer Leidenschaft als Schriftstellerin nachging. Nach der Geburt ihrer ersten Tochter 2009 gab sie den Job auf und widmet sich nun ganz dem Schreiben. Meredith lebt mit ihrem Ehemann, ihren zwei Töchtern und einem hyperaktiven Terrier in South Florida. (Quelle: ivi Verlag)