Freitag, 31. Januar 2014

[Rezension] Grischa 2

Grischa: Eisige Wellen - Leigh Bardugo

*Dies ist eine Fortsetzung, die Rezension enthält möglicherweise Spoiler zum ersten Teil!*

zum Inhalt:
Alina und Maljen ist die Flucht vor dem Dunklen gelungen. Sie versuchen nun unterzutauchen, um irgendwo ein neues Leben anfangen zu können. Doch dies ist leichter gesagt als getan. Es gibt Gerüchte, dass der Dunkle überlebt hat und Alina ist sich sicher, dass er noch immer hinter ihr her ist. Ausserdem belastet es sie ihre Kräfte nicht benutzen zu können, da sie nicht auffallen dürfen. Und ist sie nicht die Einzige, die den Dunklen aufhalten kann? Kann sie Rawka wirklich den Rücken kehren oder lässt sie damit alle im Stich?

meine Meinung:
Ich bin wirklich froh, dass ich schon kurz nachdem ich den ersten Teil beendet habe zum zweiten Teil der Grischa-Trilogie greifen konnte. Ich war sofort wieder in der Geschichte drin und habe von der ersten Seite an mit Alina mitgefiebert. Es dauert dann auch nicht lange, bis sich zeigt, dass der Dunkle eindeutig noch nicht besiegt ist und die Geschichte ist sofort super spannend.

Die Atmosphäre ist wieder wirklich toll und konnte mich, wie schon im ersten Teil, sofort in ihren Bann ziehen. Ich hatte wirklich das Gefühl in der Geschichte versinken zu können und an einem anderen Ort zu sein. Dies lag auch an dem tollen Schreibstil von Leigh Bardugo, sie schreibt auf der einen Seite sehr schön bildhaft, was auch diese tolle Atmosphäre erschafft, auf der anderen Seite ist ihr Schreibstil jedoch auch nicht zu ausschweifend. Sie schafft es sehr gut dem Leser Alinas Gefühle zu vermitteln und auch wenn die Grundstimmung des Buches eher düster ist, gibt es doch ein paar wirklich amüsante Momente.

Die Geschichte war aber auch wieder wirklich spannend. Sie hat mich sofort gefesselt und ich habe das Buch innerhalb von ein paar Tagen verschlungen. Der Anfang und das Ende waren sehr actionreich, während der Mittelteil etwas ruhiger war. Im mittleren Teil geht es mehr um die Charaktere, hauptsächlich um Alina, die sich wieder in einer vollkommen neuen Situation einleben muss, aber auch um ihre Beziehung zu Maljen, die alles andere als einfach ist. Obschon mir auch dieser Teil sehr gut gefallen hat, hat er sich meinem Gefühl nach etwas gezogen. Die Geschichte wurde allerdings nie langweilig, weil die Charaktere und ihre Probleme wirklich interessant und auch authentisch waren.

Die meisten wichtigen Figuren kennt man schon aus dem ersten Teil, allen voran natürlich Alina, Maljen und der Dunkle. Alina hat in diesem Teil eine sehr grosse Entwicklung durchgemacht. Sie hat nun viel mehr Verantwortung und muss sich zuerst an ihre Situation gewöhnen, dabei darf sie jedoch auf keinen Fall Schwäche zeigen, da ihre Feinde nur darauf warten, dass sie einen Fehler begeht. Durch diese veränderte Situation muss sie auch Entscheidungen treffen, die ihr selbst nicht wirklich gefallen und ihr Verhalten macht sie auch nicht immer sympathisch. Ich konnte sie jedoch gut verstehen, ihre Entwicklung ist wirklich authentisch und im Grossen und Ganzen mochte ich Alina als Protagonistin sehr.

Die Beziehung zwischen Alina und Maljen ist, wie schon angedeutet, ziemlich kompliziert. Obschon die beiden einander wirklich lieben, scheint sich ständig jemand oder etwas zwischen sie zu drängen. Insgesamt scheinen ihre Leben und ihre Schicksale nicht richtig zusammen zu passen. Alle scheinen etwas von Alina zu wollen und wegen ihrer Macht hat es nicht nur der Dunkle auf sie abgesehen, Maljen hingegen ist auch nicht dafür gemacht immer in Alinas Schatten zu stehen und ihren Beschützer zu spielen.

Auch der Dunkle spielt natürlich wieder eine wichtige Rolle, denn er hat noch lange nicht aufgegeben und ist noch immer hinter Alinas Macht her, doch diese kennt nun seine wahren Absichten und er kann sie nicht mehr so einfach um den Finger wickeln, deshalb muss er sich einen anderen Weg suchen.
Doch es gibt natürlich auch neue Charaktere, die in diesem Teil eine wichtige Rolle spielen, allen voran Sturmhond. Über ihn möchte ich gar nicht zu viel verraten, nur dass er eine meiner absoluten Lieblingsfiguren in diesem Buch war. Seine Geschichte ist wirklich interessant und sein Charakter ist extrem vielschichtig. Man weiss eigentlich nie so genau was seine wahren Absichten sind und ob man ihm trauen kann, aber ich mochte ihn total, besonders weil er ein wirklich einzigartiger Charakter ist.

Kommen wir als letztes noch zu der Gestaltung des Buches, welche, wie schon beim ersten Teil, einfach nur toll ist. Nicht nur das Cover ist wunderschön und passt sogar zu der Geschichte, auch ohne Schutzumschlag sieht das Buch toll aus und auch im Innern des Buches sieht man, dass man sich bei der Gestaltung sehr viel Mühe gegeben hat. Auch der Titel passt wirklich gut zu der Geschichte, ohne jedoch zu viel zu verraten.

Fazit:
Eine wirklich gelungene Fortsetzung, die mich wieder in ihren Bann ziehen und vollkommen überzeugen konnte. Einzig der Mittelteil hat ein paar kleine Längen, ansonsten ist die Geschichte super spannend und lebt vor allem auch von ihren tollen Charakteren. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil und bin gespannt ob Alina es schafft den Dunklen zu besiegen.

9/10*

Buchinfos:
Titel: Grischa - Eisige Wellen
Autor: Leigh Bardugo
Verlag: Carlsen
Erschienen: 25. Juli 2013
Seitenzahl: 448 Seiten
Gebunden: 18,90 €

Autoreninfos:
Leigh Bardugo wurde 1975 in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Sie studierte an der Yale University. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Make-up-Artist. Grischa - Goldene Flammen ist ihr erster Roman, zwei weitere Bände der Saga um die Sonnenkriegerin Alina sind in Vorbereitung.


Dienstag, 28. Januar 2014

[Bucheindrücke] Grischa, Let it Snow...

Es haben sich mal wieder ein paar Bücher angesammelt und deshalb gibt es heute einen neuen Bucheindrücke-Post.


Dash & Lily's Book of Dares - Rachel Cohn & David Levithan

Ich habe dieses Buch bereits letztes Jahr irgendwann um Weihnachten herum gelesen und finde es echt perfekt für diese Zeit. Die Stimmung des Buches passt wirklich gut zu dieser Zeit und ich finde es besonders toll, dass man diese Zeit aus zwei sehr verschiedenen Sichtweisen miterlebt.
Obschon Dash und Lily sehr unterschiedlich sind, waren sie mir beide super sympathisch und ich konnte mich in gewisser Weise auch mit beiden identifizieren. Beide Charaktere sind einzigartig und authentisch und ich habe sie wirklich ins Herz geschlossen. Ich habe ehrlich gesagt wirklich keine der beiden Sichtweisen bevorzugt.
Neben Dash & Lily gibt es jedoch auch noch jede Menge super lustige und sympathische Nebencharaktere, wie beispielsweise Boomer, Dashs bester Freund oder Langston, Lilys Bruder. Ausserdem wären da auch noch jede Menge andere Verwandte von Lily, unter anderem ihre Grosstante genannt Mrs. Basil E., die alle wirklich interessant sind. 
Doch auch die Handlung konnte mich überzeugen. Die Geschichte ist zwar nicht super spannend oder actionreich, doch dafür gibt es unglaublich viele tolle, lustige Momente, die super unterhaltsam sind und es wird einem nie langweilig. Ich habe zudem richtig mit Dash und Lily mitgefiebert und gehofft, dass sie zusammen finden. 
Die Geschichte schickt einem ausserdem auf eine Art Schnitzeljagd durch ganz New York, was mir besonders gefallen hat, weil ich an ein paar Orten sogar selbst schon war.
I was attempting to write the Story of my life. It wasn't so much about plot. It was much more about character. (p. 198)
9/10*


Schweig still, süsser Mund - Janet Clark

Ehrlich gesagt lese ich nur selten Thriller, doch dieses Buch lag schon sehr lange auf meinem SuB und da ich eigentlich nur gutes darüber gehört habe, wollte ich es doch mal lesen. Allerdings muss ich sagen, dass ich wohl in Zukunft dennoch nicht häufiger Jugendthriller lesen werde.

Ich möchte nicht sagen, das Buch hätte mich enttäuscht, richtig überzeugen konnte es mich aber auch nicht. Mein Problem mit der Geschichte bestand hauptsächlich, dass lange einfach nichts wirklich Spannendes passiert. Natürlich wollte ich herausfinden, was mit der verschwundenen Freundin der Protagonistin geschehen ist, aber dennoch musste ich mich teilweise fast durch die Geschichte durchquälen.

Ehrlich gesagt hatte ich sogar bis am Ende das Gefühl, dass nicht wirklich viel passiert ist und das Ende hat mich auch nicht wirklich befriedigt zurück gelassen. Dabei wirkte die Geschichte wirklich gut durchdacht und auch das Thema ist wirklich originell, dennoch war mir die Geschichte einfach zu wenig überraschend und spannend. Irgendwie hatte ich hier bei einem Thriller einfach mehr erwartet.

Ein weiteres Problem war für mich Jana, die mir einfach nicht sympathisch war. Eigentlich ist es ja echt nett, was sie für ihre Freundin alles unternimmt und wie entschlossen sie bei der Sache ist, sie zu finden, dennoch bin ich mit Jana einfach nicht warm geworden. Sie wirkte manchmal sehr naiv und ich konnte ihre Handlungen oft nicht wirklich verstehen.

Auch die anderen Charaktere waren mir nicht super sympathisch, was teilweise auch daran lag, dass man sich nie sicher sein konnte, ob nicht vielleicht doch jemand von ihnen der Täter sein könnte. Jedenfalls war dies die erste Hälfte des Buches so, danach wurde mir jedoch ziemlich schnell klar, wer der Täter sein musste, besonders weil man sich vieles aus den kleinen Abschnitten, die aus der Sicht des Täters geschrieben sind zusammenreimen konnte.

Jana war sicher, dass er in diesem Bild seine Seele darstellen wollte, die Zerrissenheit, die Schuld, die Angst, die Verzweiflung. (S. 334)

6/10*


Let it snow - John Green, Maureen Johnson & Lauren Myracle

Wie eigentlich unschwer zu erkennen ist dies ein weiteres Weihnachtsbuch. Es besteht aus drei Kurzgeschichten von drei verschiedenen Autoren, die alle so um die 100 Seiten lang sind. Doch obschon alle der drei Geschichten andere Hauptpersonen haben, haben sie doch irgendwie alle miteinander zu tun und alles hängt irgendwie zusammen.

Ich kann ehrlich gesagt nicht sagen, welche der drei Geschichten mir am besten gefallen hat. Alle drei Geschichten haben mir gut gefallen, alle drei waren lustig, süss und sehr unterhaltsam, ausserdem waren die Charaktere auch echt toll, teilweise etwas gewöhnungsbedürftig, aber auf eine gute Art.

Allerdings muss ich sagen, dass ich die beiden ersten Geschichten von Maureen Johnson und John Green etwas besser fand, bei der letzten Geschichte konnte ich leider nicht wirklich viel mit den Charakteren anfangen, besonders die Hauptperson wirkte auf mich auch irgendwie nicht wirklich authentisch. Dennoch mochte ich sehr, wie diese Geschichte alle drei zusammengefügt hat und mich am Ende sehr zufrieden zurück gelassen hat, weil alles aufgeklärt wurde.

 Die Geschichten sind insgesamt nicht super spannend oder actionreich, aber dennoch konnten mich die Geschichten fesseln und haben mich jedenfalls super unterhalten. Über die Handlung selbst möchte ich eigentlich gar nichts mehr sagen, weil ihr euch am besten einfach überraschen lässt, nur eines will ich sagen, es erwartet euch jede Menge Schnee.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, ich habe es während der Weihnachtszeit gelesen und das Buch hat die Stimmung dieser Zeit auf eine sehr lustige Art eingefangen. Ich hätte mir nur gewünscht, dass es bei mir auch geschneit hätte, aber dafür kann das Buch natürlich nichts.

  But then again (and here is one of my main complaints about human consciousness): once you think a thought, it is extremely difficult to unthink it. And I had thought the thought. (p. 193)

8/10*


Grischa: Goldene Flammen - Leigh Bardugo

Irgendwie hatte ich bei diesem Buch schon das Gefühl, dass es toll werden würde, aber dennoch konnte es mich positiv überraschen. Ich bin an das Buch herangegangen ohne wirklich viel Ahnung zu haben, was mich erwartet und habe mich einfach ohne grosse Erwartungen darauf eingelassen.

Als erstes hat mich jedoch schon die wunderschöne Gestaltung für sich eingenommen. Nicht nur das Cover ist wunderschön auch ohne Schutzumschlage und im Innern sieht das Buch echt toll aus. Dies alles hat auch zu der wundervollen Atmosphäre beigetragen, die mich, sobald ich zu lesen begonnen habe, sofort in ihren Bann gezogen hat.

Die Geschichte konnte mich auch sofort fesseln. Als Leser geht es einem eigentlich fast wie Alina selbst, man weiss nicht wie einem geschieht. Alina ist eine Waise und hat bisher ein sehr bescheidenes Leben geführt. Sie ist eine ganz normale Kartografin in der ersten Armee des Zaren, doch plötzlich soll sie etwas Besonderes sein. Dies hat die Geschichte sehr spannend gemacht, man hat nie wirklich gewusst, was auf einem zukommt.

Ich mochte Alina als Protagonistin sehr, ich fand die Entwicklung, die sie durchmacht sehr authentisch und ich konnte ihre Gedanken und Handlungen sehr gut nachempfinden. Natürlich ist sie nicht perfekt und teilweise verhält sie sich etwas naiv, dennoch war sie mir aber sehr sympathisch, da sie trotzdem stark bleibt, auch wenn sie es oft nicht leicht hat.

Auch die Nebencharaktere fand ich sehr interessant, besonders weil man bei ihnen oftmals nicht wirklich wusste, ob sie nun gut oder böse sind. Dies hat mir an der Geschichte allgemein gefallen, dass sie nicht vorhersehbar und sehr spannend war. Ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen.

Ich war immer einsam gewesen, aber nie wirklich allein. Doch wie sich zeigte, war das Alleinsein weniger schlimm als befürchtet. (S. 184)

9/10*

Mittwoch, 15. Januar 2014

[Rezension] Das verbotene Eden

Das verbotene Eden: Magda und Ben - Thomas Thiemeyer

*Dies ist eine Fortsetzung, die Rezension enthält möglicherweise Spoiler zu den vorherigen Teilen!*
 
zum Inhalt:
Der Kampf zwischen Frauen und Männer steht kurz bevor und scheint beinahe nicht mehr abwendbar. Doch dann treffen ein alter Mann und eine alte Frau aufeinander, die eine gemeinsame Vergangenheit haben. Sie erinnern sich wie es war bevor Frauen und Männer einander gehasst haben. Gibt es wirklich keine Chance mehr den Krieg zu verhindern, bei dem es keine Gewinner geben und der für beide Geschlechter den Untergang bedeuten würde? Oder ist es nicht möglich, dass nach all diesen Jahren der Hass endlich überwunden wird und die Liebe gewinnt?

meine Meinung:
In dem letzten Teil der "Das verbotene Eden"-Trilogie geht es um Magdalena und Benedikt, die man beide schon in früheren Teilen getroffen hat. Die Geschichte setzt aber nicht dort ein, wo der letzte Teil aufgehört hat, sondern 2015, 65 Jahre früher. Magda und Ben sind zu diesem Zeitpunkt seit etwa einem Jahr zusammen und sehr verliebt. Doch dann schlägt das Killervirus zu und Frauen und Männer fangen an einander zu hassen und die beiden werden getrennt.

Für mich war dieser erste Teil, der sich über die ersten ungefähr 150 Seiten des Buches zieht, der beste des ganzen Buches. Mich konnte dieser Start sofort fesseln, besonders aufgrund der realistischen und glaubwürdigen Art, wie der Autor der Ausbruch des Virus geschildert hat. Die Handlung war super spannend und es war erschreckend wie schnell sich die Welt in absolutes Chaos verwandelt hat. Zudem hat dieser Teil eine tolle düstere und beklemmende Atmosphäre, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat.

Man lernt auch Magda und Ben etwas besser kennen und ich fand beide Charaktere sofort super interessant. Die beiden sind ein sehr ungleiches Paar, passen aber irgendwie trotzdem sehr gut zusammen. Ausserdem waren mir auch beide gleich sympathisch. Ich fand es auch sehr interessant weil man ja auch die 65 Jahre älteren Versionen der beiden kennt und obschon sie sich natürlich verändert haben, gibt es doch gewisse Dinge, die noch immer gleich sind. So hat Magda beispielsweise schon früher als Nebenjob in einem Krankenhaus gearbeitet und nun ist sie die oberste Heilerin der Frauen. Ausserdem hat sich auch noch immer ihren eigenen Kopf und ist sehr gut darin diesen durchzusetzen. Ben hingegen war schon immer sehr eigenwillig, hat sein eigenes Ding gemacht und sich nicht den anderen angepasst. So wendet er sich auch 65 Jahre später gegen den Inquisitor, weil er keinen Sinn in diesem Krieg sieht und hofft, dass Frauen und Männer doch noch Frieden schliessen können.

Man trifft jedoch auch alte Bekannte wieder und die Geschichte ist aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Ich mochte dies sehr, da man so erfährt, was mit den Charakteren der früheren Teile geschehen ist und sich so alles sehr gut zusammen fügt. Ausserdem sieht man so auch verschiedene Seiten und erfährt immer was an den verschiedenen Schauplätzen geschieht. Dabei fand ich es auch schön zu sehen, dass nicht eine Seite, weder die Frauen noch die Männer, die Guten sind, sondern eigentlich beide Seiten von ihren Anführern, die beide ziemlich fanatisch sind, aufgestachelt werden. Sie merken gar nicht, dass sie die andere Seite nicht hassen müssen und es auch andere Wege gibt.

Ich fand die Geschichte daher auch nach dem ersten Teil noch sehr spannend. Ich fand aber den ersten Teil einfach interessanter, besonders weil der Rest der Geschichte sich relativ stark auf den Kampf zwischen den Frauen und Männern konzentriert und man dort durch die verschiedenen Perspektiven oft sehr viel mehr weiss als die Personen selbst und dadurch etwas die Überraschung fehlt. Auch das Ende fand ich etwas schnell abgehandelt und fast ein bisschen zu einfach. Dies sind aber eher kleinere Kritikpunkte, denn im Grossen und Ganzen konnte mich die Geschichte doch sehr gut unterhalten und ich bin wirklich zufrieden mit dem Ende.

Das Cover finde ich dieses Mal sehr gelungen. Vor dem Lesen, fand ich die Personen darauf irgendwie merkwürdig aber im Nachhinein finde ich, dass sie eigentlich ziemlich gut dazu passen wie ich mir Magda und Ben als jung vorgestellt habe. Auch die Farbe finde ich durchaus passend zu der Geschichte.
 
Fazit:
Ein wirklich toller Abschluss, einer sehr lesenswerten Trilogie. Magda und Ben sind zwei sehr sympathische und interessante Figuren und man trifft auch auf viele alte Bekannte. Die Geschichte fügt sich sehr schön zusammen und man erfährt nicht nur wie die Geschichte endet sondern zudem auch wie das Ganze eigentlich begonnen hat.

9/10*
 
Buchinfos:
Titel: Das verbotene Eden - Magda und Ben
Autor: Thomas Thiemeyer
Verlag: Knaur
Erschienen: 01.08.2013
Seitenzahl: 448 Seiten
Gebunden: 16,99 €

Autoreninfos:
Thomas Thiemeyer, geboren 1963, studierte Geologie und Geographie, ehe er sich selbständig machte und eine Laufbahn als Autor und Illustrator einschlug. Mit seinen Wissenschaftsthrillern und Jugendbuchzyklen, die etliche Preise gewannen, sich über eine halbe Million Mal verkauften und in dreizehn Sprachen übersetzt wurden, ist er mittlerweile eine feste Größe in der deutschen Spannungsliteratur. „Valhalla“ ist nach „Medusa“ und „Nebra“ der dritte Roman um die Archäologin Hannah Peters.
Der Autor lebt mit seiner Familie in Stuttgart.

Rezension zu Teil 1
Rezension zu Teil 2

Samstag, 11. Januar 2014

[Lesestatistik] Dezember

Leider habe ich im Dezember wieder etwas weniger gelesen, als noch im November. Allerdings ist die Weihnachtszeit auch ziemlich stressig, weshalb ich es nicht so schlimm finde. Ausserdem habe ich zwei Bücher auf Englisch gelesen und da bin ich halt trotzdem noch etwas langsamer als auf Deutsch.
 
Mein SuB ist im Dezember ziemlich in die Höhe geschossen. Ich will eigentlich nie mehr als 50 Bücher auf dem SuB haben, was aber bald etwas schwierig werden könnte. ;)
Leider kann ich auch nicht einmal Weihnachten die Schuld daran geben, da kein einziges der Bücher ein Weihnachtsgeschenk war.
 
 
Gelesen:
2. Nur ein kleiner Sommerflirt - Simone Elkeles
3. Das verbotene Eden: Magda und Ben - Thomas Thiemeyer
4. Dash & Lily's Book of Dares - Rachel Cohn & David Levithan
5. Schweig still, süsser Mund - Janet Clark
6. Grischa: Goldene Flammen - Leigh Bardugo
7. Let it Snow - John Green, Maureen Johnson & Lauren Myracle
 
Gesamt Seitenzahl: 2439 Seiten
Davon Englisch: 612 Seiten
 
Gehört:
1. Cassia & Ky: Die Flucht - Ally Condie
 
Top/Flop:
Mein Top für den Dezember war eindeutig Grischa - Goldene Flammen ich war super positiv überrascht von dem Buch, es war super spannend, fesselnd und echt einzigartig. Ich freue mich daher auch schon sehr diesen Monat direkt den zweiten Teil lesen zu können.
 
Mein Flop für den Dezember ist Cassia & Ky - Die Flucht welches ich als Hörbuch gehört habe. Ich glaube ehrlich gesagt ich hätte mich nicht durch das Buch durchgequält, als Hörbuch ging es noch so, ich habe es immer auf dem Weg zum Bahnhof und wieder nach Hause gehört. Allerdings sind meine Gedanken manchmal etwas abgeschweift, da die Geschichte einfach ziemlich langweilig war, es geschieht nicht viel und am Schluss ist man irgendwie auch nicht weiter als am Anfang.
 
Neuzugänge:
Nach dem Sommer - Maggie Stiefvater
Ruht das Licht - Maggie Stiefvater
In deinen Augen - Maggie Stiefvater
Die drei Leben der Tomomi Ishikawa - Benjamin Constable
Skulduggery Pleasant: Sabotage im Sanktuarium - Derek Landy
Skulduggery Pleasant: Rebellion der Restanten - Derek Landy
Unearthly: Himmelsbrand - Cynthia Hand
Let it Snow - John Green, Maureen Johnson & Lauren Myracle
Dash & Lily's Book of Dares - Rachel Cohn & David Levithan
Bloodlines - Richelle Mead
The Golden Lily - Richelle Mead
The Indigo Spell - Richelle Mead
The Fiery Heart - Richelle Mead
Wir beide irgendwann - Jay Asher & Carolyn Mackler
 
Leseplan:
Da jetzt schon bald wieder Mitte Monat ist und ich noch kein einziges Buch beendet habe, möchte ich mir nicht allzu viel vornehmen.
 
Die Bücher die ich dennoch sicher noch lesen möchte:
Grischa: Eisige Wellen - Leigh Bardugo
Elfenkrieg - Sabrina Qunaj
 
Derzeitiger SuB:
48 Bücher

Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet und wünsche euch noch einen tollen restlichen Januar! Ich hoffe ihr kommt viel zum Lesen. ;)
 
glg Nadja

Mittwoch, 8. Januar 2014

[Rezension] Soul Screamers 4

Soul Screamers: Schütze meine Seele - Rachel Vincent

*Dies ist eine Fortsetzung, die Rezension enthält möglicherweise Spoiler zu den vorherigen Bänden!*

zum Inhalt:
Kaylee und Nash sind eigentlich dabei ihre Beziehung wieder auf die Reihe zu kriegen, und es sieht gar nicht schlecht aus für die beiden, als plötzlich Nashs Ex-Freundin Sabine an ihrer Schule auftaucht. Doch damit nicht genug Sabine macht schnell klar, dass sie Nash auf jeden Fall zurück haben möchte. Kaylee kann dies auf keinen Fall zu lassen, denn obschon sie Nash nicht mehr wirklich vertrauen kann liebt sie ihn doch noch immer. Sabine lässt sich von Kaylee jedoch nicht aufhalten, vielmehr macht sie ihr das Leben zu einem Albtraum, denn Sabina ist eine Mara, die Verkörperung eines Albtraums. Als dann plötzlich an der Schule Lehrer im Schlaf sterben ist für Kaylee klar wessen Werk das ist, nur scheint ihr niemand zu glauben...

meine Meinung:
Ich mag die Soul Screamers Reihe eigentlich sehr, jedoch hatte ich schon bei den vorherigen Teilen leider das Gefühl, dass die Reihe immer etwas schlecht wird. Dieser Trend setzt sich leider auch mit diesem Teil fort, welcher für mich der bisher schlechteste der Reihe war.
 
Zuerst jedoch zu ein paar positiven Punkten, denn auch wenn dieser Teil der bisher schlechteste der Reihe war, war die Geschichte keinesfalls komplett schlecht.
Etwas, was ich bei jedem dieser Bücher bewundere ist die Kreativität der Autorin, sie schafft es jedes Mal wieder neue, einzigartige Figuren einzubringen, was die Soul Screamers Reihe wirklich von anderen Reihen abhebt. Man trifft in ihr nicht auf alt bekannte Wesen wie Vampire oder Werwölfe, sondern auf Wesen über die man bisher noch nichts oder zumindest kaum etwas gelesen hat, was die Reihe besonders für Vielleser attraktiv macht, weil es interessant ist diese neuen Figuren zu entdecken.
 
In diesem Teil lernt man beispielsweise die Mara kennen. Diese Wesen können die Ängste von Menschen lesen und daraus Albträume erschaffen, die sie der Person schicken. Die Maras ernähren sich nun wiederum von der Energie die sie den Menschen damit entziehen. Sabine, die Ex-Freundin von Nash, ist eine Mara und setzt diese Fähigkeit bei Kaylee, die sie als Konkurrentin sieht, ein.
 
Eigentlich ist es verständlich, dass Kaylee davon nicht unbedingt begeistert ist, doch leider bleibt es nicht dabei sondern die Geschichte ist, besonders am Anfang, zu einem grossen Teil von dem Zickenkrieg zwischen Kaylee und Sabine geprägt. Daher konnte mich das Buch lange nicht wirklich fesseln und ich fand es eher langweilig, obschon die Albträume die Sabine Kaylee schickt wirklich unheimlich waren. Zudem hat dieses ständige herumgezicke nicht nur Sabine und Kaylee für mich unsympathisch gemacht, sondern auch Nash, der nicht wirklich etwas dagegen unternimmt.
 
Ab dem Mittelteil, als sich Kaylee dann hauptsächlich mit dem Fall der gestorbenen Lehrer beschäftigt wurde dies jedoch besser. Da endlich etwas Spannendes geschieht konnte mich die Geschichte auch endlich fesseln und die Aufklärung der Morde war wirklich interessant und konnte mich auch überraschen. Was leider fast die ganze Geschichte ein bisschen ein Problem für mich blieb war jedoch, dass sich die Figuren oftmals nicht ganz nachvollziehbar verhalten haben, so fand ich Kaylees Eifersucht Sabine gegenüber beispielsweise wirklich etwas übertrieben. Dies sehe ich jedoch nicht wirklich als grosser Kritikpunkt, da nach dem Ende beziehungsweise der Aufklärung dieses Verhalten Sinn ergibt. Dennoch hat es mein Lesespass etwas geschmälert.
 
Die Aufklärung konnte mich wirklich überraschen, eigentlich ist sie nicht super kompliziert, jedoch passt damit alles zusammen und macht wirklich Sinn, was ich sehr positiv fand und wodurch ich im Nachhinein auch vieles verstehen konnte, was ich zuvor als unlogisch und nicht nachvollziehbar empfunden hatte. Nur das Finale war für meinen Geschmack etwas zu kurz und zu einfach.
 
Fazit:
Am Anfang konnte mich das Buch leider gar nicht fesseln weil sich die Geschichte einfach zu sehr auf den Zickenkrieg zwischen Kaylee und Sabine konzentriert hat. Später, als es um die Aufklärung der Morde an den Lehrern geht, wurde die Geschichte aber glücklicherweise richtig spannend und das Ende fand ich dann richtig gelungen. Dennoch ist dieser Teil leider für mich der bisher schlechteste Band der Reihe.
 
7/10*

Buchinfos:
Titel: Soul Screamers 4 - Schütze meine Seele
Autor: Rachel Vincent
Verlag: Darkiss
Erschienen: April 2013
Seitenzahl: 400 Seiten
Taschenbuch: 9,99 €

Autoreninfos:
New-York-Times-Bestsellerautorin Rachel Vincent lebt in San Antonio, Texas. Als Älteste von vier Geschwistern ist sie selten um Worte verlegen – was sicher auch dazu geführt hat, dass sie Schriftstellerin geworden ist. Vincent teilt sich ein Büro mit zwei schwarzen Katzen und ihrem Fan der ersten Stunde. Wenn sie nicht gerade schreibt oder vor Tornados flüchtet, liest sie oder geht ins Kino.

Rezension zu Band 1
Rezension zu Band 2
Rezension zu Band 3

Mittwoch, 1. Januar 2014

[Rezension] Enders

Enders - Lissa Price

*Dies ist eine Fortsetzung, die Rezension enthält möglicherweise Spoiler zum ersten Teil!*

zum Inhalt:
Callie hat es geschafft die Body Bank und deren kriminelle Machenschaften zu stoppen, doch damit hat sie noch lange nicht gewonnen. Der Old Man, der der Leiter der Body Bank war, ist entkommen und scheint hinter Callie her zu sein. Keiner der Jugendlichen, die für die Body Bank gearbeitet haben und deshalb einen Chip im Kopf haben ist vor ihm sicher. Der Old Man kann auf den Chip zugreifen und die Jugendlichen so kontrollieren. Callie will diesen Chip nur noch loswerden, doch das ist einfacher gesagt als getan, denn der Old Man hat andere Pläne...

meine Meinung:
Da eine gefühlte Ewigkeit vergangen ist, seit ich Starters gelesen habe, war zu erwarten, dass der Einstieg in Enders nicht direkt einfach werden würde. Dennoch hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an das Buch.

Vielleicht lag es an der langen Zeit, die vergangen ist, seit ich den ersten Teil gelesen habe, doch am Anfang fiel es mir leider wirklich schwer in die Geschichte hinein zu finden. Sie konnte mich nicht wirklich fesseln und wirkte mehr wie eine Verstrickung vieler Zufälle und beinahe ziellos. Ein Punkt welcher mich am ersten Teil der Dilogie wirklich überzeugen konnte war, dass die Geschichte wirklich gut durchdacht wirkte. Dieses Gefühl hatte ich beim zweiten Teil leider nicht mehr. Irgendwie wirkten die Geschehnisse auf mich nicht wirklich realistisch, obschon im Nachhinein wenn man Hydens Geheimnis kennt einige Dinge mehr Sinn ergeben.

In diesem Zusammenhang gibt es noch einen anderen Grund weshalb mir der Einstieg in die Geschichte schwer fiel und der wäre Hyden. Irgendwie konnte ich keinen richtigen Zugang zu ihm finden und konnte auch nicht nachvollziehen, weshalb sich Callie so zu ihm hingezogen fühlt. Auch hier ergibt sich später eine mögliche Erklärung, doch anfangs konnte ich Callie einfach wirklich nicht verstehen und ich war Hyden gegenüber sehr misstrauisch.

Callie selbst konnte mich leider als Protagonistin auch nicht mehr so überzeugen, wie im ersten Teil. Ich fand sie zwar noch immer sehr sympathisch, besonders weil sie sich so um ihren kleinen Bruder sorgt und man merkt wie wichtig er und ihr bester Freund Michael für sie sind, doch irgendwie wirkte sie manchmal ziemlich leichtsinnig und handelte unüberlegt. Ich fand dies sehr schade, weil ich eigentlich gerade die Eigenschaft, dass sie es schafft einen kühlen Kopf zu behalten und überlegt zu handeln, egal wie schlimm die Situation ist, sehr an ihr mochte. Was aber glücklicherweise geblieben ist, ist ihr starker Wille und ich konnte auch ihren Wunsch den Chip in ihrem Kopf so schnell wie möglich loszuwerden sehr gut verstehen.

Nachdem ich aber über die Charakter Probleme hinweggekommen bin, konnte mich die Geschichte auch endlich fesseln und es wurde sogar richtig spannend. Besonders gegen Ende konnte ich das Buch dann wirklich nicht mehr aus der Hand legen und der Autorin ist es auch gelungen mich mit ein paar unerwarteten Wendungen zu überraschen. Nur das grosse Geheimnis des Old Mans konnte mich schlussendlich leider nicht mehr wirklich überraschen, da es doch ziemlich viele Hinweise gab, die man kaum übersehen konnte.

Was mich aber wieder sehr überzeugen konnte war die Welt, die die Autorin aufgebaut hat. Man erfährt in diesem Teil mehr über die Chip-Technologie und auch über den Krieg und wie die Gesellschaft nun aussieht. Ich mag es bei Dystopien sehr, wenn man auch Hintergrundinformationen erhält, da es die Geschichte realer und interessanter macht.

Die Gestaltung des Buches finde ich wieder sehr gelungen. Sie passt zu der Atmosphäre des Buches, welche eher kalt wirkt, und auch zu der Welt, in der Callie lebt. Denn all die Leute, die hinter ihr her sind, sind nur wegen zum Chip in ihrem Kopf an ihr interessiert und nicht wegen ihr selbst. Daher passt es, dass man das Gesicht des Mädchens nicht sieht, was eine gewisse Anonymität vermittelt.
Fazit:
Nachdem mir der Einstieg in das Buch leider ziemlich schwer fiel konnte mich die Geschichte im Mittelteil dann aber fesseln und das Finale gefiel mir richtig gut. Die Charaktere konnten mich nicht mehr ganz so überzeugen wie im ersten Teil. Besonders mit Hyden hatte ich anfangs Probleme, doch im Verlauf der Geschichte freundete ich mich immer mehr mit ihm an. Insgesamt gefiel mir Enders zwar nicht mehr so gut wie Starters, die Geschichte war aber trotzdem auf jeden Fall lesenswert.

7/10*

Buchinfos:
Titel: Enders
Autor: Lissa Price
Verlag: IVI Verlag
Erschienen: 14.05.2013
Seitenzahl: 352 Seiten
Gebunden: 15,99 €

Autoreninfos:
Lissa Price ist Drehbuchautorin und lebt nach mehreren Aufenthalten in Japan und Indien heute in Kalifornien. Ihr Roman »Starters« ist das höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre.

Rezension zum ersten Teil

Quellen: www.piper.de