Dienstag, 29. Dezember 2015

[(Kurz)Rezension] Der Marsianer von Andy Weir

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Bei einer Expedition auf dem Mars gerät der Astronaut Mark Watney in einen Sandsturm und wird bewusstlos. Als er aus seiner Ohnmacht erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Nahrung. Ohne Ausrüstung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Für Mark Watney beginnt ein spektakulärer Überlebenskampf … (Quelle: Heyne Verlag)
Ich finde es sehr schwierig Rezensionen zu Büchern zu schreiben, die mir so gut gefallen haben, dass ich eigentlich gar nicht anders kann als über sie zu schwärmen. Dafür gibt es zwei Gründe, erstens soll das hier eine Kurzrezi werden und kein eigener Roman und zweitens weiss ich jetzt schon, dass egal was ich hier schreibe, es meiner Begeisterung nicht gerecht werden wird. Eigentlich will ich euch einfach sagen: Lest unbedingt dieses Buch!

Bei mir ist es jetzt schon mehrere Wochen her, seit ich das Buch beendet habe, aber wenn ich mir meine Notizen jetzt nochmal durchlese, dann würde ich es am liebsten direkt nochmal lesen. Leider habe ich dafür keine Zeit, stattdessen habe ich das Buch allen in meinem Umfeld empfohlen und meine Ausgabe sieht inzwischen auch schon reichlich abgenutzt aus, so oft wurde sie schon gelesen.

Ich würde das Buch auch wirklich jedem empfehlen, der gerne spannende Bücher liest, egal ob diese Person sonst gerne Science Fiction liest oder nicht. Sobald man mal angefangen hat zu lesen, kann man das Buch wirklich kaum mehr aus der Hand legen und ich habe über die Hälfte des Buches an einem Nachmittag verschlungen. Mich hat schon lange kein Buch mehr so gefesselt und in seinen Bann gezogen.

Mir war auf keiner Seite langweilig. Mark Watneys Überlebenskampf auf dem Mars, wurde richtig toll beschrieben. Ich fand es faszinierend, wie Watney für jedes Problem eine Lösung findet und fand es super interessant, wie genau dieser Prozess beschrieben wurde. Watney war auch ein echt toller Protagonist, er ist natürlich super intelligent und sehr kreativ, wenn es darum geht mit seine begrenzten Mittel so einzusetzen, dass er trotz allem überleben kann. Zudem hat er auch einen tollen Humor und war mir schon von der ersten Seite an extrem sympathisch, weshalb man auch super mit ihm mitfühlen und mitfiebern kann.

Mir hat jedoch auch sehr gut gefallen, dass man nicht nur Watneys Sichtweise hat, sondern auch Kapitel aus der Sicht seiner Crew, die ihn zurück gelassen hat, und den Verantwortlichen der NASA auf der Erde bekommt. Diese Abwechslung hat mir sehr gut gefallen und man bekommt so auch ein Gefühl dafür, wie alle mit Watney mitfiebern und alles daran setzten ihn zu retten. Was mir besonders gut gefallen hat war, dass die Geschichte nie hoffnungslos wird und auch wenn alles schief läuft, bleibt die Geschichte humorvoll.

Ich hätte nie erwartet, dass eine Geschichte in der ein Mann allein auf dem Mars ums Überleben kämpft gleichzeitig so spannend und so lustig sein könnte. Es gibt so viele tolle Momente, da muss ich schon nur wenn ich daran denke Grinsen. Der Marsianer ist definitiv eines der besten Bücher die ich dieses Jahr gelesen habe.
http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-Marsianer-Rettet-Mark-Watney-Roman/Andy-Weir/e484487.rhd

Sonntag, 27. Dezember 2015

[Rezension] Zodiac von Romina Russell

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Die Galaxie Zodiac besteht aus zwölf Planetenkonstellationen, die jeweils einem der Tierkreiszeichen entsprechen. Die 16-jährige Rho stammt von dem Planeten Krebs und befindet sich noch in der Ausbildung in der sie lernt die Sterne zu deuten. Als sie jedoch als Einzige eine schreckliche Katastrophe vorhersagt, glaubt ihr niemand und sogar sie selbst zweifelt an dem, was sie gesehen hat. Doch dann geschieht genau das, was sie gesehen hat und sie erkennt, dass die Bedrohung noch viel grösser ist und ganz Zodiac in Gefahr schwebt...
Ganz ehrlich gesagt ist mir Zodiac als erstes wegen dem tollen Cover aufgefallen. Der Klappentext klang zudem auch richtig interessant und besonders wegen dem ungewöhnlichen Setting hatte ich mir erhofft hier eine Geschichte zu bekommen, die sich auch in der Handlung von anderen Büchern im Jugendbuchbereich abheben kann. Bisher habe ich nämlich eher wenige Bücher gelesen, die im Weltall oder auf anderen Planeten spielen und das Ganze auch noch mit den Tierkreiszeichen zu verbinden fand ich hatte wirklich Potential.

Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte war ich schon etwas skeptischer, jedoch haben sich mir in diesen ersten Kapiteln schon so viele Fragen aufgedrängt, dass ich einfach wissen musste, wie es mit Rhos Geschichte weiter geht. Zumindest die Welt fand ich auch richtig gelungen. Anfangs bin ich zwar über die vielen unbekannten Begriffe gestolpert, doch man kann sich eigentlich relativ schnell etwas darunter vorstellen, weshalb mir diese später gar nicht mehr so aufgefallen sind. Ich war dagegen fasziniert davon wie gut es der Autorin gelungen ist, die verschiedenen Planeten, die man im Verlauf der Geschichte besucht, alle zu ihrer eigenen kleinen Welt zu machen. Jeder der Planeten verfügt über eine eigene Kultur, die an den Eigenschaften, die man dem entsprechenden Tierkreiszeichen zuschreibt, angelehnt ist. 

Die gut ausgearbeitete Welt war jedoch schon der Teil, welcher mir an dem Buch am besten gefallen hat, da sowohl die Handlung, als auch die Charaktere leider einige Schwächen aufzuweisen hatten. Rho ist leider so ziemlich die naivste und planloseste Protagonistin, die man sich vorstellen kann und könnte für ihre Rolle als Wächterin des Krebses kaum ungeeigneter sein. Man kann zwar ihre noblen Absichten und ihre Weigerung zu lügen bewundern, doch man könnte sie auch einfach als stur und engstirnig bezeichnen, da sie nie auf ihre Berater oder sonst jemanden hört. Ich hätte sie teilweise wirklich am liebsten angeschrien, sie ging mir so auf die Nerven.

Zu allem Überfluss verliebt sich Rho natürlich auch noch gleich in beide ihre Begleiter, Mathias und Hysan. Diese blieben leider beide ziemlich blass, was aber nicht heisst, dass sie mir fast so sehr auf die Nerven gingen wie Rho. Zudem sollte diese natürlich eigentlich mit keinem der beiden zusammen kommen, Mathias sagt sogar einmal sehr passend: "Er ist verboten, und ich bin zu alt." Bei dieser Aussage kann man sich ja schon vorstellen wie sich das Drama dieser Dreiecksgeschichte durch das gesamte Buch zieht und schnell an meinen Nerven zerrte. 

Die Handlung war für mich ein ziemliches Auf und Ab. Es gab immer wieder spannende und interessante Szenen, die durchaus gelungen waren. Doch dazwischen gab es leider auch Teile, wo die Handlung mehr vor sich hinplätscherte und ich beinahe das Gefühl hatte sie würde sich wiederholen. Zudem hatte ich an gewissen Punkten auch das Gefühl, dass die Autorin die Sachen mit der Logik nicht ganz so ernst genommen hat. Insgesamt hatte ich hier einfach das Gefühl, dass ziemlich viel Potential verschenkt wurde, da mir die Grundidee eigentlich ganz gut gefallen hat und die Handlung gegen Ende auch eine interessante Wendung genommen hat. Ob ich jedoch den zweiten Teil lesen werde, nur um herauszufinden was die Autorin schlussendlich daraus macht, ist zweifelhaft.
Bevor ich mich an diese Rezension gesetzt habe, hatte ich eigentlich vor dem Buch einen Stern mehr zu geben. Wenn ich aber jetzt meine Notizen und was ich hier geschrieben habe nochmal anschaue, reicht es für mich leider einfach doch nicht. Eine spannende Idee und eine interessante, gut ausgearbeitete Welt reichen einfach nicht für ein gutes Buch und Charaktere und Handlung konnten mich leider nicht überzeugen.
 Titel: Zodiac
Autorin: Romina Russell
Übersetzerin: Michaela Link
Verlag: ivi Verlag
Erschienen: 9. November 2015
Seitenzahl: 448 Seiten
ISBN: 978-3-492-70381-9
Romina Russell lebt als Autorin in Los Angeles, stammt aber ursprünglich aus Argentinen. Ihre ersten Schreib-Erfolge landete Romina im College mit ihrer wöchentlichen Kolumne für den Miami Herald - seitdem hat sie nie aufgehört zu schreiben. Wenn sie nicht gerade an ihrer "Zodiac"-Reihe arbeitet, produziert Romina Film-Trailer, widmet sich der Fotografie oder träumt davon, ein neues Schlagzeug zu kaufen. Rominas Sternzeichen ist Jungfrau. (Quelle: ivi Verlag)

Freitag, 25. Dezember 2015

[Kurzrezension] Winter von Marissa Meyer

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Nach dem spannenden Ende von Cress beginnt Winter beinahe ruhig. Natürlich aber wirklich nur beinahe, denn für Cinder und ihre Verbündeten startet nun die entscheidende Phase in ihrem Kampf gegen Levana. Durch die Verschiebung der Hochzeit von Kai und Levana, wollen sie nach Luna gelangen und dort einen Aufstand starten.

Der Einsatz ist somit von Anfang an ziemlich hoch und so spürt man auch von den ersten Seiten an die Spannung und fiebert mit Cinder und den Anderen mit. Auch wenn sie alles geplant haben funktioniert natürlich nie alles so, wie man es sich vorstellt und Levana ist eine Gegnerin, die man nicht unterschätzen sollte. Die Geschichte nimmt dadurch immer wieder interessante Wendungen und man ist sich nie sicher, dass all die Figuren, die einem im Verlauf der Bücher so ans Herz gewachsen sind, am Ende heil aus dem Ganzen herauskommen. 

Da das Buch aber über 800 Seiten hat, gibt es auch ein paar Stellen, wo ich das Gefühl hatte die Handlung zog sich etwas. Dies könnte auch daran liegen, dass ich in diesem Teil zum ersten Mal das Gefühl hatte von den vielen verschiedenen Sichtweisen etwas überfordert zu sein. Zwar fand ich es toll, wie Marissa Meyer es geschafft hat jeder Figur eine wichtige Aufgabe zu geben, doch ich hatte das Gefühl es hat die Geschichte teilweise etwas gebremst, dass man zwischen so vielen Orten hin und her wechselt. Doch die Autorin schreibt einfach so toll und angenehm, dass ich trotzdem das Gefühl hatte förmlich durch die Seiten zu fliegen.

Insgesamt hat mir das Finale richtig gut gefallen und mir fiel es am Ende richtig schwer von all den tollen Charakteren Abschied zu nehmen. Obschon ich vor diesem Teil etwas skeptisch war, was Winter und Jacin anging, fand auch sie beide sehr interessant. Besonders Winter ist mir durch ihr gutes Herz und ihren ganz eigenen Charme sofort super sympathisch geworden. Ich fand es auch richtig toll zu sehen wie Cinder, Kai, Scarlet, Wolf, Cress, Thorne, Winter, Jacin und natürlich Iko am Ende fast wie zu einer Familie geworden sind und fand die verschiedenen Beziehungen innerhalb ihrer Gruppe richtig toll dargestellt. Ich werde sie alle vermissen.
http://www.puffin.co.uk/books/winter-the-lunar-chronicles-book-4/9780141340241/

Donnerstag, 24. Dezember 2015

[Kurzrezension] Fairest von Marissa Meyer

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Da zu dem Zeitpunkt als ich Cress beendet habe Winter noch nicht erschienen war, habe ich stattdessen direkt zu Fairest gegriffen, um die Wartezeit zu überbrücken. Darin wird Levanas Geschichte erzählt. Das Buch beginnt nach dem Tod von Levanas Eltern und man begleitet sie, bis sie schliesslich Königin wird. Man lernt zudem Cinder und Winter als Kinder kennen.

Man erfährt eigentlich in dem Buch nicht sonderlich viel Neues, schliesslich weiss man ja, wenn man die drei vorherigen Teile gelesen hat, wo alles schlussendlich hinführt. Dennoch würde ich das Buch Fans der Reihe empfehlen, denn es ist durchaus interessant zu sehen, wie Levana zu der schrecklichen Tyrannin wurde, die man in den anderen Büchern sieht. Zudem bekommt man auch ein besseres Gefühl dafür, wie die Leute auf Luna leben und besonders für das Leben am königlichen Hof.

Auch wenn die Geschichte kaum Überraschungen bietet und eigentlich ziemlich gradlinig Levanas Entwicklung aufzeigt, war das Buch doch interessant. Man erfährt, dass Levana selbst eine schreckliche Kindheit hatte, ihre Eltern kaum Interesse an ihr gehabt haben und sie von ihrer Schwester schrecklich behandelt wurde. Dadurch kann man auch ihre Machtbesessenheit und besonders ihr Verlangen geliebt zu werden, besser verstehen.

Man merkt aber auch schnell, dass Levana bereits in ihrer Jugend keinerlei Verständnis für die Gefühle anderer hatte und eigentlich gar nicht weiss, was Liebe überhaupt ist. Es war daher interessant aus ihrer Sichtweise zu lesen, auch wenn mir ihre übertriebene Verliebtheit/Besessenheit, besonders anfangs auch etwas auf die Nerven ging. Ich bin jedenfalls froh diese Geschichte gelesen zu haben, denn man sieht Levanas Handlungen anschliessend doch in einem etwas anderen Licht.
http://us.macmillan.com/fairest/marissameyer

Mittwoch, 23. Dezember 2015

[Rezension] Darkmouth - Die andere Seite von Shane Hegarty

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*Warnung: Dies ist eine Fortsetzung, die Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil*
Seit sein Vater auf der Verseuchten Seite festsitzt versucht Finn alles um ihn irgendwie zu retten. Doch sein einziger Hinweise ist, dass er eine Karte finden soll. Zusammen mit Emmie macht er sich daran das ganze Haus zu durchsuchen. Als sie nach einer gefühlten Ewigkeit eine vielversprechende Spur finden, führt sie diese in eine Höhle, wo Finn es schafft ein Tor zur anderen Seite zu öffnen. Doch plötzlich werden Finn und Emmie zusammen mit einem Gutachter des Rats der Zwölf durch das Tor auf die andere Seite gezogen, mitten hinein in eine Welt in der es von Legenden nur so wimmelt, die ihnen alles andere als freundlich gesinnt sind...
Nachdem mir der erste Teil der Darkmouth-Trilogie rund um Finn und die Legenden richtig gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Die Geschichte setzt kurz nach dem Ende des ersten Teils an. Finns Vater ist auf der verseuchten Seite verschollen und nun setzt Finn alles daran einen Weg zu finden um ihn zu retten.

Auch wenn Finn eigentlich noch immer kein Legendenjäger werden will, muss er die Dinge in diesem Teil wohl oder übel selbst in die Hand nehmen. Seit dem Verschwinden seines Vaters war er jedoch hauptsächlich damit beschäftigt eine Karte zu suchen, die ihm anscheinend irgendwie helfen soll seinen Vater zu finden. Dabei wird er natürlich wie schon im ersten Teil wieder tatkräftig von Emmie unterstützt, die sich auch in den aussichtslosesten Situationen nie entmutigen lässt.

Mir hat gefallen dass Finn in diesem Teil mehr selbst die Initiative ergreift. Besonders nachdem er zusammen mit Emmie und dem Gutachter auf der Verseuchten Seite landet sind es eher die Kinder, die entscheiden was zu tun ist. Dennoch ist und bleibt Finn ziemlich tollpatschig und auch wenn er sein Bestes gibt, läuft es doch oftmals nicht ganz so wie erhofft. Genau das macht Finn jedoch so liebenswert und auch wenn sein unüberlegtes Handeln teilweise eher schadet als nützt, zeigt er doch eine beeindruckende Entschlossenheit seinen Vater zu retten und lässt sich von nichts runterkriegen. 

Ich mochte, dass in diesem Teil der Handlung weniger vorhersehbar war, als noch im vorherigen Band. Jedoch wurde die Geschichte teilweise ziemlich chaotisch und ich war zeitweise fast ein bisschen verwirrt, was für die jüngere Zielgruppe vielleicht etwas schwierig sein könnte. Dennoch mochte ich, dass mich gewisse Wendungen wirklich überraschen konnten und man nicht immer weiss wo die Handlung hinführt. 

So hat mir auch gefallen, dass auch Finns Grossvater Niall in diesem Teil eine wichtige Rolle spielt und man als Teil eines Buches, aus dem auch immer wieder kurze Kapitel abgedruckt sind, mehr über seine Geschichte erfährt, bevor man weiss welche Rolle er in Finns Abenteuer spielen wird. Seine Rolle war wirklich sehr mysteriös und konnte schnell mein Interesse wecken. 

Die Verseuchte Seite war zudem ein sehr interessanter Schauplatz, besonders durch die vielen andersartigen Wesen, die einem dort begegnen. Zusammen mit der tollen Gestaltung des Buches, den teilweise schwarzen Seiten und den Illustrationen am Anfang jedes Kapitels, wurde eine richtig schön düstere und teilweise beinahe unheimliche Atmosphäre aufgebaut. 

Auch der Schreibstil und der Humor des Autors haben mir wieder richtig gut gefallen. Die Geschichte ist allerdings nicht ständig nur lustig und es gibt auch ernstere Momente. Doch Figuren wie beispielsweise der Gutachter oder auch eine gewisse Legende sorgen immer wieder für lustige Momente. Durch die kurzen Kapitel hat man zudem das Gefühl ziemlich gut vorwärts zu kommen, auch wenn mich die Geschichte aufgrund der teilweise etwa wirren Stellen nicht durchgehend fesseln konnte.
Darkmouth - Die andere Seite ist eine gelungene Fortsetzung, die wieder mit liebenswerten Charakteren und einer interessanten Idee überzeugen kann. Während mir der erste Teil noch etwas zu vorhersehbar war, konnte mich die Handlung dieses Mal immer wieder überraschen. Jedoch wurde sie teilweise fast ein bisschen zu verworren, was besonders für jüngere Leser vielleicht ein Problem sein könnte. Am Ende werden sich jedoch alle Leser einig sein, dass der dritte Teil gar nicht bald genug erscheinen kann.
 Titel: Darkmouth - Die andere Seite
Originaltitel: Darkmouth - Worlds Explode
Autor: Shane Hegarty
Übersetzerin: Brigit Salzmann
Erschienen: 19. Oktober 2015
Seitenzahl: 400 Seiten
ISBN: 978-3-7891-3726-6
Shane Hegarty wurde 1974 in Irland geboren. Der Vater von vier Kindern ist Journalist, arbeitete schon fürs Radio und Fernsehen und war nach eigener Aussage für kurze Zeit »der schlechteste Stand-up-Komiker der irischen Comedyszene«. Zuletzt war er bei der Irish Times tätig, konzentriert sich nun aber voll aufs Schreiben von Büchern. Die sechsteilige Serie »Darkmouth« ist sein überaus erfolgreiches Debüt, auf deren Verfilmung - die Rechte dafür sind schon verkauft - viele Fans voller Spannung warten! (Quelle: Oetinger)

[Kurzrezension] Cress von Marissa Meyer

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Cress ist mein Lieblingsteil der Reihe. Für mich hat hier einfach alles gepasst. Die Geschichte ist vom Anfang bis am Ende durchgehend super spannend. Im Gegensatz zu den vorherigen Teilen konnte mich die Geschichte auch immer wieder überraschen. Cinder und ihre Verbündeten sind gesuchte Verbrecher und so sind sie eigentlich immer in Gefahr. Zudem müssen sie irgendwie die Hochzeit zwischen Kai und Levana aufhalten und ihnen läuft die Zeit davon. Sie haben zwar so eine Art von Plan, doch natürlich läuft nicht alles so wie sie es sich vorgestellt haben.

Man hat auch hier wieder verschiedene Sichtweisen und inzwischen sind es doch einige Figuren, deren Geschichte man verfolgt. Die Autorin wechselt jedoch sehr geschickt zwischen den Sichtweisen hin und her und keine der Sichtweisen hat mich gelangweilt. Dazu trug natürlich auch bei, dass ich alle Charaktere richtig toll finde. Neben Cinder, Scarlet, Wolf, Kai, Thorne und natürlich Iko, kommen auch hier wieder neue Figuren hinzu, am wichtigsten ist natürlich Cress, deren Geschichte hier im Vordergrund steht.

Cress ist ein richtig toller Charakter. Sie war für einen grossen Teil ihres Lebens alleine in einem Satelliten eingesperrt und musste für Levana die Erde überwachen. Cress ist, da sie eigentlich kaum Kontakt zu anderen Menschen hatte ziemlich schüchtern und wirkt teilweise auch sehr träumerisch. Ich fand sie aber total sympathisch, besonders weil sei trotz allem was sie erlebt hat an das Gute im Menschen glaubt und eigentlich eine ziemlich positive Einstellung hat. Sie und Thorne, den ich ja auch im letzten Teil schon toll fand, sind zusammen auch ein richtig interessantes und lustiges Team, besonders weil sie so unterschiedlich sind.

Die Seiten sind nur so dahingeflogen. Marissa Meyer schreibt richtig toll und ich fand es interessant, dass man in diesem Buch auch Luna endlich ein bisschen besser kennen gelernt hat. Ich finde die Welt, die die Autorin erschaffen hat unglaublich faszinierend. Die Ausgangslage für den letzten Teil könnte kaum spannender sein, am besten hält man Winter auch direkt bereit, da man nach Cress am liebsten sofort weiterlesen möchte.
http://www.puffin.co.uk/books/cress-the-lunar-chronicles-book-3/9780141340159/

Dienstag, 22. Dezember 2015

[Kurzrezension] Scarlet von Marissa Meyer

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Nachdem mich die futuristische Welt und die sympathischen Charakteren schon in Cinder in ihren Bann ziehen konnten, geht die Geschichte nun mit Scarlet weiter. Dieser Teil wird aus zwei Sichtweisen erzählt und so lernt man gleichzeitig Scarlet kennen und erfährt wie Cinders Geschichte weiter geht. Beide Sichtweisen haben mir sehr gut gefallen, während man Cinder auf ihrer Flucht begleitet folgt man Scarlet auf der Suche nach ihrer Grossmutter. Dazwischen erfährt man auch immer wie es Kai ergeht, der von Levana unter Druck gesetzt wird Cinder zu finden.

Die Geschichte kann wieder mit tollen Charakteren überzeugen, dabei sind alte Bekannte wie Cinder, Kai oder Iko, die wieder für ein paar tolle, humorvolle Momente sorgt. Man lernt aber auch ein paar interessante neue Charaktere kennen. Allen voran Scarlet, ihre Sorge um ihre Grossmutter und ihre Entschlossenheit alles dafür zu tun sie zu finden, haben sie mir sofort sympathisch gemacht. Sie ist temperamentvoll und handelt teilweise ziemlich impulsiv, sie hat aber auch eine weichere Seite, besonders was ihre Grossmutter betrifft. 

Zwei weitere wichtige Figuren sind Wolf und Thorne. Wolf begleitet Scarlet auf ihrer Suche nach ihrer Grossmutter und bleibt lange ein ziemlich mysteriöser Charakter. Er scheint etwas zu verbergen und ich war mir die ganze Geschichte über nicht so ganz sicher ob ich ihm trauen soll. Thorne auf der anderen Seite entkommt zusammen mit Cinder aus dem Gefängnis und auch wenn nicht alles was er macht so ganz legal ist, war er mir sofort sympathisch. Er ist teilweise ziemlich rücksichtlos und treibt Cinder damit fast in den Wahnsinn, die Streitereien der beiden waren aber super unterhaltsam. 

Die Handlung war insgesamt spannender als im ersten Teil, was besonders daran lag, dass die Geschichte etwas weniger vorhersehbar war. Dennoch war teilweise ziemlich offensichtlich wo gewisse Dinge hinführen, was aber natürlich daran liegt, dass die Geschichte zumindest teilweise den Märchen folgt (ausserdem verrät der Klappentext ein bisschen viel). Dennoch wurde die Geschichte um einiges komplexer, da mehrere Märchen miteinander verwoben sind. Zudem haben mir auch die neuen Schauplätze sehr gut gefallen und haben die Welt noch interessanter gemacht. Ich bin gespannt wie die Geschichte in Cress weiter geht.
http://www.puffin.co.uk/books/scarlet-the-lunar-chronicles-book-2/9780141340234/

Montag, 21. Dezember 2015

[Kurzrezension] Cinder von Marissa Meyer

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Ich habe Cinder vor über einem Jahr gelesen beziehungsweise eigentlich gehört. Es ist echt selten, dass mich ein Hörbuch so fesseln kann, wie es hier der Fall war. Cinder war mir durch ihre bodenständige Art sofort sympathisch. Wenn ich an ihre erste Begegnung mit Kai denke, muss ich immer noch sofort grinsen. Auch Iko ist mir sofort ans Herz gewachsen und sie war für ein paar meiner Lieblingsszenen verantwortlich.

Am besten hat mir jedoch die Welt gefallen, die Marissa Meyer geschaffen hat. New Beijing ist gleichzeitig futuristisch und märchenhaft und konnte mich sofort verzaubern. Ich fand dieses Setting einfach super faszinierend, eine Welt mit Cyborgs, einem attraktiven Prinzen und einer bösen Königin, die ihr Herrschaftsgebiet vom Mond auf die Erde ausweiten möchte. Ach und die verschwundene Prinzessin, darf man natürlich auch nicht vergessen.

Diese Mischung zwischen Science Fiction, Fantasy und Märchen hat mir sehr gut gefallen und so konnte mich die Geschichte trotz einiger Längen und einer ziemlich vorhersehbaren Handlung, bestens unterhalten. Mich hat "Cinder" sogar so sehr überzeugt, dass ich mir direkt die nächsten zwei Teile geholt habe. Auch wenn es dann leider ein ganzes Jahr gedauert hat, bis ich weitergelesen habe.
http://www.puffin.co.uk/books/cinder-the-lunar-chronicles-book-1/9780141340135/

Dienstag, 8. Dezember 2015

[Rezension] E.J. und das Drachenmal von Anika Oeschger

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Emilia Jane, von allen ausser ihren Eltern nur E.J. genannt, hat eigentlich gerade genug mit ihrem Liebeschaos zu kämpfen, als sie sich an einem mysteriösen Gegenstand schneidet und ihr Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird. Woher kommt das merkwürdige Mal auf ihrem Arm, das fast wie ein Tattoo aussieht? Und weshalb geschehen um sie herum plötzlich ständig merkwürdige Dinge? Dann hat sie plötzlich auch noch unheimliche Träume, die irgendwie zu real scheinen...
Als ich mir das Programm des neuen Verlags Riverfield angesehen habe, ist mir E.J. und das Drachenmal sofort aufgefallen. Das Cover hat mich auf Anhieb angesprochen und die Kurzbeschreibung klang auch nach einem Buch ganz nach meinem Geschmack. Mein Interesse steigerte sich noch, als ich herausfand, dass es sich bei dem Roman um das Debüt einer erst siebzehnjährigen Autorin handelt. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich noch nie ein Buch einer so jungen Autorin gelesen und war daher sehr gespannt darauf, was mich erwartet.

Leider hatten E.J und ich nicht gerade den besten Start. Bevor die fantastischen Elemente in der Geschichte auftauchen dreht sich die Handlung auf den ersten Seiten um E.J.s alltägliches Leben und ihren ersten richtigen Liebeskummer. Ich hatte anfangs zwei grosse Probleme mit dem Buch. Die Geschichte beginnt mit einem Traum von E.J, den ich richtig spannend und sehr gut geschrieben fand, sobald die eigentliche Handlung jedoch beginnt empfand ich den Schreibstil als ziemlich holprig. Zudem konnte mich die Geschichte anfangs auch einfach nicht fesseln, da die Autorin die Gewohnheit hat alltägliche und für die Handlung nicht relevante Dinge viel zu ausführlich zu beschreiben. 

Mein zweites Problem war E.J. selbst, da sie mir anfangs einfach direkt ziemlich auf die Nerven ging, wofür hauptsächlich das ganze Liebeschaos in ihrem Leben verantwortlich war. Da man als Leser von ihrem Freund ausser ein paar SMS kaum etwas mitbekommt, war es etwas schwierig nachzuvollziehen, dass sie, als dieser mit ihr Schluss macht, anschliessend total am Boden zerstört ist. Besonders da sie mit ihrer Beziehung total unzufrieden war, da besagter (Ex-)Freund sich kaum für sie zu interessieren schien und sie sowieso bereits in einen anderen verliebt war. 

Glücklicherweise verschwanden jedoch diese Probleme im Verlauf der Geschichte grösstenteils. Der Schreibstil wurde viel angenehmer und ich bin nur noch selten über ein paar Formulierungen gestolpert. Auch E.J. wurde mir im Verlauf der Handlung sympathischer. Es gab jedoch noch immer ein paar Situationen, in denen ich ihr Verhalten nicht so ganz nachvollziehen konnte und mir hätte es insgesamt besser gefallen, wenn die Liebesgeschichte keine so grosse Rolle gespielt hätte, da mich auch ihre neue Beziehung nicht wirklich überzeugen konnte. 

Je mehr sich die Geschichte auf die fantastischen Elemente konzentriert hat, desto besser hat sie mir gefallen, was bedeutet das sie mir eigentlich je länger je besser gefallen hat. Besonders gegen Ende wurde die Geschichte richtig spannend. Ich fand auch die Idee, die hinter E.J.s Drachenmal steckt sehr interessant und fand die Kräfte die sie im Verlauf der Geschichte entwickelt sehr interessant. Die Geschichte ist von der Idee her natürlich nicht komplett neu, aber es gab doch einige sehr spannende Elemente in der Geschichte. 

Teilweise hatte ich jedoch das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas schnell entwickelt, besonders da E.J. sehr schnell beinahe perfekt mit ihren neuen Kräften umgehen kann und sowieso teilweise etwas zu perfekt scheint, da sie immer zu wissen scheint, was sie tun muss. Mir hätte es gut gefallen, wenn sich die Geschichte in diesem Aspekt etwas mehr Zeit gelassen hätte, dass man vielleicht noch ein bisschen mehr Hintergrundgeschichte erhalten und auch die Nebencharaktere noch besser kennen gelernt hätte. Ich nehme jedoch an, dass diese Dinge im zweiten Teil, welcher das Ende andeutet, noch weiter ausgearbeitet werden.           
Obschon dieses Buch mich nicht vollständig überzeugen konnte und ihm etwas mehr Feinschliff sicher gut getan hätte, bin ich dennoch beindruckt von der Leistung der jungen Autorin. E.J. und das Drachenmal zeigt eindeutig gute Ansätze und hat mir besonders gegen Ende wirklich gefallen.
 Titel: E.J. und das Drachenmal
Autorin: Anika Oeschger
Verlag: Riverfield
Erschienen: 25. September 2015
Seitenzahl: 304 Seiten
ISBN: 978-3-9524463-2-4
Anika Oeschger, geboren 1997, ist Gymnasiastin. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich. In ihrer Freizeit geht sie verschiedenen sportlichen Aktivitäten nach und ist seit Jahren eine begeisterte Pianistin. »E.J. und das Drachenmal« ist ihr Romandebüt. (Quelle: Riverfield Verlag)

Freitag, 4. Dezember 2015

[Neuzugäng] Geburtstag und viele tolle Neuerscheinungen...


Leute ich muss euch warnen, das hier ist nur der erste Teil meiner Neuzugänge aus dem Oktober (ja, ich bin etwas im Rückstand mit meinen Neuzugänge-Posts) und bald wird noch ein zweiter Teil folgen... xD

Daher probiere ich mich jetzt auch mal etwas kürzer zu halten. ;)

Silber, Talon und Magnus Chase waren für mich drei Bücher, die ich einfach unbedingt haben musste, da Kerstin Gier, Julie Kagawa und Rick Riordan alle zu meinen Lieblingsautoren zählen und ich fast alle ihre Bücher kurz nach dem Erscheinen verschlinge. Bis auf Talon habe ich die Bücher auch bereits gelesen und meine "Kurzrezis" (ich bin vor einiger Zeit darauf hingewiesen worden, dass diese nicht besonders kurz sind...xD) dazu sollten hoffentlich bald folgen.


Da ich mich noch immer nicht so richtig mit E-books angefreundet habe, durfte Book Elements, das neue Buch von Stefanie Hasse, in der Printversion bei mir einziehen. ♥ Ich finde es sieht echt hübsch aus, obschon es beim Fotografieren ständig umkippen wollte, da es ziemlich dünn ist. 
Physik der Superhelden von James Kakalios und A Man Called Ove von Fredrik Backman waren beides Geburtstagsgeschenke, die beweisen, dass ich echt tolle Freundinnen habe, die mich total gut kennen. ;)
A Man Called Ove habe ich auch schon gelesen und meine Kurzrezi in der ich darüber schwärme kommt hoffentlich auch bald. Ich habe so geheult bei dem Buch... :`(


Darkmouth von Shane Hegarty, E.J. und das Drachenmal von Anika Oeschger und Black Balde von Jennifer Estep waren alles Rezensionsexemplare. Daher herzlichen Dank an den Oetinger Verlag, den Riverfield Verlag und den IVI Verlag! ♥  Die Rezension zu Black Blade ist bereits pünktlich zum Erscheinungstermin online gegangen und ihr findet sie HIER. Auch E.J. ist bereits gelesen und die Rezi dazu kommt in den nächsten Tagen und Darkmouth ist meine aktuelle Lektüre, ich bin schon sehr gespannt wie Finns Geschichte weiter geht. :D


Auch My Dear Sherlock von Heather Petty und Der Winter der schwarzen Rosen von Nina Blazon sind Rezensionsexemplare, daher herzlichen Dank an den cbj und cbt Verlag! ♥
Da ihr zu beiden Titel auch schon eine Rezension (HIER und HIER) auf meinem Blog findet und ich mich freuen würde wenn ihr dort vorbei schaut, will ich mich hier jetzt wirklich mal kurzfassen. ;)


Last but by no means least... ist natürlich auch dieser wunderschöne Schatz bei mir eingezogen. Ich habe mir die illustrierte Ausgabe von Harry Potter und der Stein der Weisen von meinen Eltern zum Geburtstag gewünscht und das Buch ist echt noch schöner, als ich es mir vorgestellt habe. ♥♥♥ Ich hoffe ja sehr, dass jetzt jedes Jahr ein weiterer Teil in dieser tollen Ausgabe erscheint, dann weiss ich auf jeden Fall schon, was ich mir jedes Jahr zum Geburtstag wünsche... ;)

Das mit dem Kurzfassen hat ja irgendwie nicht wirklich geklappt. ;) 
Ich hoffe wir lesen uns trotzdem bald wieder beim nächsten Neuzugänge-Post, der nicht lange auf sich warten lassen wird... xD

Ganz liebe Grüsse ♥