Donnerstag, 31. Januar 2013

Everlight


Everlight: Das Buch der Unsterblichen - Avery Williams

zum Inhalt:
Alles fing in London 1349 an. Die junge Seraphina ist glücklich, sie ist verliebt und nun sieht es so aus als würden sie und ihr Schwarm tatsächlich zusammen kommen. Doch dann wird sie niedergestochen. Sie kann nur überleben, indem sie einen geheimnisvollen Trank zu sich nimmt, der ihre Seele von ihrem Körper loslöst und sie so unsterblich macht. Seitdem sind mehr als 600 Jahre vergangen die Seraphina an der Seite von Cyrus, ihrem ehemaligen Schwarm, verbracht hat. Doch dieser hat sich mit der Zeit verändert und Sera wünscht sich nur noch seiner Kontrolle zu entkommen und ihrem ewigen Leben ein Ende zu setzen. Sich hat es satt immer wieder den Körper zu wechseln und möchte mit ihrem derzeitigen Körper sterben. Doch dann geht so einiges schief und plötzlich findet sich Sera in einem neuen Körper wieder und muss sich in einem komplett neuen Leben zurecht finden. Dies in ständiger Angst, dass Cyrus sie doch noch finden könnte und während sie überlegt wie sich aus diesem ganzen Schlamassel wieder rauskommen soll, geschieht etwas, das noch einmal alles ändert. Sie verliebt sich...

meine Meinung:
Everlight beginnt direkt sehr spannend. Zuerst erfährt man im Prolog kurz, wie Seraphina überhaupt zu einer Unsterblichen wurde und dann geht es im ersten Kapitel direkt damit los, dass sie plant wie sie Cyrus entkommen und sterben kann. Ich war ehrlich gesagt zuerst etwas irritiert, da ich gerne etwas mehr noch darüber erfahren hätte, wie Seras Leben kurz nachdem sie unsterblich wurde und dann auch in den rund 600 Jahren danach aussah. Auch hätte ich gerne erfahren, wie es war, als Sera Cyrus noch geliebt hat. Dennoch hat mich die Geschichte danach schnell gefesselt und wurde richtig spannend. Ich habe richtig mit Sera mitgefiebert auf ihrer Flucht vor Cyrus, auch wenn einem von Anfang an klar ist, dass sie nicht sterben wird. 

Ich war erstaunt wie schnell sie sich dann in ihrem neuen Leben als Kailey zurecht gefunden hat. Besonders gewundert hat mich, dass wirklich niemandem aufgefallen ist, dass Kailey nicht mehr sich selbst ist. Doch natürlich ist es logisch dass niemand wirklich daran denken würde, dass ein Unsterblicher Kaileys Körper übernommen hat. 

Danach wurde die Geschichte erstmal ein bisschen weniger Spannend, jedoch nicht langweilig. Es ging einfach mehr darum, wie sich Sera in ihrem neuen Leben zurecht findet und wie sie sich langsam in Noah, ihren Nachbar, verliebt. 
Gegen Ende wurde die Geschichte dann aber wieder sehr spannend, wobei das Ende selbst wirklich echt komplett fies war und ich es fast nicht fassen konnte. Ich konnte es echt fast nicht glauben und hätte das Buch am liebsten quer durchs Zimmer geworfen. Ich hoffe wirklich der Zweite Teil lässt nicht allzu lange auf sich warten, denn das Ende ist wirklich so richtig, richtig fies.

Sera oder auch Kailey, wie sie ja dann heisst, war wirklich sehr sympathisch. Ich konnte mich zwar nicht wirklich mit ihr identifizieren und teilweise konnte ich ihre Handlungen nicht wirklich nachvollziehen, aber ich fand es wirklich toll, wie sie versucht hat Kaileys Familie möglichst weiteren Kummer zu ersparen und wie sie immer Gewissensbisse hatte, da Kailey ja eigentlich tot ist und sie nun an ihrer Stelle lebt, obschon sie keine Schuld an Kaileys Tod trägt. Auch ihre Beziehung zu Noah fand ich total süss, die beiden sind nicht sofort auf den ersten Blick ineinander verliebt, also eigentlich kennen sich Kailey und Noah auch schon sehr lange, sondern sie nähren sich eher langsam an. Allerdings hat mir bei Kailey bzw. Sera manchmal ein bisschen die Tiefe gefehlt und irgendwie hätte ich das Gefühl gehabt eine Person die schon über 600 Jahre lang lebt, würde sich ein bisschen weniger wie ein typischer Teenager verhalten.

Was Noah angeht, mochte ich auch ihn eigentlich sehr. Er ist ein normaler und netter Junge und irgendwie fand ich es erfrischend mal einen komplett normalen Jungen als männlichen Gegenpart zu Sera zu haben, besonders da er in so einem Gegensatz zu Cyrus steht, der einfach alles andere als sympathisch und sehr schwer zu durchschauen ist. Doch beide Noah und Cyrus blieben für meinen Geschmack etwas zu Flach und ich hätte gern mehr über sie erfahren. Ich hoffe im nächsten Teil erhalten die Charaktere noch etwas mehr Tiefe. 

Die Gestaltung des Buches finde ich sehr gut gelungen. Das Cover ist sehr schön, auch wenn es leider nicht unbedingt viel, eigentlich gar nichts, mit der Geschichte zu tun hat. Die Blumen fühlen sich irgendwie auch echt toll an, ausserdem mag ich das Format des Buches total. Es ist richtig süss, so klein wie es ist. Die innere Gestaltung hat mir sogar noch besser gefallen, denn immer wieder findet man wunderschöne Illustrationen, die die Geschichte nochmals toll unterstreichen. Der Titel Everlight - Das Buch der Unsterblichen ist nicht unpassend, aber irgendwie hätte ich mir darunter eine etwas andere Geschichte vorgestellt, liegt aber möglicherweise an mir.

Fazit:
Ein tolles Buch für zwischendurch, das man mit seinen rund 240 Seiten auch sehr schnell gelesen hat. Die Geschichte wird nie langweilig, allerdings fehlt es den Charakteren ein bisschen an Tiefe und auch sonst gibt es ein paar kleine Makel. Dennoch ist die Geschichte durchaus sehr lesenswert und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil. Zu einem grossen Teil auch wegen dem ultra fiesen Ende. 

8/10*

Buchinfos:
Titel: Everlight - Das Buch der Unsterblichen
Autor: Avery Williams
Verlag: Knaur Verlag
Erschienen: 3. Dezember 2012
Seitenzahl: 240 Seiten
Gebundene Ausgabe

Autoreninfos:
Avery Williams wurde in Los Angeles geboren und zog als Kind mit ihren Eltern kreuz und quer durch die USA. Heute lebt sie zusammen mit ihrem Ehemann in Oakland, Kalifornien. Sie liebt es, ausgedehnte Radtouren zu unternehmen und ihr 100 Jahre altes Haus eigenhändig zu renovieren. "Everlight" ist ihr erster Roman.

Quellen: www.droemer-knaur.de; www.amazon.de


Montag, 28. Januar 2013

Anna im blutroten Kleid

Anna im blutroten Kleid - Kendare Blake

zum Inhalt:
Der 17-jährige Cas Lowood ist Geisterjäger. Diesen Beruf hat er von seinem Vater geerbt, denn auch dieser war Geisterjäger, bis er selbst einem zum Opfer gefallen ist. Viele Geister sind gefährlich, blutrünstig und haben viele Menschen auf ihrem Gewissen. Daher zieht Cas zusammen mit seiner Mutter von Stadt zu Stadt auf der Suche nach besonders brutalen Geistern, um sie zu "töten". So kommt Cas auch in die Kleinstadt Thunder Bay, denn dort treibt ein Geist namens Anna im blutroten Kleid sein Unwesen, der schon über 20 Jugendliche ermordet haben soll. Für Cas sollte Anna eigentlich nur einer von vielen Geistern werden, doch ihr Fall bereitet ihm weitaus mehr Schwierigkeiten als gedacht und sowieso läuft alles anders als normalerweise. Das erste Mal in seiner Karriere als Geisterjäger ist er auf Hilfe von anderen angewiesen und das erste Mal fühlt er sich verbunden mit einem Geist...

meine Meinung:
Die Geschichte hatte mich schon nach den ersten paar Seiten komplet in ihren Bann gezogen. Dies lang hauptsächlich daran, dass der Anfang der Geschichte so vollkommen anders war, als ich es erwartet hatte. Eigentlich kann ich nicht einmal genau sagen, was ich von dem Buch erwartet hatte, aber ganz sicher nicht die Geschichte, die ich schliesslich bekommen habe.

Zuerst war ich einmal überrascht, wie brutal die Geschichte ist. Irgendwie hatte ich mir Geister immer als durchsichtige, graue, nebelartige Geschöpfe vorgestellt, durch die man hindurchgehen kann und die höchstens ein bisschen unheimlich, aber keinesfalls wirklich gefährlich sind. Nun auf die Geister hinter denen Cas her ist trifft all dies ganz und gar nicht zu. Die Geister sind wie wir Menschen aus Fleisch und Blut, oder zumindest sehen sie so aus und fühlen sich wohl auch so an, jedenfalls sind sie sehr gut dazu im Stande Menschen mehr als nur Angst einzujagen und sie sogar zu töten. Schon sehr zu beginn der Geschichte bekommt es Cas mit einem besonders brutalen Geist zu tun und ich war ehrlich gesagt ein bisschen geschockt und musste mich erst an die neue Vorstellung gewöhnen, denn ich war echt nicht darauf vorbereitet.
Auch im weiteren Verlauf der Geschichte geht es teilweise alles andere als nett zu und her und es gibt schon mehrere brutale, fast schon blutrünstige Szenen. Dabei sind die Beschreibungen zwar nicht übertrieben detailliert, schliesslich ist Anna im blutroten Kleid immer noch ein Jugendbuch, jedoch habe ich während dem Lesen schon mehrmals das Gesicht verzogen, weil ich gewisse Dinge eigentlich nicht ganz so genau wissen wollte.

Wie man es von einer Geistergeschichte erwartet, gab es auch ein paar ziemlich gruselige Momente. Ich muss zugeben, im Dunkeln habe ich das Buch nicht unbedingt gerne gelesen, da wurde mir schon manchmal ein bisschen mulmig zumute. Besonders Anna war, zumindest in der ersten Hälfte des Buches, echt gruselig, was ich irgendwie auch nie erwartet hätte.

Durch den Titel des Buches hatte ich irgendwie erwartet, dass die Geschichte aus der Sicht von Anna erzählt wird, dem ist allerdings nicht so. Die Geschichte ist durchgehend nur aus der Sicht von Cas geschrieben. Ich mochte diese Sichtweise sehr, da Cas durch sein aussergewöhnliches Leben und seine aussergewöhnliche Beziehung zum Thema Tod, eine ganz eigene und einzigartige Sicht auf die Welt hat. Ich fand Cas ein wirklich faszinierender Charakter und er trug wirklich einen grossen Teil dazu bei, dass ich die Geschichte wirklich gerne las, denn er macht sie irgendwie besonders.
Cas war mir auch super sympathisch, auch wenn ich mich nicht wirklich mit ihm identifizieren konnte. Sein Leben ist wirklich alles andere als einfach und ich habe mich sehr für ihn gefreut, dass er in Thomas und Carmel wirklich gute Freunde findet, denn irgendwie war er anfangs schon ziemlich einsam, obschon ihm das selbst gar nicht aufzufallen scheint.

Etwas, dass mir an der Geschichte leider nicht so gefallen hat und leider ein wichtiger Bestandteil der Geschichte ist, war die Liebesgeschichte zwischen Cas und Anna. Ich meine eigentlich weiss man von Beginn an, dass sich die Geschichte in diese Richtung entwickeln wird, allerdings habe ich mich lange ein bisschen dagegen gesträubt. Denn so wie man Anna zu Beginn kennen lernt ist sie wirklich gruselig. Ausserdem hat sie mehrere Jugendliche auf dem Gewissen, die sie skrupellos getötet hat. Sie tötet sogar jemand während Cas anwesend ist. Da mir Anna somit, wohl verständlicherweise, nicht wirklich sympathisch war konnte ich einfach nicht verstehen, weshalb sich Cas dennoch irgendwie zu ihr hingezogen fühlt. Im Verlauf der Geschichte erfährt man mehr über Anna und ich begann mich mehr mit ihr anzufreunden und dennoch kam mir Cas und Annas Beziehung noch immer etwas unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar vor. Im Gegenzug konnte ich nämlich auch nicht verstehen, weshalb Anna ausgerechnet Cas aus irgendeinem Grund nicht umbringen konnte. Am Ende habe ich dann aber doch mit den beiden mitgefiebert und ihnen ein Happy End gewünscht.

Die Geschichte hält besonders gegen Ende ein paar wirklich spannende Überraschungen bereit, obschon man sich manches auch denken konnte. Jedenfalls wurde mir während dem Lesen nie langweilig und wenn man im Dunkeln keine Angst hat wäre Anna im blutroten Kleid sicher auch eines dieser Bücher, die man in einer Nacht durchlesen könnte. Das Tempo der Geschichte ist konstant hoch und es gibt wirklich kaum Längen. Leider muss ich aber zugeben, dass mir der Anfang eigentlich am ganzen Buch am besten gefallen hat und das Ende mich leider eher mit etwas gemischten Gefühlen zurück gelassen hat.

Das Cover des Buches gefällt mir eigentlich da es wirklich zur Geschichte passt und echt aussergewöhnlich ist, es zeigt eigentlich auch schon die gruselige Atmosphäre des Buches, ich kann mir echt nicht erklären weshalb ich dennoch so überrascht war. Was ich sogar noch besser gefunden hätte, wäre wenn Anna auf dem Bild wirklich ein komplett blutrotes Kleid gehabt hätte und nicht nur der untere Saum und die Beine rot wären. Der Titel passt natürlich auch sehr gut zur Geschichte, wobei ich auch hier den Englischen Titel Anna Dressed in Blood einfach sogar noch ein kleines bisschen toller finde.

Fazit:
Eine spannende und faszinierende Geschichte, mit einem aussergewöhnlichen Protagonisten und wirklich blutrünstigen Geistern. Sicher eine Geschichte für Personen, die es auch mal etwas brutaler und blutiger mögen, allerdings immer noch im Bereich des für Jugendbüchern angemessenen. Die Liebesgeschichte und das Ende haben meinen Enthusiasmus leider ein bisschen geschmälert, dennoch eine Leseempfehlung.

8/10*

Buchinfos:
Titel: Anna im blutroten Kleid
Autor: Kendare Blake
Verlag: Heyne
Erschienen: 12. November 2012
Seitenzahl: 384 Seiten
Taschenbuch

Autoreninfos:
Kendare Blake studierte in London Creative Writing, ehe sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Sie lebt und arbeitet in Washington, liebt Tiere aller Art und ist außerdem von der griechischen Mythologie fasziniert. Anna im blutroten Kleid ist ihr Romandebüt.

Quelle: www.randomhouse.de; www.amazon.de

Montag, 21. Januar 2013

einfach so

Einfach So - Kerstin Michelsen

zum Inhalt:
Einfach so erzählt die Geschichte von einem jungen Mädchen namens Melli welches sich schon früh mit dem Tod auseinandersetzten muss, als ihre ältere Schwester bei einem Unfall stirbt. Niemand ist darauf vorbereitet und die ganze Familie wird stark getroffen von diesem tragischen Verlust. Sie müssen lernen mit ihrer Trauer fertig zu werden, denn für sie geht das Leben weiter. Doch für Melli ist dies besonders schwierig, sie kann nicht verstehen weshalb ihre Schwester schon so früh sterben musste und sie macht sich selbst Vorwürfe obschon sie keinerlei Schuld trifft. Als dann gar nicht so lange später eine ihre nahe stehende Person stirbt, bricht ihre Welt endgültig zusammen...

meine Meinung:
Einfach so ist ein sehr trauriges Buch, denn eines der Hauptthemen mit denen sich das Buch beschäftigt ist der Tod. Im Buch erzählt Melli wie sie den Tod ihrer Schwester erlebt hat und wie sie danach mit der Trauer fertig geworden ist. Das Buch ist so geschrieben, als würde wirklich ein junges Mädchen ihre Geschichte aufschreiben, dadurch wirkt die Geschichte sehr authentisch und sehr berührend. Auch regt die Geschichte zum Nachdenken an, denn die ganze Geschichte startet an einem ganz normalen Tag, doch dann wird Mellis ganze Welt auf den Kopf gestellt, und eigentlich könnte dies jedem von uns geschehen.

Die Geschichte ist eigentlich nie besonders spannend, da man eigentlich von Anfang an weiss was geschehen wird. Dennoch habe ich mit Melli mitgefiebert, mitgehofft und mitgetrauert. Ich musste das Buch aber manchmal auch zur Seite legen, denn das Thema ist, wie schon gesagt sehr traurig und bedrückend.

Da man eigentlich alles aus der Sicht von Melli erzählt bekommt und eigentlich noch mal mit ihr erlebt lernt man sie auch am besten kennen. Ich fand sie sehr sympathisch und auch authentisch, sie denkt genau so, wie man es sich von einem 10-jährigen Mädchen vorstellt. Man begleitet sie durch die Geschehnisse und schliesst sie sofort ins Herz. Ihre Reaktion auf den Tod ihrer Schwester war vollkommen nachvollziehbar und auch bei allem was danach kommt, konnte ich sie immer gut verstehen. Es hat mich auch zum Nachdenken gebracht, wie schwierig ein solches Ereignis für die direkt betroffenen und auch für das weitere Umfeld ist. Es ist schwierig abzuschätzen wie man sich verhalten soll. Solche und noch viele weitere Gedanken habe ich mir während dem Lesen gestellt. Dadurch das man wirklich das Gefühl hat ein 10-jähriges Mädchen erzählt die Geschichte, erlebt man alles nochmals viel intensiver und durch die ungewohnte Sichtweise auf den Tod, stellt man sich auch Fragen, die man sich sonst vielleicht nicht direkt so stellen würde.

Was mich bei Lesen teilweise wirklich sehr gestört hat war, dass es im Buch immer wieder Zeitsprünge gibt. Im einen Moment erzählt Melli was zu einem gewissen Zeitpunkt geschah und dann wieder irgendeine Geschichte die vorher geschah und irgendetwas was erst danach noch geschehen wird. Oftmals hat mich das wirklich irritiert und ich konnte Geschehnisse zeitlich gar nicht einordnen.
Auch ansonsten hat mir der Schreibstil teilweise nicht so gefallen. Der Autorin ist es zwar super gelungen die Geschichte so zu erzählen, dass die Sicht des 10-jährigen Mädchens toll herüber kommt und dass die Geschichte auch so klingt, als würde dieses Mädchen sie erzählen, doch darunter hat die Satzkonstruktion leider gelitten. Manchmal waren die Sätze wirklich lang und verschachtelt, teilweise waren auch noch Bemerkungen in Klammern eingefügt, oder dann waren sie sehr kurz und einfach, so wie sie ein 10-jähriges Mädchen vielleicht in einem Aufsatz schreiben würde.
Etwas, das mich zwar nicht gross gestört hat, was für mich aber auch nicht nötig gewesen wäre, waren die Tagebucheinträge von Melli, die es immer zwischen den einzelnen Kapiteln noch zusätzlich gab. Dadurch dass Melli die Geschichte ja erzählt, wusste man eigentlich meistens fast alles schon was darin stand und es hat eigentlich nichts zur Geschichte beigetragen. Für mich waren die Tagebucheinträge eigentlich überflüssig.

Das Cover des Buches ist leider ziemlich nichts sagend und hat eigentlich nichts mit der Geschichte zu tun. Der Titel gefällt mir hingegen aber sehr gut, da er super zur Geschichte passt. Denn einfach so und ohne jegliche Vorwarnung ändert sich das Leben von Melli von der einen Sekunde auf die andere.

Fazit:
Ein wirkliches berührendes Buch, welches die Geschichte eines 10-jährigen Mädchens erzählt, das innerhalb relativ kurzer Zeit zwei Menschen verliert, die ihr sehr nahe standen. Die Geschichte dreht sich um Tod und Trauer und regt zum Nachdenken an. Leider machen es einem die vielen Zeitsprünge manchmal schwer sich in der Geschichte zurecht zu finden.

6/10*

Buchinfos:
Titel: einfach so
Autor: Kerstin Michelsen
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erschienen: 9. November 2012
Seitenzahl: 184 Seiten
Taschenbuch 

Autoreninfos:
Kerstin Michelsen, Jahrgang 1963, wuchs in Hamburg und in der Lüneburger Heide auf. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in einem kleinen Dorf südlich von Hamburg.

Quelle: www.amazon.de

Sonntag, 20. Januar 2013

Neuzugänge Januar Teil 1

Herzlich Willkommen im neuen Jahr!
 Irgendwie sind seit meinem letzten Post, welcher ja noch ein Jahresrückblick zu 2012 war schon wieder über zwei Wochen vergangen. Ich habe keine Ahnung wie das neue Jahr für euch angefangen hat, aber für mich war es bisher hauptsächlich stressig. Eigentlich war das zu erwarten und dennoch hat es mich irgendwie unvorbereitet getroffen. Ich bin jetzt ehrlich gesagt wirklich froh, dass nächste Woche Notenschluss ist und danach schon wieder eine Woche Ferien habe. Die letzten paar Wochen vor Semesterende sind jeweils wirklich schlimm, ich glaube ich hatte in diesen paar Wochen fast so viele Proben, Vorträge usw. wie in all den anderen Woche zusammen. 
Aber nun zum wirklichen Thema dieses Posts, denn eigentlich ist es nicht mein Ziel euch vollzujammern, sondern wie schon an der Überschrift und an dem Foto zu erkennen, ist es mal wieder Zeit für ein paar Neuzugänge. :)

Nachdem ich letztes Jahr ja von der Du oder...-Trilogie von Simone Elkeles total begeistert war musste ich mir natürlich auch die neuen Bücher der Autorin sofort zulegen und ich würde am liebsten sofort mit lesen beginnen. Auch habe ich mir direkt beide gekauft, damit ich nicht direkt wieder in die Stadt fahren muss um den zweiten Teil zu kaufen, nachdem ich den ersten beendet habe. Bei der Du oder...-Trilogie bin ich nämlich letztes Jahr zwei mal innerhalb von ein paar Tagen in die Stadt gefahren, nur um mir die Bücher zu besorgen. Leider gefallen mir aber die Cover wie schon bei den andern Büchern gar nicht.  

Nachdem ich vor etwa einmal den ersten und gleich darauf den zweiten und den dritten Band der Plötzlich Fee Reihe gelesen habe, wurde ich zu einem grossen Fan der Reihe und als solchen konnte ich mir natürlich auch die Kurzgeschichten nicht entgehen lassen. Ich freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen mit Meghan, Ash und Puck, auch wenn es leider nur Kurzgeschichten sind.

Herlichen Dank an den Heyne Verlag!

Auf diese Buch hatte ich schon lange ein Auge geworfen. Die Geschichte klingt echt interessant und ich habe auch von viel gutes darüber gehört, ausserdem ist das Cover einfach wunderschön. Daher habe ich mich auch total gefreut als ich das Buch beim Fragfreitag auf Lovelybooks gewonnen habe. Allerdings hatte ich als das Buch nach ungefähr drei Wochen immer noch nicht bei mir angekommen war echt Angst, es wäre irgendwie verloren gegangen. Wie ihr sehen könnt war meine Sorge natürlich unbegründet und das Buch steht jetzt sicher in meinem Regal und wartet darauf gelesen zu werden.

Herzlichen Dank an Lovelybooks!

Ich freue mich total auch dieses Buch endlich im Regal stehen zu haben und es bald lesen zu können. Der erste Teil der Trilogie hat mir sehr gut gefallen und ich bin gespannt wie die Geschichte weiter geht. Ich bin gespannt ob Logan und Gwen mit David und Juna werden mithalten können. Was ich bisher so gehört habe soll das aber der Fall sein. Irgendwie sieht Logan auf dem Cover aber echt ein bisschen angsteinflössend aus. 

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag! 

Über diese Buch habe ich bisher wirklich ausschliesslich Gutes gehört. Daher stand es eigentlich auch ganz oben auf meiner Wunschliste, als ich dann aber gestern mal wieder in der örtlichen Bibliothek war, habe ich gesehen, dass sie dort das Buch ganz neu hatten und habe es mir natürlich sofort mitgenommen. Ich freue mich schon sehr darauf es zu lesen und hoffe es ist wirklich so gut, wie alle sagen.

Das wars erstmal mit meinen Neuzugängen, bei den vielen tollen Büchern die diesen Monat erschienen sind oder noch erscheinen werden, könnten aber in einem zweiten Teil noch ein paar neue Bücher dazukommen. Mal sehen. ;)

glg Nadja

Freitag, 4. Januar 2013

Der bookishe Jahresrückblick 2012

  


Auch wenn 2013 bereits angefangen hat und 2012 somit Vergangenheit ist, wollte ich es mir nicht nehmen lassen bei Tanjas Jahresrückblick mitzumachen. Dabei müssen 12 Fragen beantwortet werden und ich finde die Fragen fassen das Lesesjahr ziemlich gut zusammen.
Also los gehts! ;)

EINS: Welches ist das beste Buch, das du 2012 gelesen hast?
(Bis zu drei Bücher sind erlaubt!)
Ich bin wirklich froh dass bei dieser Frage drei Bücher erlaubt sind, denn ich hätte mich niemals für ein einziges entscheiden können. So viel mir die Entscheidung allerdings nicht allzu schwer, obschon es natürlich auch noch andere Anwärter gab, als die drei für die ich mich entschieden haben. Was ich interessant finde ist, dass die drei Bücher alle komplett unterschiedlich sind, was sie aber alle gemeinsam haben ist, dass sie komplett einzigartig und aussergewöhnlich sind.

ZWEI: Welches ist das schlechteste Buch, das du 2012 gelesen hast?
(Bis zu drei Bücher sind erlaubt)
 
Glücklicherweise hatte ich dieses Jahr nicht wirklich viele Flops, allerdings waren es schon ein paar mehr als diese zwei. Ich konnte mich aber nicht für ein drittes Buch entscheiden, da es ein paar gibt die ähnlich schlecht waren. Ausserdem ist es sowieso immer schwer zu sagen ob ein Buch wirklich schlecht ist, oft ist es vermutlich eher Geschmackssache. 

DREI: Auf welches Buch hast du dich 2012 am meisten gefreut?
Diese Frage war echt schwer zu beantworten und vielleicht mag es ein paar Leute überraschen, dass ein englisches Buch in dieser Kategorie gewonnen hat. Aber ich habe mich wirklich lange auf das Buch gefreut und als es dann Amazon Probleme mit dem Ausliefern hatte bin ich fast durchgedreht und ich schätze das ist ein ziemlich klares Zeichen dafür, dass ich mich wirklich extrem auf das Buch gefreut habe. Glücklicherweise hat es mir dann schlussendlich auch sehr gut gefallen und wurde sogar mein Highlight im Oktober.

VIER: Welches Buch wolltest du 2012 unbedingt lesen, hast es aber nicht geschafft und wirst das daher 2013 nachholen?
Hm hier musste ich echt lange überlegen, da es eigentlich kein Buch gab dass ich wirklich unbedingt noch 2012 lesen wollte. Ich habe mich aber für Elfenkrieg entschieden weil ich es mir nach dem erscheinen sofort gekauft habe und eigentlich auch sofort lesen wollte. Irgendwie habe ich dass aber immer noch nicht geschafft, daher hoffe ich ich komme nun dieses Jahr möglichst bald dazu.

FÜNF: Nenne zwei Bücher. Eines von dem du 2012 negativ und eines von dem du 2012 positiv überrascht worden bist!
Von Du oder Das ganze Leben habe ich echt nicht viel erwartet und ich hätte es niemals auch nur in die Hände genommen wenn ich nicht diverse sehr positive Rezensionen gelesen hätte. Auch danach hätte ich nicht erwartet dass es mir so gut gefallen könnte und nun wäre es sogar fast eines meiner Jahreshighlights geworden. Von das göttliche Mädchen hingegen hätte ich viel mehr erwartet, obschon ich auch hier durch Rezensionen vorgewarnt war.

SECHS: Was war dein Lieblingscover 2012?
(Nur ein Buch erlaubt!)
Jessica Spotswood - Töchter des Mondes – Cate, Band 1 - Egmont INK
Diese Frage ist echt absolut fies da es einfach viel zu viele unglaublich schöne Buchcover gibt. Daher habe ich mich jetzt relativ spontan und ohne allzu viel zu überleben für Töchter des Mondes entschieden. Ich liebe das Cover einfach und finde es wunderschön. Ein anderes Buch an das ich gedacht habe wäre auch noch The Kill Order von James Dashner, ich weiss allerdings nicht so genau weshalb ich das Cover so mag denn als schön kann man es sicher nicht bezeichnen. Ausserdem habe ich das Buch noch nicht einmal gelesen und daher bin ich mit Töchter des Mondes als meine Wahl sehr zufrieden.



SIEBEN: Welcher Autor (egal ob dir bereits bekannt oder nicht) hat sich den Titel Lieblingsautor 2012 deiner Meinung nach verdient?
Also meiner Meinung nach hätten diesen Titel eigentlich ziemlich viele verschiedene Autoren/Autorinnen verdient, aber da ich mich ja entscheiden muss, habe ich James Dashner gewählt. Zum einen wollte ich unbedingt einen Autor wählen von dem ich dieses Jahr mehrere Bücher gelesen habe und zum anderen wollte ich auch jemanden wählen dessen Bücher ich dieses Jahr neu für mich entdeckt habe. 

ACHT: Welches Buch hatte 2012 den größten Einfluss auf dich?
Ich finde es schwer zu sagen in wie weit Bücher überhaupt Einfluss auf mein Leben haben aber Das also ist mein Leben oder auch The Perks of Being a Wallflower hat mich sehr berührt. Die Geschichte werde ich sicher auch nicht so schnell vergessen. Auch dazu beigetragen, dass ich mich hier für diese Buch entschieden habe ist, dass ich auch mit ein paar Freunden den Film im Kino gesehen habe und ich auch diesen echt toll fand. Ausserdem hat mich die Geschichte daran erinnert wie wichtig es ist gute Freunde zu haben und was für ein Glück ich mit meinen habe.

NEUN: Welche deiner Rezensionen, hat 2012 das beste Feedback bekommen?
Diese Frage ist echt schwierig zu beantworten, da irgendwie keine Rezension wirklich heraussticht und ich ehrlich gesagt auch nicht so genau weiss auf was ich alles achten soll. Daher nenne ich jetzt einfach mal meine Rezension zu Elfenmagie da es mich unglaublich gefreut hat zu hören, dass sogar die Autorin Sabrina Qunaj die Rezension gelesen hat. :)



ZEHN: Welche neuen Blogs hast du 2012 kennen und lieben gelernt?
(Bitte nicht mehr als drei nennen!)
Ehrlich gesagt habe ich bei den meisten Blogs keine Ahnung seit wann ich sie lese. Ich zähle hier jetzt einfach mal ein paar auf bei denen ich ganz sicher bin, es gäbe aber vermutlich noch viele andere Blogs die ich letztes Jahr neu für mich entdeckt habe.

Bookjunkies-Rezi: Was ich an diesem Blog besonders mag ist, dass er von drei Leuten betrieben wird und so schön abwechslungsreich ist. Ausserdem haben besonders Bibi und Madi einen ziemlich ähnlichen Buchgeschmack wie ich. Zudem liebe ich das Bewertungssystem mit den total süssen Piguinen.
Friedelchens Bücherstube: Ehrlich gesagt bin ich mir bei diesem Blog schon wieder nicht mehr sicher, ob ich ihn erst seit diesem Jahr verfolge, aber ich vermute es jetzt einfach mal. Hier lese ich besonders die Rezensionen immer total gerne und meistens will ich die positiv bewerteten Bücher danach auch unbedingt sofort lesen, da die Begeisterung immer so toll rüber kommt.
Books and Senses: Und wieder einmal bin ich mir nicht so ganz sicher seit wann ich den Blog lese, allerdings wird es wohl schon seit irgendwann in 2012 sein. Hier mag ich das Desing des Blogs total und ich finde es auch interessant das es viel auch um Englische Bücher geht, was mir natürlich entgegenkommt da ich jetzt auch öfters Bücher auf Englisch lesen will. 


ELF: Was war Blogtechnisch dein größter Erfolg 2012?
(Darunter könnt ihr so ziemlich alles fassen)
Hm, dass kommt jetzt echt darauf an, was man alles unter Erfolg verbuchen kann. Ich habe mich auf jeden Fall sehr gefreut als ich die 100 Lesermarke geknackt habe. Auch bin ich sehr stolz darauf dass es im Frühling mein Blog schon zwei Jahre alt wird. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was ich den ganzen Tag machen würde wenn ich meinen Blog nicht hätte. ;)

ZWÖLF: Was war dein Jahreshighlight 2012 Bücher betreffend?
Letztes Jahr hatte ich mir vorgenommen dieses Jahr 70 Bücher zu lesen, also zwei mehr als letztes Jahr. Nun habe ich heute zusammengerechnet viele Bücher ich dieses Jahr wirklich gelesen habe.
Anstatt 70 habe ich dieses Jahr ganze 94 Bücher gelesen. Ich bin echt ziemlich stolz auf mich und eigentlich muss ich mir jetzt für nächstes Jahr fast vornehmen 100 Bücher zu lesen. Mal sehen ob ich es schaffen werde.

BONUS-FRAGE: Was hast du abschließend zum Buchjahr 2012 zu sagen?
2012 war echt toll und ich hoffe das 2013 noch einmal tausend mal besser wird! ;D

Das wars mit meinem etwas verspäteten Jahresrückblick.
glg Nadja






Mittwoch, 2. Januar 2013

Lesestatistik Dezember

Diesen Monat bin ich lesetechnisch echt sehr zufrieden, nicht nur habe ich ganze 9 Bücher geschafft auch haben mir alle Bücher wirklich gut gefallen, ich könnte keinen einzigen Flop nennen in diesem Monat. Ich hoffe wirklich das es nun im Januar genauso weiter gehen wird.
Gelesen:
2. Das also ist mein Leben - Stephen Chbosky 10/10*
4. Einfach so - Kerstin Michelsen (Rezension folgt)
5. Anna im blutroten Kleid - Kendare Blake (Rezension folgt)
6. The Death Cure - James Dashner 8,5/10*
7. Everlight: Das Buch der Unsterblichen - Avery Williams (Rezension folgt)
8. Wenn auch nur für einen Tag - Annette Moser 9/10*
9. Dustlands: Die Entführung - Moira Young 8/10*

Gesamt Seitenzahl: 3290 Seiten
Davon Englisch: 330 Seiten

Buch des Monats:
Das ist also mein Leben ist wirklich ein absolut tolles Buch. Ich war auch im Kino und habe den Film dazu gesehen und obschon der Film wirklich toll war und zu meinen Lieblingsfilmen zählt fand ich das Buch sogar noch besser. Die Geschichte hat sehr stark berührt und ich musste sogar mehrmals weinen. Die Charaktere sind auch unglaublich toll. Ich würde das Buch und auch der Film allen sehr empfehlen!












Gekauft:
Wenn auch nur für einen Tag - Annette Moser
The Kill Order - James Dashner

Rezensionsexemplare:
Anna im blutroten Kleid - Kendare Blake
Everlight: Das Buch der Unsterblichen - Avery Williams
Asche und Phönix - Kai Meyer
Ewiglich die Hoffnung - Brodi Ashton
Sternenfeuer: Vertraue Niemandem - Amy Kathleen Ryan
Die Bestimmung: Tödliche Wahrheit

SuB Anfang Dezember: 36 Bücher
SuB Ende Dezember: 35 Bücher

Leseplan:
Ich bin eigentlich ziemlich zuversichtlich was den Januar angeht, der letzte Januar war einer der besten Monaten im ganzen Jahr. Allerdings wird der Monat auch ziemlich stressig werden, weshalb ich wirklich hoffe das ich mit den Rezensionen nicht zu stark in Rückstand gerate.

glg Nadja

Quelle: www.randomhouse.de