Sonntag, 22. Juni 2014

[Rezension] Obsidian

Obsidian: Schattendunkel - Jennifer L. Armentrout

zum Inhalt:
Als die 17-jährige Katy zusammen mit ihrer Mutter in eine Kleinstadt in West Virginia zieht, ist sie erst alles andere als begeistert von ihrem neuen Zuhause. Dass sie zuerst nicht einmal Internet hat, ist für Katy als Buchbloggerin besonders ein Problem. Langweilig wird ihr aber trotzdem nicht, denn es dauert nicht lange, bis sie sich mit Dee, dem Mädchen, dass im Nachbarshaus wohnt anfreundet. Genauso schnell entwickelt sich aber auch eine echte Feindschaft zwischen Katy und Dees Zwillingsbruder Daemon. Dieser ist nämlich zwar super heiss, dafür aber auch ein echtes Arschloch, er will ihr sogar die Freundschaft zu Dee verbieten. Doch Katy lässt sich nicht so schnell einschüchtern, auch wenn ihre Nachbarn einige Geheimnisse zu haben scheinen...
 
meine Meinung:
Bevor ich dieses Buch gelesen habe, wurde ich schon mit sehr unterschiedlichen Meinungen dazu konfrontiert. Der häufigste Kritikpunkt, den ich gehört habe war, dass die Geschichte sehr an Twilight erinnert. Auch ich muss diesem Punkt bis zu einem gewissen Grad zustimmen, auch wenn es hier nicht um Vampire geht. Für mich ist Obsidian ein sehr typisches Romantasy Buch. Wer vorher schon Bücher aus diesem Genre gelesen hat, dem werden gewisse Dinge sehr bekannt vorkommen, denn Obsidian bietet leider wirklich kaum etwas Neues.

Dies ist allerdings nicht unbedingt negativ zu verstehen, denn obschon die Geschichte nicht mit unglaublichen Überraschungen aufwarten kann, kann sie doch sehr gut unterhalten. Jennifer L. Armentrout hat es meiner Meinung nach nämlich geschafft, diese bekannten Elemente wirklich gut zusammen zu fügen und hat damit eine kurzweilige, spannende und packende Geschichte zu schaffen. Ausserdem war ich positiv überrascht, dass die Geschichte nicht von Vampiren oder Werwölfen handelt.

Ein weiterer Pluspunkt war für mich der Humor. Dieser hat sehr zu meinem Lesevergnügen beigetragen. Die Autorin schreibt sehr angenehm und humorvoll, besonders die Wortgefechte zwischen Katy und Daemon, waren super amüsant. Ausserdem macht es für mich auch immer die Charaktere sympathischer, wenn sie über einen guten Sinn für Humor verfügen.

Katy mochte ich deshalb auch schon direkt von Anfang an, natürlich auch weil sie Buchbloggerin ist. Sie war zwar nicht komplett anders, als andere Protagonistinnen dieses Genres und hat beispielweise auch grosses Talent bewiesen, sich in Gefahr zu bringen. Ich mochte jedoch ihre dickköpfige, selbstständige und realistische Art. Auch wenn sie Daemon sofort attraktiv findet, sieht sie doch nicht einfach über seine schlechten Eigenschaften hinweg und himmelt ihn auch nicht nur an. Katy war eindeutig mein Lieblingscharakter in dieser Geschichte.

Daemon ist schon eher der typische Bad-Boy-Love-Interest. Dennoch war er mir irgendwie sympathisch. Er ist etwas zu sehr um seine Schwester besorgt und wirkt teilweise etwas zu perfekt, doch es gab auch Momente, in denen man sehen konnte, dass er auch eine verletzlichere Seite hat. Ich hoffe in weiteren Teilen, wird sein Charakter noch etwas tiefgründiger. Dasselbe gilt für Dee, die bisher einfach zu perfekt wirkt.

Die Nebencharaktere sind leider alle sehr flach geblieben. Vermutlich habe ich sie in einigen Tagen schon wieder komplett vergessen, da sie auch alle eigentlich keine wirklich wichtige Rolle, für die Handlung des Buches spielten. Dies hat wohl auch dazu beigetragen, dass die Geschichte es einfach nicht geschafft hat zu überraschen und komplett vorhersehbar war, jeder der schon häufiger Romantasy gelesen hat, könnte wohl schon zu Beginn die gesamte Geschichte voraussagen.

Als letztes möchte ich aber noch einmal zu einem absoluten Highlight kommen, dem Cover. Das Buch sieht echt wunderschön aus, dank dem leichten Glitzern könnte ich es echt den ganzen Tag anstarren. Ich bin hier echt froh, dass nicht die englischen Cover übernommen wurden, diese sind nämlich absolut schrecklich.
 
Fazit:
Obsidian hat mich irgendwie etwas gespalten zurück gelassen. Einerseits konnte mich das Buch super unterhalten, ich mochte den Humor und Katy war eine interessante und sympathische Protagonistin. Andererseits war die Geschichte sehr vorhersehbar, hat nicht viel Neues geboten und die Nebencharaktere sind etwas zu kurz gekommen. Das Buch ist daher für mich durchaus lesenswert aber keinesfalls ein MustRread. Wer allerdings noch ein kompletter Neuling ist, was das Genre der Romantasy angeht, für den könnte die Geschichte wirklich toll sein.

7/10*

Buchinfos:
Titel: Obsidian - Schattendunkel
Autor: Jennifer L. Armentrout
Erschienen: April 2014
Seitenzahl: 400 Seiten
Gebunden: 18,90 €, 27,50 SFr.
Autoreninfos:
Jennifer L. Armentrout lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden in West Virginia. Wenn sie nicht gerade mit dem Schreiben eines neuen Buches beschäftigt ist, schaut sie sich am liebsten Zombie-Filme an. Ihre E-Books waren in den USA auf Anhieb so erfolgreich, dass sie kurze Zeit später in den Druck kamen und sofort auf die Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste kletterten.

Herzlichen Dank an Blogg dein Buch und den Carlsen Verlag!

Quellen: www.carlsen.de

Mittwoch, 18. Juni 2014

[Buchregaltour] Erstes Regal


Ich bin endlich dazu gekommen eine Buchregaltour zu filmen. Ehrlich gesagt hatte ich ursprünglich geplant diese zu meinem dritten Bloggeburtstag zu drehen, allerdings war der am 20. März und das ist ja doch schon wieder etwas her. Deshalb kommt jetzt halt ohne wirklichen Grund meine erste Buchregaltour.

Wie schon gesagt, ich habe vorher noch nie so was gemacht und daher bin ich auch nicht komplett zufrieden, dennoch hoffe ich, dass ihr die Videos interessant findet. Ich habe das Ganze in drei Teile unterteilt. Dieser Teil hier ist mein erstes Regal, die anderen beiden kommen dann irgendwann innerhalb der nächsten Wochen (den dritten muss ich noch fertig filmen). ;)



Habt ihr teilweise dieselben Bücher in euren Regalen stehen? Wie fandet ihr die Bücher?
Ich freue mich über Kommentare. :)

glg Nadja <3

Freitag, 13. Juni 2014

[Kurzrezension] Skulduggery Pleasant - Sabotage im Sanktuarium

Kurzbeschreibung:
Seit der großen Schlacht ist Skulduggery in der Welt der Gesichtslosen verschwunden. Nur ein Wunder kann ihn jetzt noch retten – oder Walküre: Sie muss ganz schnell seinen Kopf finden, der ihm einst von drei Kobolden in Irland gestohlen wurde. Während Walküre um die halbe Welt reist, wird der Magier Skarabäus nach 200 Jahren Gefängnis entlassen. Zwar hat er seine Zauberkräfte eingebüßt, doch seine Rachelust ist ungebrochen. Sofort schart er einen Kreis der schlimmsten Übeltäter um sich, unter ihnen auch Remus Crux, der die Seiten gewechselt hat. Sie alle können Skulduggerys Rückkehr kaum erwarten – denn jeder Einzelne von ihnen hat noch eine Rechnung mit ihm offen. (Quelle Loewe Verlag)

meine Meinung:
Ganz ehrlich, Sabotage im Sanktuarium ist bisher mein Lieblingsteil der Skulduggery Pleasant Reihe. Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten in die Handlung hineinzufinden, weil ich teilweise nicht mehr alle Geschehnisse aus den letzten Teilen ganz präsent hatte. Besonders bei den vielen Bösewichten, wusste ich teilweise nicht mehr so ganz welche Rolle sie in früheren Teilen gespielt haben.  

Dies hat mich aber nicht lange gestört, die Geschichte ist nämlich super spannend und es geschieht unglaublich viel. Was ich besonders mochte, waren die vielen Wendungen und Überraschungen, besonders am Ende des Buches. Teilweise kamen diese so unerwartet, dass ich wirklich nur noch mit offenem Mund da sass. Das Ende hat mich wirklich komplett verblüfft und viele Fragen aufgeworfen, weshalb ich mich schon extrem auf die nächsten Teile freue.  

Ich mochte auch wieder sehr, dass es kurze Kapitel aus der Sicht von Skulduggery und Walküres Gegner gab. Diese Kapitel waren immer unglaublich unterhaltsam, besonders weil es diesen ganzen Bösewichten alles andere als leicht fällt wirklich zusammen zu arbeiten. Ich fand diese Gruppe sehr interessant, auch weil man das Gefühl hatte, sie stellt wirklich eine Bedrohung für Skulduggery, Walküre und die Anderen dar. 

Doch natürlich waren nicht nur die Gegner interessanten, auch alle anderen Charaktere sind absolut aussergewöhnlich und einzigartig. Ich finde es auch toll, dass man Walküre richtig erwachsen werden sieht und dass auch ihre alltäglichen Probleme eine Rolle spielen. So ist in diesem Teil beispielsweise das Thema Familie sehr wichtig, in verschiedener Hinsicht.  

Der Humor ist natürlich auch in diesem Teil wieder unschlagbar und dennoch ist die Geschichte zu einem grossen Teil eher düster und es gibt teilweise auch ziemlich brutale Szenen. Genauso wie Walküre in den Büchern älter wird, richten sich die Bücher auch immer mehr an ein älteres Publikum und behandeln ernstere Themen.  

Wie schon gesagt ist dieser Teil bisher mein Liebster, aber wenn sich die Bücher wirklich so weiter entwickeln könnte sich dies schon bald ändern. Ich bin jedenfalls super gespannt auf den nächsten Teil und möchte die Reihe wirklich allen, die gerne spannende, aussergewöhnliche und humorvolle Geschichten lesen ans Herz legen. 

10/10*


Sonntag, 8. Juni 2014

[Kurzrezension] Mein Leben für dich

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Kurzbeschreibung:
Simon hat Mist gebaut. Jetzt sitzt sein Bruder seinetwegen im Knast und er selbst steht ohne Geld und Arbeit da. Doch dann bekommt er die Chance seines Lebens: als Bodyguard an der Seite der jungen Hotelerbin Mia.
Mia ist stinksauer, dass ihr Vater sie von ihrem Schweizer Internat genommen hat und jetzt auch noch einen Babysitter für sie engagiert. Darauf hat Mia herzlich wenig Lust und lässt Simon das auch sehr deutlich spüren.
Trotzdem kommen sich die beiden näher. Doch als sich Simons alte Gang einschaltet, wird ihre zarte Liebe auf eine harte Probe gestellt. Und Simon wird klar, dass er tatsächlich sein Leben für Mia gäbe … (Quelle Loewe Verlag)
 
meine Meinung:
Als Erstes möchte ich sagen, ich fand das Buch nicht schlecht. Ich habe es innerhalb von weniger als einem Tag durchgelesen und konnte es dabei wirklich kaum aus der Hand legen. Es war also definitiv fesselnd. Dennoch habe ich aber auch ein paar ziemlich grosse Kritikpunkte.
 
Als erstes wäre da Mia, die weibliche Hauptperson. Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Mia und Simon, ihrem neuen Bodyguard, beschrieben. Aus der Sicht von Simon habe ich eigentlich sehr gerne gelesen. Ich fand ihn sympathisch, auch wenn er so ein bisschen der typische, doch nicht so böse, Bad Boy war. Mia hingegen fand ich leider teilweise ziemlich nervig, zickig und unsympathisch. Es gab auch Momente wo sie sehr nett wirkte, dennoch wurde ich mit ihrem Charaktere einfach nicht wirklich warm. 

Das sich Mia und Simon ineinander verlieben werden, dürfte wohl jedem Leser von Anfang an klar gewesen sein, leider ging es den beiden aber nicht so. Die Chemie zwischen den beiden hat eindeutig gestimmt und ich fand die beiden passen eigentlich auch gut zusammen. Deshalb hat es mich aber umso mehr genervt, dass sie es sich einfach nicht eingestehen wollten, besonders Mia. Sie redet sich wirklich ein in einen anderen verliebt zu sein, der auch noch absolut unsympathisch ist. Ich hätte sie manchmal am Liebsten angeschrien. 

Was ich mochte war, dass auch ernstere Themen behandelt wurden, besonders natürlich im Zusammenhang mit Simons früherer Gang. Ich fand diese Aspekte der Geschichte durchaus spannend und dadurch gibt es auch ein paar actionreiche Szenen. Dennoch blieb die Geschichte aber ziemlich vorhersehbar und grosse Überraschungen blieben aus. Das Ende wurde zudem etwas schnell abgehandelt, obschon es eigentlich viel Potenzial gehabt hätte.

5/10*