Montag, 26. November 2012

Für immer die Seele

Wir ihr vermutlich schon auf etlichen Blog gelesen habt, veranstaltet der Dressler Verlag eine tolle Aktion bei  der man Für immer die Seele vorablesen kann.
Das Cover sieht ja schon mal unglaublich schön und einzigartig aus und auch die Kurzbeschreibung klingt sehr interessant.
Als die sechzehnjährige Cole den Tower von London besichtigt, wird sie plötzlich von einer unglaublich realistischen Vision heimgesucht. Doch es sind nicht nur Bilder, die sie plagen, Cole spürt geradezu, was sie sieht: eine Jahrhunderte zurückliegende Enthauptung! Überwältigt fällt sie in Ohnmacht. Und das Erlebnis im Tower ist kein Einzelfall. Wohin Cole auch geht, was sie auch berührt, seit Kurzem fühlt sie sich ständig in andere Zeiten und an Orte versetzt, die sie nie zuvor gesehen hat. Sie versteht die Welt nicht mehr. Wird sie vielleicht verrückt?
Als Cole wieder zu sich kommt, liegt sie in den Armen des gut aussehenden Griffon. Er erkennt sofort, dass sie etwas ganz Besonderes ist – genau wie er. Griffon erscheint Cole seltsam vertraut, und sie hat das Gefühl, dass es zwischen ihnen eine tiefe Verbindung gibt, ein gemeinsames Schicksal. Und tatsächlich: Griffon weiß, was es mit den sonderbaren Visionen auf sich hat. Cole ist wie er ein Mensch, der sich an seine früheren Leben erinnern kann. Und sie befindet sich in Gefahr! Als Cole die Puzzlestückchen ihrer ehemaligen Existenzen zusammensetzt, entdeckt sie, welch dunkles Geheimnis sie und Griffon verbindet. Kann sie dem Jungen, den sie liebt, wirklich vertrauen?

Hier auch noch den wunderschönen Trailer:
Hach ich liebe Schmetterlinge! ;)

Falls ihr noch nichts von der Aktion gehört habt dann findet ihr HIER die Bedingungen was ihr tun müsst um die Chance auf eines der Vorab-Leseexemplare zu haben. 
Ich wünsche euch allen viel Glück!

glg Nadja

Donnerstag, 22. November 2012

Helden des Olymp

9783551556011.tifHelden des Olymp: Der verschwundene Halbgott - Rick Riordan

zum Inhalt:
Als Jason in einem Schulbus zwischen zwei Jugendlichen, die behaupten seine Freunde zu sein, aufwacht kann er sich an nichts ausser seinen Namen erinnern. Viel Zeit um über diesen merkwürdigen Umstand nachzudenken hat er allerdings nicht, denn nur kurze Zeit später ist er mitten auf der Aussichtsbrücke über dem Grand Canyon in einen Kampf gegen Sturmgeister verwickelt. Als er bei dieser Gelegenheit seiner angeblichen Freundin Piper in den Canyon hinunter nach springen muss findet er zudem heraus dass er anscheinend fliegen kann. Da ist er beinahe froh als zwei andere Jugendliche auftauchen und ihm, Piper und dem anderen Jungen, Leo, erzählen das sie Halbgötter sind, und sie in ein Camp für eben diese mitnehmen. Aber Jason scheint sich von den anderen Halbgöttern zu unterscheiden, ausserdem hat er das Gefühl nicht in dieses Camp zu gehören. Doch auch dort bleibt er gar nicht lange denn schon bald müssen er, Piper und Leo auf eine Mission aufbrechen die etwas mit einer neuen Prophezeiung über sieben Halbgötter zu tun hat und bei der sie die Göttin Hera befreien sollen...

meine Meinung:
Genau wie Jason, Piper und Leo wird man direkt in das Geschehen hineingeworfen und die Geschichte ist von Beginn an sehr tempo- und actionreich. Um die Helden des Olymp Reihe zu verstehen muss man die Percy Jackson Reihe nicht gelesen haben. Allerdings trifft man manchmal auf Personen, die man aus Percy Jackson schon kennt oder auch Ereignisse aus den Büchern werden kurz erwähnt. Für Leute die die Welt der Halbgötter schon länger kennen gibt es einige Überraschungen, denn im Verlauf der Geschichte stellt sich heraus dass diese noch einige Geheimnisse verbringt, darunter sogar eines welches diese ganze Welt auf den Kopf stellen könnte.

Wie von Rick Riordan gewohnt ist der Schreibstill locker und humorvoll, besonders Leo reisst selbst in den gefährlichsten Situationen Witze. Von diesen Situationen gibt es übrigens jede Menge. Wenn die Halbgötter auf ihre Gegner treffen kann man ausserdem ein paar epische Kämpfe miterleben. Auch treffen Jason, Piper und Leo immer wieder auf mythologische Figuren und auch Götter und so lernt man sogar noch etwas. Ausserdem finde ich die Götter und anderen Figuren echt genial dargestellt, besonders mochte ich Aeolus.

Die Geschichte in Der verschwundene Halbgott wird abwechselnd aus der Sicht von Jason, Piper und Leo erzählt. Dabei sind die Kapitel ziemlich fair zwischen den dreien aufgeteilt und niemand wird bevorzugt. Die drei sind allerdings keine Ich-Erzähler sondern die Erzählperspektive ist in der dritten Person.

Jason könnte man als das Oberhaupt der Gruppe betrachten, als Sohn des Himmelsgottes besitzt er natürlich ein paar aussergewöhnliche Fähigkeiten und ist eigentlich der geborene Anführer. Obschon er sein Gedächtnis verloren hat, weiss er noch immer wie man kämpft und ist sich sicher, dass er dieses Wissen schon oft angewandt hat. Die Idee mit seine Schwester ist echt interessant und die Hintergrundgeschichte dazu hat mir sehr gut gefallen. Auch ist er, obschon er fliegen kann, alles andere als Abgehoben und sehr sympathisch.

Piper hat eine unglaublich interessante Fähigkeit. Ihre Stimme hat eine unglaubliche Macht, sie kann Leute nur indem sie es sagt Dinge tun lassen. Früher hat sie diese Fähigkeit hauptsächlich dafür genutzt um Leute dazu zu bringen ihr etwas auszuleihen, einmal sogar ein Auto. Dies hat sie hauptsächlich gemacht um mehr Aufmerksamkeit von ihrem Vater, der ein berühmter Schauspieler ist, zu bekommen. Durch eine der Rollen ihres Vaters weiss Piper ziemlich viel über die griechische Mythologie, was manchmal hilfreich ist. Allerdings hat sie auch ein dunkles Geheimnis, welches sie sehr belastet. Auch Piper war mir sehr sympathisch, da sie sehr natürlich und im Grunde auch ehrlich ist, ausserdem ist sie eine echte Kämpferin.

Leo ist so ein bisschen der Clown der Gruppe. Auch er hat tolle Fähigkeiten er kann nämlich Feuer kontrollieren und ausserdem hat er ein technisches Talent und kann sehr gut mit Maschinen umgehen. Mit Menschen hat er es da ein bisschen schwieriger und er fühlt sich oft sehr unbeholfen und neben Jason und Piper fühlt er sich teilweise wie das fünfte Rad am Wagen. Leo hatte eine sehr schwierige Kindheit, nachdem seine Mutter schon früh gestorben ist, ist er immer wieder abgehauen und hat sich allein durchgeschlagen. Er war mir mit seiner lustigen Art und seiner Liebe zu seinem fliegenden Metalldrachen fast am sympathischsten der drei und ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen.

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, es passt auch perfekt zur Geschichte und die Zeichnung ist echt toll. Festus, der Metalldrache, ist echt gut getroffen, allerdings weiss ich nicht genau ob dieser Junge Jason oder Leo sein soll, denn ich habe mir beide nicht wirklich so vorgestellt. Auch der Titel Der verschwundene Halbgott finde ich sehr gut gewählt da er sogar mehrere Bezüge zur Geschichte hat.

Zwei kleine Kritikpunkte habe ich aber noch. Zum ersten sind mir während dem Lesen mehrere kleine sprachliche Fehler aufgefallen. Was mich aber mehr gestört hat war die Übersetzung gewisser Begriffe, die man meiner Meinung einfach im Original hätte belassen können. So wurde aus dem englischen Bro auf Deutsch Bruderherz, aus Cupcake wurde Zuckerpüppchen und aus Charmspeak wurde Charme-Sprech.

Fazit:
Eine tolle Geschichte, nicht nur für Percy Jackson Fans. Alle die gerne spannende Geschichten mit tollen Charakteren lesen und sich zumindest ein bisschen für Mythologie interessieren sind mit Der verschwundene Halbgott mehr als gut bedient. Ich freue mich auf die Fortsetzung, besonders weil es in dieser ein Wiedersehen mit Percy geben wird.

9/10*

Buchinfos:
Titel: Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen Verlag
Erschienen: 25. September 2012
Seitenzahl: 586 Seiten
Gebundene Ausgabe

Autoreninfos:
Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte. Mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen lebt er in San Antonio, USA, und widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben. Seine Percy-Jackson-Serie hat den Buchmarkt im Sturm erobert und ist in 32 Länder verkauft worden. Mittlerweile schreibt er an zwei weiteren Serien: "Die Kane-Chroniken" und "Helden des Olymp".

Quelle: www.carlsen.de; www.amazon.de

Dienstag, 20. November 2012

Töchter des Mondes

Jessica Spotswood - Töchter des Mondes – Cate, Band 1 - Egmont INKTöchter des Mondes: Cate - Jessica Spotswood

zum Inhalt:
Die drei Schwestern Cate, Maura und Tess sind Hexen. Seit dem Tod ihrer Mutter fühlt sich die 16-jährige Cate für ihre zwei jüngeren Schwestern verantwortlich. Niemand darf erfahren das die drei Hexen sind, denn die Bruderschaft würde sie sofort verbannen oder schlimmeres. Doch Cate hat noch ein anderes Problem, schon bald muss sie sich entscheiden wen sie heiraten will oder ob sie der Schwesternschaft beitreten möchte. Eigentlich kommt es ihr da sehr gelegen das ihr Jugendfreund Paul zurück in die Gegend kommt, schliesslich scheint dieser an ihr interessiert. Doch wenn sie ihn heiraten würde müsste sie wegziehen und ihre Schwestern verlassen. Cate weiss nicht was sie tun soll, doch dann findet sie im Tagebuch ihrer Mutter eine Prophezeiung die sich auf drei Schwestern, die alle Hexen sind, bezieht. Könnten damit Cate und ihre Schwestern gemeint sein? Wenn ja, dann befinden sie sich in noch viel grösserer Gefahr als gedacht...

meine Meinung:
Töchter des Mondes spielt nicht in der heutigen Zeit, sondern im späten 19. Jahrhundert. Es handelt sich also um einen historischen Fantasy-Roman. Die Geschichte hat eine wundervolle Kulisse. Sie spielt in einer eher ländlichen Gegend in der die Leute streng gläubig sind. Frauen haben so gut wie keine Rechte, sie sollen sich den Männern komplett unterordnen und spätestens wenn sie 17 Jahre alt werden müssen sie heiraten oder der Schwesternschaft beitreten. Die Schwesternschaft ist das weibliche Gegenstück zur Bruderschaft. Diese ist eine mächtige, sehr konservative Organisation, die aus mächtigen, sehr gläubigen Männern besteht und über die Gegend "herrscht". Wenn Frauen sich nicht anpassen und gehorchen gelten sie schnell mal als Hexen und werden verbannt oder verschwinden einfach.

Cate hat unglaubliche Angst, dass sie und ihre Schwestern als Hexen entlarvt werden könnten und versuchte diese deshalb möglichst von den anderen Leuten fernzuhalten und auch ansonsten möglichst nicht aufzufallen. Natürlich fällt aber gerade dieses Verhalten auf und so bekommen die Mädchen im Verlauf der Geschichte eine Gouvernante, die ihnen beibringen soll, sich in der Gesellschaft einzufügen. Cate ist sehr gespalten was sie davon halten soll. Einerseits sieht sie ein, dass gerade sie nicht weiter möglichst abgeschottet Leben kann, schliesslich soll sie schon bald heiraten, andererseits ist ihr die Gouvernante auch alles andere als sympathisch und sie kann sich einfach nicht mit ihr anfreunden.
Ich mochte Cate als Ich-Erzählerin sehr gerne, ich konnte ihren Konflikt und ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen. Ich konnte wirklich mit ihr mitfühlen, besonders wenn sie manchmal das Gefühl hat einfach nicht alles zu schaffen und als würde sie komplett die Kontrolle über die Geschehnisse verlieren.

Alle drei Schwestern sind sehr unterschiedlich. Cate denkt sehr viel nach, manchmal vielleicht zu viel, und möchte immer die Kontrolle haben. Ausserdem fühlt sie sich verantwortlich für die beiden jüngeren. Maura die mit ihren 15 Jahren gar nicht viel jünger ist als Cate ist sehr emotional. Sie würde alles tun um aus ihrem langweiligen Leben herauszukommen und ein Leben zu führen wie die Figuren ihrer geliebten Romane. Sie kann, wie Cate auch, sehr stur und dickköpfig sein, was oft zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden führt. Über Tess, welche erst 12 Jahre alt ist, erfährt man am wenigsten. Sie ist unglaublich intelligent und hat eine sehr gute Menschenkenntnis. Ich denke in ihr steckt noch viel mehr als man in diesem ersten Band erfährt und bin sehr gespannt wie sie sich entwickeln wird.
Doch trotz ihrer Unterschiede sind sie Schwestern und haben somit eine ganz besondere Beziehung zueinander. Diese wurde toll beschrieben und ich denke jeder der Schwestern hat kann sich mit den drei identifizieren, denn auch wenn sie manchmal streiten stehen sie sich doch sehr nahe.

Natürlich darf auch eine Liebesgeschichte in dem Buch nicht fehlen. Darüber möchte ich aber nicht allzu viele Worte verlieren, da diese zwar süss, aber nicht wirklich aussergewöhnlich war. Finn, in den sich Cate verliebt, ist sehr süss und er war mich auch direkt sympathisch, allerdings fehlt es seinem Charakter ein bisschen an Ecken und Kanten und ich hätte gerne mehr über ihn erfahren. Paul, welcher auch an Cate interessiert ist, fand ich hingegen von Anfang an nicht wirklich sympathisch und ich konnte nicht wirklich verstehen, wie Cate in ihrer Kindheit so gut mit ihm befreundet sein konnte.

Die Geschichte war durchweg spannend und fesselnd ohne dass wirklich viel geschieht. Es gibt keine epischen Kämpfe sondern viel mehr stehen die drei Schwestern und besonders Cate mit ihren Problemen im Vordergrund. Erst gegen Ende gibt es wirklich ein bisschen Action. Allerdings hatte ich diese vorher gar nicht vermisst. Denn Cates Konflikt wird sehr gut geschildert. Ausserdem entdecken die Schwestern im Verlauf der Geschichte immer mehr wozu sie mit ihrer Magie wirklich fähig sind und entdecken somit auch einen Teil von sich selbst. Ausserdem decken sie auch immer mehr Geheimnisse auf, denn die Magie zieht weit grössere Kreise als Cate und ihre Schwestern dachten.

Die Atmosphäre der Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen. Mit der Kulisse dieses Ortes ende des 19. Jahrhunderts, der Magie und den Geheimnissen war die Atmosphäre einfach bezaubernd. Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen, allerdings war ich mir nicht hundertprozentig sicher, ob die Ausdruckweise wirklich vollständig dem 19. Jahrhundert angepasst ist. Der Schreibstil hat aber natürlich auch viel zu der tollen Atmosphäre beigetragen und hat dafür gesorgt dass ich vollständig in der Geschichte versinken konnte.
Ich finde das Cover fängt die Atmosphäre toll ein. Schon vor dem Lesen war ich ein Fan des Covers, aber nun bin ich verliebt. Bei dem Titel bin ich nicht so ganz davon überzeugt, dass er zur Geschichte passt, aber er klingt echt toll und daher will ich nicht meckern.

Fazit:
Ein Buch welches nicht nur von aussen toll aussieht, sondern im Innern eine tolle und magische Geschichte verbirgt. Diese erzählt von drei sehr unterschiedlichen, aber sehr sympathischen Schwestern, die ihre Kräfte und sich selbst entdecken. Eine Geschichte ohne viel Action, die mich aber dennoch fesseln und verzaubern konnte.

9/10*

Buchinfos:
Titel: Töchter des Mondes - Cate
Autor: Jessica Spotswood
Verlag: Ink Verlag
Erschienen: 9. August 2012
Seitenzahl: 368 Seiten
Gebundene Ausgabe

Autoreninfos:
Jessica Spotswoods Leidenschaft fürs Schreiben und für Bücher begann schon in frühester Kindheit. Bis heute liebt sie romantische Geschichten und lässt sich von ihnen und ihren Figuren verzaubern. Nach ihrem Studium versuchte sie sich zuerst am Theater, merkte aber schnell, dass ihre wahre Berufung das Schreiben ist. Zusammen mit ihrem Mann und ihrer Katze Monkey lebt die Autorin in Washington D.C. „Töchter des Mondes“ ist Jessicas erster Roman.

Quellen: www.egmont-ink.de; www.amazon.de

Montag, 12. November 2012

Die Besessene

Die Besessene - S. B. Hayes

zum Inhalt:
Katy ist endlich glücklich mit ihrem Leben. Früher hatte sie immer Angst nicht dazu zu gehören doch nun hat sie nicht nur zwei tolle beste Freundinnen sondern auch einen Traumtypen zum Freund. Doch dann taucht plötzlich ein neues Mädchen an Katys Schule auf, welches sie zu verfolgen und zu kopieren scheint. Auch bei Katys Freundinnen schleimt sie sich ein und sogar ihrem Freund macht sie schöne Augen. Sie droht Katy immer wieder ihr Leben zu zerstören. Das Mädchen, welches sich Genevive nennt, scheint alles Mögliche über Katy zu wissen und eine alte Rechnung begleichen zu wollen. Doch Katy ist sich sicher das Mädchen noch nie zuvor gesehen zu haben. Ausserdem glaubt ihr niemand wenn sie von ihrem Verdacht erzählt. Alle scheinen total von Genevive eingenommen zu sein. Um sich wehren zu können macht Katy sich daran Genevives Vergangenheit zu erforschen und kommt dabei einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur. Doch Genevieve scheint ihr immer einen Schritt voraus zu sein...

meine Meinung:
Das Buch beginnt mit der Szene in der Katy Genevive das erste Mal sieht. Eigentlich fahren die beiden nur in einem Bus aneinander vorbei aber schon da hat Katy ein schlechtes Gefühl. Für meinen Geschmack ist Katy zu schnell davon überzeugt, dass Genevive ihr nur schlechtes will. Das sich die Geschichte in diese Richtung entwickeln wird kann man sich zwar denken, dennoch fand ich es unrealistisch dass Katy schon so einen starken Hass gegen Genevive verspürt bevor diese überhaupt wirklich etwas böses getan hat. Die beiden haben zwar eine etwas spezielle Bindung zueinander dennoch fand ich Katys Anschuldigungen Genevive gegenüber anfangs wirklich nervig.
Was mich allerdings sogar noch mehr gestört hat war Genevive denn diese ist wirklich verrückt, im Verlaufe der Geschichte macht sie Katy das Leben total zur Hölle, aber dann kurz vor Ende ändert sie ihre Meinung und verhält sich komplett gegenteilig.

Die Hauptcharaktere waren für mich das grösste Problem an der Geschichte. Obschon diese teilweise ziemlich vorhersehbar war konnte sie mich nämlich auch immer mal wieder überraschend. Ausserdem haben mir auch der Schreibstil und die Atmosphäre ziemlich gut gefallen. Meiner Meinung nach ist Die Besessene ein richtiges Herbstbuch für düster und regnerische Tag, denn genauso ist auch die Atmosphäre der Geschichte.

Nun aber zurück zum Problem Katy beziehungsweise auch Genevive, keine der beiden war mir sympathisch. Katy benimmt sich oft total kindisch und versinkt beinahe im Selbstmitleid, anstatt Genevive einfach mal zur Rede zu stellen. Ausserdem merkt sie gar nicht, dass es eigentlich lange Zeit mehr sie ist, die von Genevive besessen ist als umgekehrt. Zudem macht sie Genevive einfach für alles verantwortlich obschon sie manchmal genauso Schuld trägt. Beispielsweise findet sie das Genevive ihr ihre Freundinnen "klaut" und obschon das stimmt ist sie mindestens genauso schuldig daran, da sie sich total merkwürdig verhält.

Genevive hätte so ein richtig tolles rücksichtsloses Biest sein können, so hätte ich zwar nicht mit ihr sympathisieren können, aber dann wären ihre Handlungen zumindest nachvollziehbar gewesen. Leider musste aber, wie schon oben erwähnt, im letzten Viertel des Buches noch eine 180 Grad Kehrwende hinlegen, was wiederum total unnachvollziehbar war. Für diesen Meinungswechsel gibt es nämlich keinen ersichtlichen Grund, sie hätte sich eigentlich direkt von Anfang an so verhalten können, oder eben gar nicht.

Schlussendlich führt das ganze dann zu einem zwar schön abgeschlossenen Ende, welches aber für mich, Aufgrund von Genevives merkwürdigem Verhalten, nicht ganz logisch erscheint. Ansonsten hat mir die Auflösung des Rätsels mit der Geschichte die dahinter steckt gut gefallen, obschon ich etwas in dieser Art erwartet hatte. Ausserdem hat es sich die Autorin für mich ganz am Ende ein bisschen zu einfach gemacht.

Das Cover des Buches gefällt mir nicht so gut. Es unterstreicht aber die düstere Atmosphäre der Geschichte. Das Mädchen auf dem Cover passt auch einigermassen gut zu meiner Vorstellung von Katy auch wenn ich das Bild jetzt nicht mit einer Szene im Buch in Verbindung bringen könnte. Der Titel aber ist echt toll gewählt und passt super zur Geschichte, besonders weil man sich während dem Lesen manchmal fragen konnte wer wohl mit Die Besessene gemeint ist, Katy oder Genevive?

Fazit:
Eigentlich hätte Die Besessene eine interessante und spannende, wenn auch nicht allzu actionreiche Geschichte sein können. Leider waren die Hauptcharaktere aber nicht wirklich gelungen, was die Geschichte für mich teilweise eher anstrengend gemacht hat. Für Leute, die sich nicht so schnell von nervigen Charakteren aus dem Konzept bringen lassen, könnte das Buch aber durchaus empfehlenswert sein.

6/10*

Buchinfos:
Titel: Die Besessene
Autor: S. B. Hayes
Verlag: dtv
Erschienen: 1. September 2012
Seitenzahl: 420 Seiten
Gebundene Ausgabe

Autoreninfos:
S.B.Hayes wurde in Liverpool geboren. Bereits in ihrer Kindheit kaufte sie sich von ihrem Taschengeld 
Notizbücher, die sie mit Gedichten füllte. Später studierte sie Englisch und arbeitete in verschiedenen Positionen im Öffentlichen Dienst, doch das Erfinden von Kurzgeschichten lag ihr immer näher, als Formulare auf den Weg zu bringen. S.B. Hayes hat drei Söhne und lebt in Crosby, Liverpool. ›Die Besessene‹ ist ihr erster Roman.

Quellen: www.dtv.de; www.amazon.de

Samstag, 10. November 2012

Meine Schätze

Eigentlich wollte ich schon lange mal einen Post machen, indem ich euch mein Bücherregal zeige. 
Ich liebe es nämlich meine Bücher immer wieder neu zu sortieren und nach immer anderen Kriterien zu ordnen. Ich mache dann auch jedesmal Fotos davon und finde es sehr interessant zu sehen wie mein Regal sich verändert.
Nun wollte ich also eigentlich diesen Post machen, nur leider habe ich ein bisschen Probleme mit den Fotos denn viele davon befinden sich leider auf meinem Handy und haben deshalb eine sehr schlechte Qualität. Daher könnte es noch ein bisschen dauern bis ich eine Lösung gefunden habe, wie es ich machen will. Vielleicht muss sich mein Bücherregal auch einfach noch ein bisschen weiter entwickeln.
Bis dahin wollte ich euch aber nicht einfach warten lassen, sondern habe jetzt erst mal ein etwas anderes Foto meiner Schätze.


Ich hoffe ihr könnte auf dem Foto etwas erkennen.
Ein paar Bücher fehlen darauf leider, da ich ein paar ausgelehnt habe.
Ausserdem fehlen auch meine SuB Bücher da ich nicht noch mehr Platz hatte.


Falls ihr wissen wollt wie viele Bücher es sind müsst ihr leider zählen, da das Foto nicht mehr komplett neu ist und ich deshalb keine Ahnung habe viele es sind.
Hättet ihr Platz um alle eure Bücher am Boden auszulegen?

glg Nadja 


Freitag, 9. November 2012

Ashes

Ilsa J. Bick - Ashes - Tödliche Schatten, Band 2 - Egmont INKAshes: Tödliche Schatten - Ilsa J. Bick

*!Dies ist der zweite Band der Ashes-Trilogie! Lesen auf eigene Gefahr!*

zum Inhalt:
Die Welt versinkt im Chaos. Unzählige Menschen sind gestorben und die restlichen müssen täglich um ihr Überleben kämpfen oder wurden zu Veränderten. Alex hat bisher überlebt doch nun ist sie aus Rule geflüchtet und steht nun nicht mehr unter dessen Schutz. Beinahe sofort trifft sie auf Veränderte doch anstatt dass diese sie sofort töten nehmen sie sie gefangen. Alex muss grauenvolles mit ansehen, doch sie gibt nicht auf und obwohl sie einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur kommt wartet sie nur auf den richtigen Moment um zu fliehen. Doch Alex muss auch feststellen, dass sie den Veränderten ähnlicher ist, als sie zugeben möchte. Weshalb hat sie sich nicht verändert? Oder könnte es noch immer geschehen?

meine Meinung:
Der erste Teil von Ashes hatte mich wirklich vollständig überzeugt, er war eines meiner Lesehighlights 2011. Deshalb konnte ich den zweiten Teil auch kaum erwarten. Allerdings wurden bald nach dem erschienen Stimmen laut, der zweite Teil sie noch um einiges brutaler und actionreicher als der erste. Normalerweise mag ich Action sehr gerne und auch wenn es mal ein bisschen brutaler wird, finde ich das eigentlich nicht schlimm. Bei Ashes fand ich aber schon den ersten Teil ziemlich erschreckend und brutal, weshalb ich mich fast ein bisschen anfing zu fürchten vor dem zweiten Band.
Dennoch habe ich mich an das Buch herangewagt, und es fast bereut. Gleich die ersten paar Kapitel des Romans sind wirklich unglaublich brutal und durch die extrem detailreichen Beschreibungen auch unglaublich eklig. Ich stand wirklich kurz davor nicht weiter zu lesen, die Neugier siegte dann aber glücklicherweise.

Da es fast ein Jahr her ist seit ich den ersten Teil gelesen habe hatte ich anfangs Probleme die Personen, Schauplätze und Geschehnisse richtig einzuordnen denn man wird ohne grosse Erklärung direkt wieder in die Handlung hineingeworfen. Diese setzt nahtlos an die früheren Geschehnisse an. Zusammen mit der Brutalität führte dies dazu dass ich mich durch die ersten etwa 100 Seiten wirklich durchquälen musste. Dennoch hat mich die Geschichte irgendwie gefesselt, so dass es unmöglich war abzubrechen. Später war ich dann froh darüber, denn mit der Zeit haben die brutalen Szenen abgenommen (oder vielleicht habe ich mich auch nur daran gewöhnt) und durch ein bisschen blättern im ersten Band kam auch die Erinnerung an dessen Inhalt zurück. Danach hat mir das Lesen auch gleich viel mehr Spass gemacht und die Geschichte hat mir, bis auf ein paar Ausnahmen, sehr gut gefallen.

Erzählt wurde dieses Mal aus ziemlich vielen verschiedenen Perspektiven und zwar aus der Sicht von Alex, Tom, Chris, Peter und Lena. Dadurch war die Geschichte sehr abwechslungsreich und die verschiedenen Handlungsstränge waren alle interessant, obschon ich teilweise nicht nachvollziehen konnte inwiefern sich diese ins Gesamtbild einfügen. Ich hoffe ein paar offene Fragen werden im dritten Teil noch geklärt. Auch waren für mich die Perspektivenwechsel oft im falschen Moment und manchmal habe ich mich richtig darüber genervt. Ausserdem hätte ich mir gewünscht dass sich die Geschichte mehr auf Alex fixiert, da diese schliesslich als Protagonistin aus dem ersten Teil bekannt ist und die ich persönlich auch am sympathischsten und interessantesten fand. Ich war sehr froh darüber dass sie sich selbst treu geblieben ist, sie ist noch immer eine starke und intelligente Heldin.
Natürlich sind auch die restlichen Charaktere nicht zu unterschätzen, jeder hat seine eigene spannende Geschichte und auch jede der Persönlichkeiten ist einzigartig. Eine wirkliche Bindung konnte ich aber ausser zu Alex zu niemandem aufbauen, was auch wieder an den wechselnden Perspektiven lag.

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich das Ende, welches leider wieder ein total Cliffhanger ist. So ziemlich alles bleibt offen, teilweise weiss man nicht einmal ob eine Person noch lebt oder nicht. Ausserdem hatte ich gehofft dass alle Handlungsstränge irgendwie zusammen führen würden, was sie aber nicht getan haben.

Farblich gefällt mir das Cover sehr gut und auch den Wald im Hintergrund finde ich passend. Leider sieht aber das Mädchen noch immer kein bisschen so aus, wie ich mir Alex vorgestellt habe, was sehr schade ist. Auch der Titel Tödliche Schatten finde ich nur bedingt passend, zumindest von der Stimmung her passt er aber zur Geschichte und man kann auch einiges hinein interpretieren.

Fazit:
Trotz meiner vielen Kritikpunkte hatte ich ein paar schöne Lesestunden mit Ashes - Tödliche Schatten. Die Geschichte war spannend, erschreckend, fesselnd, sehr intensiv und teilweise echt brutal und eklig. Wem der erste Teil gefallen hat und nichts gegen noch ein bisschen mehr Blut und Action hat, dem kann ich das Buch nur empfehlen.

8/10* 

Buchinfos:
Titel: Ashes - Tödliche Schatten
Autor: Ilsa J. Bick
Verlag: Ink
Erschienen: 9. August 2012
Seitenzahl: 571 Seiten
Gebundene Ausgabe

Autoreninfos:
Ilsa J. Bick ist Kinder- und Jugendpsychiaterin, Möchtegernchirurgin und ehemalige Air Force Majorin, widmet sich mittlerweile aber ganz ihrem Autorinnendasein. Am liebsten schreibt sie Jugendbücher und Kurzgeschichten, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde.

Rezension zum ersten Teil

Sonntag, 4. November 2012

Lesestatistik Oktober

Leider hatte ich diesen Monat nur gerade eine wirklich lesereiche Woche in der ich mehr als drei Bücher gelesen habe. Ansonsten habe ich nicht einmal eines pro Woche geschafft. Dafür sind aber zwei von sechs Bücher englisch und ich glaube ich habe bisher in keinem Monat so viel auf Englisch gelesen. Leider ist mein SuB deshalb diesen Monat auch wieder gewachsen. Eigentlich wollte ich mir sogar noch mehr Bücher kaufen, bzw. eigentlich bekomme ich sie geschenkt, aber diese erst nächste Woche bei mir eintreffen.

Gelesen:
1. Night School: Du darfst keinem trauen - C. J. Daugherty
2. The Demigod Diaries - Rick Riordan 9/10* (keine Rezension)
3. Vampire Academy: Blutsschwestern - Richelle Mead 7,5/10* (keine Rezension)
4. Rubinrot: Liebe geht durch alle Zeiten - Kerstin Gier 10/10* (Re-read)
5. Ashes: Tödliche Schatten - Ilsa J. Bick (Rezension folgt)
6. The Heroes of Olympus: The Mark of Athena - Rick Riordan 9/10* (keine Rezension)

Gesamt Seitenzahl: 2550 Seiten
Davon Englisch: 864 Seiten

Buch des Monats:

The Mark of Athena hat mir zwar nicht ganz so gut gefallen wie der Vorgänger The Son of Neptune, dennoch war das Buch echt toll. Außerdem bin ich auch immernoch total stolz auf mich wenn ich ein so dickes Buch auf Englisch gelesen habe. Die The Heroes of Olypus Reihe ist wirklich toll und ich empfehle sie euch allen. Falls ihr nicht gerne auf Englisch lest ist, dass auch kein Probleme der erste Teil Der verschwundene Halbgott ist bereits auf Deutsch erschienen und der zweite Teil kommt voraussichtlich im Januar heraus. Bis der vierte Teil auch Englisch erscheinen wird geht aber leider noch ein ganzes Jahr bis im Herbst 2013.




Gekauft:
Elfenkrieg - Sabrina Qunaj
The Scorch Trials - James Dashner
The Demigod Diaries - Rick Riordan
The Mark of Athena - Rick Riordan
Vampire Academy 1-3 - Richelle Mead

Geschenkt:
Unearthly: Heiliges Feuer - Cynthia Hand

Rezensionsexemplar:
Der verschwundene Halbgott - Rick Riordan

SuB Anfang Oktober: 27 Bücher
SuB Ende Oktober: 30 Bücher

Leseplan:
Ich will unbedingt mehr lesen als diesen Monat, besonders da der Herbst ja eigentlich die beste Zeit zum lesen ist. Mit dem Rezi schreiben geht es glücklicherweise endlich mal ein bisschen voran. Jetzt müsst ich nur noch endlich meine Rezensionsexemplare lesen. Irgendwie reizen mich nämlich derzeit immer andere Bücher.
 
Das wars dann auch schon mit dem Oktober, leider nicht gerade die beste Statistik die ich je hatte, nur im Juni und im März habe ich bisher weniger gelesen.

glg Nadja

Samstag, 3. November 2012

Night School

Night School: Du darfst keinem trauen - C. J. Daugherty

zum Inhalt:
Nachdem ihr älterer Bruder spurlos verschwindet beginnt die 15-jährige Allie an zu rebellieren. Als sie jedoch zum wiederholten Mal auf dem Polizeirevier landet wissen ihre Eltern sich nicht mehr anders zu helfen als Allie auf ein Internat zu schicken, damit sie dort auf den richtigen Weg zurück finden kann. Diese ist allerdings erstmal alles andere als begeistert von dieser Aussicht. Wieder erwarten lebt sie sich, auf dem Internat angekommen, schnell ein und findet sofort Freunde. Auch scheint der absolute Mädchenschwarm Sylvain ein Auge auf sie geworfen zu haben. So läuft es für Allie eigentlich ziemlich gut, doch dann geschehen merkwürdige Dinge. Allies Freunde scheinen mehr darüber zu wissen, doch wieso erzählt ihr niemand etwas? Und weshalb warnt der mysteriöse Einzelgänger Carter sie immer wieder vor Sylvain? Als Allie versucht hinter die geheimnisvollen Geschehnisse zu kommen muss sie schnell verstellen, dass sie niemandem trauen kann...

meine Meinung:
Das CIMMERIA ist eindeutig kein normales Internat. Es gibt im Internat eine besondere Schule namens Night School, die Schüler scheinen alle etwas zu verbergen zu haben, es geschehen sonderbare Dinge und sogar ein Mord. Obschon ich es schon in diversen Rezensionen gelesen habe konnte ich lange nicht glauben, dass es in diesem Buch wirklich keine Fantasy-Elemente hat. Ich habe mir während dem Lesen ständig den Kopf darüber zerbrochen, was hinter der Night School stecken könnte, aber auf ein befriedigendes Ergebnis bin ich leider nicht gekommen. So habe ich gespannt weiter gelesen und auf eine Auflösung mit einem WOW- oder auch AHA-Effekt gewartet. Tja die Auflösung ich gekommen, allerdings keiner der genannten Effekte. Ich glaube wenn sich herausgestellt hätte, dass die Schüler am Internat alle Vampire währen, wäre mir das logischer erschienen. Da ich euch den Lesespass nicht verderben will, werde ich die hier nicht schreiben, was hinter den merkwürdigen Vorkommnissen steckt. Aber ich hoffe dass die Autorin die Hintergründe im nächsten Band der Serie noch etwas näher beleuchten wird.

Davon abgesehen hat mir Night School aber wirklich gut gefallen. Zusammen mit Allie herauszufinden wer der Mörder ist und was es mit der Night School auf sich hat war spannend und interessant. Ausserdem mochte ich Allie als Protagonistin, ich hätte zwar oft anders gehandelt als sie und auch in Liebesdingen konnte ich ihre Verhaltensweise besonders gegen Ende echt nicht verstehen. Daneben wirkt sie aber sehr authentisch, besonders dadurch dass sie nicht perfekt ist. Die Panikattacken, die sie manchmal bekommt waren ein sehr interessanter und außergewöhnlicher Aspekt an ihrem Charakter. Man hat durch diese auch gesehen wie sie sich weiterentwickelt und es langsam schafft sie zu überwinden.
Allerdings lebt sie sich anfangs ein bisschen schnell auf CIMMERIA ein. Sie findet sofort Freunde und natürlich ist der heißeste Typ sofort an ihre interessiert, obschon sie nicht unbedingt als Schönheitskönigin beschrieben wird und eher verschlossen und abweisend ist.

Was die restlichen Charaktere angeht fand ich diese auch ziemlich gelungen, wobei man aber aus den meisten nicht sofort schlau wird. Da fand ich den Titel Du darfst keinem trauen sehr passend. Denn während dem Lesen habe ich vermutlich so ziemlich jede Person mal verdächtigt ein falsches Spiel zu spielen. Da wäre natürlich Sylvain, er interessiert sich aus einem unverständlichen Grund sofort für Allie. Ausserdem scheint beinahe ausnahmslos jedes Mädchen an ihm interessiert. Über sein Leben ausserhalb des Internats weiss man allerdings nichts und er scheint so etwas wie ein Anführer zu sein.
Eine weitere interessante Person ist Carter, der am Internat ein ziemlicher Aussenseiter zu sein scheint. Ausserdem ist er gleich von Beginn an total fies zu Allie. Dennoch warnt er sie auch ständig vor Sylvain. Carter mochte ich, im Gegensatz zu Sylvain, sehr gerne. Dennoch habe ich auch ihm nicht immer getraut.
Dann wäre da auch noch Jo mit der sich Allie sofort anfreundet. Sie ist ein sehr offenes und fröhliches Mädchen. Doch im Verlauf der Geschichte erfährt man dass auch sie eine andere Seite hat.
Doch natürlich gibt es neben diesen drei auch noch viele andere Schüler am Internat, denen man allen auch nicht trauen kann.

Die aussergewöhnlichen Charaktere haben mir an der Geschichte eigentlich am besten gefallen. Natürlich waren die geheimnisvollen Geschehnisse und ganz besonders der Mord sehr spannend. Allerdings ging es mir etwas lange bis all dies geschah, denn erst danach nimmt die Geschichte richtig an Fahrt auf, wobei mir dann das Finale fast ein bisschen zu schnell ging. Wie schon anfangs erwähnt hoffe ich im nächsten Teil noch ein bisschen mehr Hintergründe zu erfahren.
Schreibstil ist ziemlich normal, die Sprache der Jugendlichen entspricht ihrem Alter und auch ansonsten ist der Schreibstil dem angepasst. Die Atmosphäre des Internat, welches ziemlich abgelegen und neben einem Wald liegt, hat mir gut gefallen. Oftmals geht es ziemlich unheimlich und gruselig zu, was schon ein bisschen die Atmosphäre eines Thrillers aufkommen lies.

Das Cover gefällt mir ziemlich gut, es hebt sich von anderen ab. Und wenn dann die anderen Bände erscheinen und man alle Bücher der Reihe nebeneinander im Regel stehen hat, wird es bestimmt ziemlich cool aussehen. Ausserdem finde ich es toll dass die Buchtitel auch zusammen Sinn ergeben. Zudem passt zumindest der Titel dieses Teils auch super zur Geschichte.

Fazit:
Eine spannende Geschichte mit aussergewöhnlichen Charakteren und einem interessanten Hintergrund. Am Anfang hatte ich ein bisschen Probleme in die Geschichte hinein zu finden, aber mit der Zeit war ich echt gefesselt. Nur hätte ich mir gegen Ende noch ein bisschen mehr Informationen gewünscht. Ich bin gespannt wie Allies Geschichte weiter geht und freue mich auch den zweiten Band Der den Zweifel sät.

7/10*

Buchinfos:
Titel: Night School - Du darfst keinem trauen
Autor: C. J. Daugherty
Verlag: Oetinger Verlag
Erschienen: Juli 2012
Seitenzahl: 464 Seiten
Gebundene Ausgabe

Autoreninfos:
C.J. Daugherty, Autorin und Redakteurin, arbeitete zunächst als Gerichtsreporterin, u.a. für die New York Times und die Nachrichtenagentur Reuters. Später veröffentlichte sie Reiseführer, zum Teil zusammen mit ihrem Mann, dem Autor und Filmproduzenten Jack Jewers. Mit großer Leidenschaft schreibt C.J. nun spannende Bücher für junge Erwachsene. Sie lebt und arbeitet in Südengland. Mehr auf ihrer Website www.cjdaugherty.com.